Sonntag, 31. Mai 2020

Coronavirus und die Folgen Mehr als 67.000 Infektionen in Deutschland registriert

Fußgängerzone im Landkreis Heinsberg, einer der am schlimmsten vom Virus betroffenen deutschen Regionen
Jonas Güttler/dpa
Fußgängerzone im Landkreis Heinsberg, einer der am schlimmsten vom Virus betroffenen deutschen Regionen

In Deutschland sind mehr als 67.000 Menschen infiziert. Adidas und Munich Re kaufen keine Aktien mehr zurück. Die Luftfahrtbranche rechnet mt 39 Milliarden Dollar Quartalsverlust. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen zur Corona-Krise im Newsblog.

  • In Deutschland sind laut Auswertung der dpa mehr als 67.000 Infektionen registriert worden.
  • Wegen der Coronavirus-Krise streichen mit Adidas und Munich Re zwei Dax-Konzerne laufende Aktienrückkaufprogramme.
  • Drägerwerk baut ein neues Werk in den USA und liefert Schutzmasken im höheren zweistelligen Millionenbereich.
  • Der Dachverband der Luftfahrt rechnet mit 39 Milliarden Dollar Nettoverlust im zweiten Quartal 2020.
  • BMW meldet für 20.000 Mitarbeiter Kurzarbeit an.
  • In Spanien sterben binnen 24 Stunden rund 850 Menschen an dem Coronavirus
  • Am Frankfurter Flughafen ist die Passagierzahl um 91 Prozent eingebrochen
  • Bayern will seine Wirtschaft in der Coronakrise mit Staatshilfen von 60 Milliarden Euro stützen
  • Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat einem Medienbericht zufolge in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. "Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet", sagt De Meo im Interview.

22.15 Uhr - Die Top-Manager der italienischen Großbank Unicredit verzichten angesichts der ungewissen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf ihren Bonus für 2020. Das Geldhaus teilte zudem mit, einen Betrag in gleicher Höhe an die UniCredit-Stiftung zu spenden, um soziale Aktionen zu unterstützen.

21.15 Uhr - Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die europäische Bankenbehörde EBA den Finanzinstituten einen besonnen Umgang mit Bonuszahlungen nahegelegt. Die Herangehensweise sollte "konservativ" sein und die gegenwärtige wirtschaftliche Situation widerspiegeln, teilt die Behörde mit. Einen kompletten Stopp der Boni verlangte die EBA indes nicht. Auch bei den Dividenden sei ein solcher "wohlüberlegter" Ansatz angemessen. Die Europäische Zentralbank hatte die Geldhäuser im Euro-Raum bereits am Freitag angesichts der Virus-Pandemie zum Verzicht auf Gewinnausschüttungen aufgefordert.

21.00 Uhr - In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 67.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 15.500 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 15.250 Fällen und 148 Toten und Baden-Württemberg mit mehr als 13.300 Fällen und 196 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,6.

Mindestens 700 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

20.45 Uhr - Die USA sind Außenminister Mike Pompeo zufolge grundsätzlich bereit, angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Sanktionen gegen den Iran und andere Staaten zu überdenken. Pompeo erklärt auf eine Frage von Journalisten, die USA überprüften ständig diese Maßnahmen. "Könnten wir jemals umdenken? Natürlich", sagt er. Pompeo sagte noch am 20. März zu der Frage, die Sanktionen gegen den Iran im Atomstreit beträfen ohnehin nicht medizinische und andere humanitären Güter.

20.30 Uhr - Der FC Barcelona spart durch Gehaltskürzungen von 70 Prozent bei seinen Fußballprofis um Marc-André ter Stegen und Lionel Messi 14 Millionen Euro im Monat. Das verriet Clubpräsident Josep Bartomeu am Dienstag im Interview des Radiosenders "Catalunya Radio". Da auch alle anderen Sportler des Vereins 70 Prozent, darunter die Spieler der ebenso sehr erfolgreichen Basketball- und Handball-Teams, weniger Geld bekommen würden, werde man die Ausgaben um insgesamt 16 Millionen Euro reduzieren.

- In Deutschland pausiert neben der Fußball-Bundesliga der Herren auch die Saison der Damen bis zum 30. April. Der DFB plant, den Spielbetrieb bis zum 30. Juni abzuschließen, notfalls auch in leeren Stadien. In der Frauen-Bundesliga fehlen noch sechs Spieltage bis zum Saisonende.

19.30 Uhr - Saudi-Arabien ruft Muslime auf, Pläne für eine Mekka-Wallfahrt Hadsch in diesem Jahr zunächst zurückzustellen. Zunächst müsse mehr über Pandemie bekannt werden, erklärt der zuständige Minister. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

18.45 Uhr - Der Rückversicherer Munich Re hat wegen der Corona-Krise seinen laufenden Aktienrückkauf bis auf Weiteres gestoppt und auch seine Jahresprognose gestrichen. Unter anderem die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio bringt den Finanzkonzern aus dem Takt. Bereits im ersten Quartal sorgten vor allem der Ausfall und die Verschiebung von Großveranstaltungen für hohe Schäden in der Schaden- und Unfallrückversicherung, wie der Dax -Konzern am Dienstag in München mitteilte. Von Januar bis März rechnet das Unternehmen daher nur noch mit einem Gewinn in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Vor einem Jahr hatte der Konzern hier noch 633 Millionen Euro verdient.

Aufgrund hoher Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus werde der Konzern daher aus heutiger Sicht sein Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro im Gesamtjahr verfehlen. Die Aktie der Munich Re fiel im nachbörslichen Handel um gut ein Prozent.

- Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit. Zuerst hatte BR-Klassik darüber berichtet.

18.00 Uhr - Der Sportartikelhersteller Adidas stoppt angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Damit solle die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im derzeitigen Umfeld erhalten werden, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Herzogenaurach mit. Zudem hat Adidas für zunächst 1200 Mitarbeiter in Deutschland Kurzarbeit angemeldet.

17.30 Uhr - Die Zahl der Virustoten in Italien ist aus Sicht des Leiters des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro, womöglich höher als offiziell angegeben. "Es ist plausibel, dass die Todesfälle unterschätzt werden", sagt er zu Journalisten. So würden in den offiziellen Coronavirus-Daten keine Personen berücksichtigt, die zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Die überwiegende Zahl an Tests fand demnach nur in Krankenhäusern statt.

- US-Präsident Donald Trump hat vom Kongress ein Infrastrukturprogramm mit einem Umfang von zwei Billionen Dollar gefordert. "Da die Zinsen für die USA bei Null (Prozent) liegen, ist jetzt die Zeit gekommen, das seit Jahrzehnten lang erwartete Infrastruktur-Gesetz zu erlassen", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Pläne für ein Programm zur Instandsetzung der maroden US-Infrastruktur werden seit längerem diskutiert. Im Mai hatte Trump Gespräche mit den Demokraten dazu nach weniger als fünf Minuten abgebrochen.

17.00 Uhr - Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. Die Unterbrechungen waren schon einmal ausgedehnt worden. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt.

- Wegen des enormen Bedarfs an Atemschutzmasken stampft der Medizintechnikhersteller Drägerwerk eine Fertigung in den USA aus dem Boden. Das US-Gesundheitsministerium habe Dräger den Zuschlag für die Lieferung sogenannter N95-Masken erteilt, teilte das börsennotierte Familienunternehmen aus Lübeck am Dienstag mit. Die vertraglich vereinbarte Stückzahl liege im höheren zweistelligen Millionenbereich, die Auslieferung der Masken sei innerhalb der nächsten 18 Monate geplant. Die neue Fertigungsstätte soll an der Ostküste der USA entstehen und im September den Betrieb aufnehmen.

- H&M Deutschland beantragt bis einschließlich Mai 2020 Kurzarbeitergeld für seine fast 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Modehändler stockt dabei das gezahlte Geld im März noch auf 100 Prozent des Nettogehalts und im April und Mai jeweils auf 90 Prozent des eigentlichen Nettogehalts auf.

16.30 Uhr - Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci sieht erste Anzeichen, dass die Ausgangsbeschränkungen die Ausbreitung der Pandemie in den USA verlangsamen. Die Maßnahmen wirkten offenbar, sagt er im CNN-Interview. Die Infektionszahlen stiegen allerdings weiter an und die Lage bleibe sehr gefährlich. Zudem sei zunehmend zu beobachten, dass auch junge Menschen in den 30er oder 40er ernste Krankheitsverläufe entwickelten.

16.00 Uhr - Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat schnelle Finanzhilfen für von der Corona-Krise betroffene Start-ups in Aussicht gestellt. Zusätzlich zu den bestehenden Programmen sollten sie mit zwei Milliarden Euro unterstützt werden, kündigte der Vizekanzler am Dienstag in München an. "Wir wollen, dass diese jungen, innovativen Unternehmen für unser Land erhalten bleiben", sagte er. Lesen Sie hier warum Start-ups doppelt von der Krise getroffen werden.

- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält belastbare Aussagen zum Trend der Neuinfektionen in Deutschland in der nächsten Woche für möglich. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das schwer, sagt Spahn mit Blick auf die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit. Zuletzt habe die prozentuale tägliche Steigerung der Infektionen bei zehn Prozent gelegen. Dies ist deutlich unter den Durchschnittszahlen der vergangenen Woche.

15.45 Uhr - Angesichts der Panikkäufe vieler Briten in der Corona-Krise haben die Supermärkte in Großbritannien im März Rekordumsätze verzeichnet: Die Gesamtumsätze im Lebensmittelhandel, einschließlich der Verkäufe in den Geschäften und im Internet, stiegen in den vier Wochen bis zum 22. März um 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Marktforschungsunternehmen Kantar am Dienstag mitteilte. Damit stieg der Umsatz auf den neuen Rekordstand von 10,8 Milliarden Pfund (12,1 Milliarden Euro). Der Alkoholverkauf sei um 22 Prozent gestiegen, während Konserven und Tiefkühlkost zusammen um 28 Prozent zulegten, hieß es in Analyse weiter. Menschen kauften außerdem in Panik Toilettenpapier und lange haltbare Artikel wie beispielsweise Teigwaren.

15.00 Uhr - Die Fluggesellschaften müssen wegen der beispiellosen Verkehrsbeschränkungen mit erheblichen Verlusten rechnen. Der Dachverband IATA schätzte den Nettoverlust im zweiten Quartal dieses Jahres auf 39 Milliarden Dollar (35,6 Milliarden Euro), wie Generalsekretär Alexandre de Juniac am Dienstag in Genf berichtete. Im Vorjahresquartal gab es Gewinne von 7 Milliarden Dollar. Der Flugverkehr ist wegen der Coronavirus-Pandemie weltweit eingebrochen. Mehrere Fluggesellschaften haben den Betrieb vorübergehend ganz eingestellt.

- Die Bundesagentur für Arbeit rechnet im April als Folge der Virus-Krise mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosenzahl. "Wir gehen zur Zeit davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 150.000 bis 200.000 Menschen gestiegen ist", sagte BA-Chef Detlef Scheele in Berlin. Üblich ist im April ein jahreszeitlich bedingter Rückgang der Zahl. Die März-Zahlen der BA bilden die Krise noch nicht ab, weil der Zähltag am 12. März war und damit vor der Verschärfung der Virus-Krise lag.

