Mittwoch, 27. Mai 2020

Selbstgeschneidert, OP-Maske, FPP3 Wie wirksam ist welche Schutzmaske?

FFP2-Schutzmaske
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
FFP2-Schutzmaske

Österreich hat bereits Fakten geschaffen: In Deutschlands südöstlichem Nachbarland sind seit dieser Woche Schutzmasken beim Einkaufen in Supermärkten Pflicht. Deutschland selbst diskutiert noch das Für und Wider eines solchen Gebots, googlet allerdings nichtsdestoweniger fleißig Maskenschnittmuster.

Statista hat in einer Grafik die unterschiedlichen Schutzwirkungen und damit verbundenen Einsatzzwecke verschiedener Gesichtsmasken zusammengetragen:

Filtrierende Halbmasken zum Schutz der eigenen Person werden in weitere, genormte Unterkategorien eingeteilt: FFP1, FFP2 und FFP3. Erstgenannte müssen dabei 80 Prozent, FFP2-Filter 94 Prozent und FFP3-Filter 99 Prozent eines Prüfaerosols, also feiner Tröpfchen in der Luft, zurückhalten.

Am Freitag hat sich auch Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, in die deutsche Maskendebatte eingeschaltet. "Stoffmasken können Tröpfchen beim Husten oder Sprechen zurückzuhalten", so Wieler. "Das könnte möglicherweise helfen, andere Menschen vor einer Infektion zu schützen." Noch gebe es zwar keine wissenschaftlichen Studien, die diesen Zusammenhang belegten, es sei aber plausibel. Den Träger selbst schützten solche Masken allerdings kaum, die Tröpfchen seien zu klein. Das Tragen von Masken sei aber ein guter visueller Hinweis, die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten.

Masken müssten eng an Mund und Nase anliegen und gewechselt werden, sobald sie durchfeuchtet seien, so Wieler weiter. Wichtig sei außerdem, sie beim Tragen nicht zurechtzurücken, sonst fasse man sich ins Gesicht - "und das ist ja genau das, was man nicht machen sollte." Ohnehin müsse man auch mit Maske auf sonstige Verhaltensregeln achten: "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man sich durch eine Maske in falscher Sicherheit wiegt."

© manager magazin 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung