Coronavirus breitet sich aus Lufthansa stellt wegen Virus Flüge nach China ein

Das Coronavirus in China befällt immer mehr Menschen und die Zahl der Todesopfer steigt. Toyota stoppt die Produktion, Tausende VW-Mitarbeiter müssen von zu Hause aus arbeiten. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Lufthansa: Nach British Airways stellt auch die deutsche Airline ihre Direktflüge nach China vorerst ein

Foto: Regis Duvignau / REUTERS

16.00 Uhr: Die Lufthansa  streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft mit ihren Töchtern folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatte die "Bild-Zeitung" berichtet.

15.30 Uhr: An Bord eines Lufthansa-Flugzeugs hat es einen Verdachtsfall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gegeben. Wie die Airline in Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte, wurden Passagiere des Flugs LH780 aus Frankfurt nach der Landung in der chinesischen Stadt Nanjing medizinisch untersucht. Chinesische Behörden hätten dies angeordnet, weil ein Mann an Bord bereits "innerhalb der letzten beiden Wochen in Wuhan war und nun Husten hatte". In der chinesischen Metropole Wuhan waren die ersten Lungenerkrankungen durch das Coronavirus bekannt geworden. Zunächst hatte das Nachrichtenportal "Aerotelegraph" am Mittwochmittag über den neuen Verdachtsfall berichtet.

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

VW Peking: Heimarbeit nach dem Neujahrsfest

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Andy Wong/ dpa

15 Uhr: Volkswagen schickt Mitarbeiter in Peking im Anschluss an die Neujahrsferien für zwei Wochen nach Hause. Dort sollen sie während der Inkubationszeit abwarten, ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Peking arbeiten rund 3500 Mitarbeiter für den Konzern.

14.30 Uhr: Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erwartet "in den nächsten Tagen" einen Sonderflug der Deutschen Luftwaffe, um Deutsche aus Wuhan zurückzubringen. Ein Konsularteam der Botschaft erfasse vor Ort alle Ausreisewilligen und kläre ihren Transport zum Flughafen. Die Rückkehrer müssen in Frankfurt am Main damit rechnen, dass sie vorübergehend isoliert werden, um eine Infektion bei ihnen auszuschließen. "14 Tage Quarantäne sind geplant", sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Entscheidung liege bei den Frankfurter Gesundheitsbehörden.

12.00 Uhr: Russland und China arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Peking habe das Erbgut des Virus an Russland übergeben, teilt das russische Konsulat im chinesischen Guangzhou mit. "Russische und chinesische Wissenschaftler haben mit der Arbeit an einem Impfstoff begonnen." In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

10.30 Uhr - Im Gegensatz zur British Airways fliegt die Lufthansa fliegt vorerst weiter nach China. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. Aktuell fänden alle Flüge von und nach China planmäßig statt. Allerdings beobachtet die Fluggesellschaft eine "leichte Buchungszurückhaltung".

9.00 Uhr - British Airways stellt wegen des neuartigen Coronavirus die Direktflüge zwischen Großbritannien und China ein. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Damit folge sie Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. "Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat immer Priorität", hieß es weiter. Die Airline bietet täglich Flüge von London-Heathrow nach Peking und Schanghai an.

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Toyota-Werk in China: Der japanische Autobauer stoppt die Produktion

Foto: © Vincent Du / Reuters/ REUTERS

8.30 Uhr - Der japanische Autobauer Toyota hat in China seine Produktion wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst einmal gestoppt. Aufgrund verschiedener Faktoren wie den Vorgaben der lokalen und regionalen Behörden sowie der Teileversorgungssituation habe Toyota entschieden, den Betrieb in seinen Fabriken in China bis zum 9. Februar einzustellen, wie ein Sprecher des Autoherstellers der Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch sagte. Das Unternehmen werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar dort weiter verfahren werde.

8.00 Uhr - Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit in China bleibt die deutsche Botschaftsschule in Peking vorerst geschlossen. Betroffen sind rund 530 Schüler und 200 Kinder im Kindergarten.

Vier Corona-Infektionen in Deutschland, mehr als 6000 Infizierte in China

07.10 Uhr: Wegen vier mit dem neuen Coronavirus infizierten Mitarbeitern schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag. Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Für China gelte sogar eine Sperre für zwei Wochen. Die vier ersten in Deutschland bestätigten Fälle der neuen Lungenkrankheit sind allesamt Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Kollegin aus China war vergangene Woche zu einer Schulungsmaßnahme im Gautinger Ortsteil Stockdorf. Dort hatten sich die vier Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen angesteckt.

07.09 Uhr: In der Volksrepublik China stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459. Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132. Während es außerhalb der Volksrepublik etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, zählte die Gesundheitskommission in Peking bis Mittwoch rund 5951 Patienten allein in China. Es gibt fast 10.000 Verdachtsfälle. Die Kommission meldete sogar 5974 Fälle, rechnete dabei aber 23 Infektionen in Hongkong, Taiwan und Macao mit. Peking betrachtet diese Territorien als Teil der Volksrepublik. Von den Patienten sind demnach 1239 schwer erkrankt. Bei den Todesfällen handelt es sich meist um ältere Patienten mit Vorerkrankungen.

06.30 Uhr - Volkswagen lässt seine 3500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt. Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."


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06.15 Uhr - Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen.

04.00 Uhr - Der Apple-Zulieferer Foxconn will trotz des Ausbruchs des Coronavirus am Produktionsstandort Wuhan alle Herstellungsverpflichtungen für den iPhone-Hersteller einhalten. "Wir kommentieren unsere spezifischen Produktionspraktiken nicht, aber wir können bestätigen, dass wir Maßnahmen ergriffen haben, um weiterhin alle globalen Produktionsverpflichtungen zu erfüllen", gab Foxconn in einer Erklärung bekannt.

03.36 Uhr - In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben einem Medienbericht zufolge klinische Studien zum möglichen Einsatz von HIV-Medikamenten gegen das Virus begonnen. Das berichtete die staatlich unterstützte Finanzzeitung "Securities Times" unter Berufung auf einen Beamten der nationalen Gesundheitskommission.

03.00 Uhr - Nach einer Reihe von Staaten will nunmehr auch Australien seine Bürger aus der chinesischen Region Wuhan ausfliegen, die am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch in Canberra an. Für die ausgeflogenen Landsleute werde auf der Weihnachtsinsel eine eigene Quarantäne-Zone eingerichtet, in der sich die Betroffenen zunächst 14 Tage aufhalten müssten.

01.48 Uhr - Japan hat 206 Staatsbürger mit Hilfe eines gecharterten Flugzeugs aus der abgeriegelten Stadt Wuhan evakuiert. Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi erklärte, dass 650 japanische Bürger auf ihre Heimkehr hoffen. Ministerpräsident Shinzo Abe betonte, dass die Regierung alle möglichen Maßnahmen prüfen würde, um jene Bürger zurückzubringen, die nach Japan zurückkehren möchten.

01.18 Uhr - Das malayische Gesundheitsministerium hat drei neue Fälle des Virus bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Malaysia auf sieben. Bei den Neu-Ansteckungen handele es sich um ein vierjähriges Mädchen, einen 52-jährigen Mann und die Mutter von zwei Kindern, die sich bereits mit dem Erreger infiziert hatten. Alle sieben Menschen seien chinesische Staatsangehörige.

01.07 Uhr - Einem Team von australischen Wissenschaftlern ist die Reproduktion des Coronavirus im Labor gelungen. Der Durchbruch könnte dazu beitragen, die globale Ausbreitung der Krankheit zu bekämpfen. "Mit dem echten Virus haben wir jetzt die Möglichkeit, alle Testmethoden zu validieren und zu verifizieren und ihre Empfindlichkeiten und Besonderheiten zu vergleichen", sagte Julian Druce, Leiter des Labors für Virus-Identifikation am Peter Doherty-Instituts in Melbourne. Die gezüchtete Virusprobe könne so bei der Entwicklung eines Impfstoffs helfen.

00.53 Uhr - Die USA hält den Flugverkehr zwischen China und den Vereinigten Staaten zunächst weiter aufrecht. Es werde auf täglicher Basis entschieden, ob die Flüge ausgesetzt werden, gab das Weiße Haus in Washington bekannt.

mit Nachrichtenagenturen
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