Laut Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister, haben 470.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet
Fabrizio Bensch/Reuers/POOL/dpa
Laut Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister, haben 470.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet

- Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat für sein neuestes Blutgas-Analysesystem die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Einsatz in der Akutbehandlung erhalten. Das System sei ist ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Covid-19-Erkrankungen, teilte der Konzern am Dienstag in Erlangen mit. Die Analyseergebnisse helfen den Aussagen zufolge bei der Behandlung infizierter Patienten und der Überwachung von Atemnot. Außerdem würden Blutgastests routinemäßig bei Beatmungspatienten durchgeführt. Das System ist unter anderem in Europa seit August vergangenen Jahres auf dem Markt.

14.30 Uhr - Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu.

- Bei der staatlichen KfW-Bank sind bis Montagabend Kreditanträge im Volumen von insgesamt 8,7 Milliarden Euro eingegangen. Sieben Anträge haben ein Kreditvolumen von über 100 Millionen Euro, bei zwölf liegt es zwischen zehn und 100 Millionen Euro, wie die KfW mitteilt. Fast 98 Prozent der insgesamt 1189 Anfragen entfällt auf Anträge im Volumen von weniger als drei Millionen Euro. Mit den Krediten sollen die Betrieben Engpässe wegen der Coronakrise überwinden.

- Die Coronakrise hat die Pläne des Münchner Bausoftware-Anbieters Nemetschek für dieses Jahr durchkreuzt. "Wir hatten uns eigentlich ein Wachstum von zehn Prozent vorgenommen", sagte Vorstandssprecher Axel Kaufmann der Nachrichtenagentur Reuters. "Jetzt sind wir tatsächlich vorsichtig geworden." Nemetschek rechnet nun allenfalls mit einem leichten Wachstum und einem Rückgang der operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) auf 26 Prozent. "Wir sind besser aufgestellt als viele, aber wir sind nicht immun", sagte Kaufmann am Dienstag.

14 Uhr - Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Mit der Anzeige von Kurzarbeit starten die Betriebe das formale Verfahren, damit Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. In einem normalen Monat waren 2019 etwa 1300 derartige Anzeigen eingegangen. Die Anzeigen kämen aus nahezu allen Branchen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte in Berlin, sehr viele kämen aus dem Bereich Gastgewerbe und Handel. "Dadurch behalten Millionen von Beschäftigten ihren Job", sagte Heil.

13.30 Uhr - Hamburg verschiebt die Abiturprüfung um 5 Tage. Die Prüfungen werden somit zeitgleich mit Schleswig-Holstein stattfinden, teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag mit. "Der Beginn der schriftlichen Prüfungen soll wie in Schleswig-Holstein auf den 21. April verschoben werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit zu ermöglichen." Zudem werden mit Rücksicht auf die gesundheitliche Lage drei Mal so viele Nachschreibtermine angeboten. In Niedersachsen wird indes laut "Neuer Presse" bereits das Szenario vorbereitet, die Schule vor den Sommerferien gar nicht wieder zu öffnen.

- Hamburgs Bürger müssen sich wegen der Corona-Pandemie auf eine Verlängerung der Einschränkungen im öffentlichen Leben bis mindestens 19. April einstellen. Die noch bis zum 5. April geltende Allgemeinverfügung werde aller Voraussicht nach überarbeitet und verlängert, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag. "Bis auf weiteres müssen sich aber alle darauf einstellen, dass wir an den Einschränkungen und an den beschlossenen Auflagen festhalten müssen." Tschentscher betonte, bereits vor geraumer Zeit sei verabredet worden, "in der Zeit nach Ostern eine sorgfältige aktuelle Bestandsaufnahme zu machen und auf Grundlage der dann geltenden Einschätzung weitere Beschlüsse zu fassen".

- Wie andere Bundesländer hat nun auch Sachsen seine Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise über Ostern hinaus bis zum 20. April verlängert. Die Einschränkungen seien Teil einer Verordnung, die die Maßnahmen zugleich rechtssicher machen sollten, hieß es nach dem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Dienstag in Dresden.

13.00 Uhr - Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Er hatte dort zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum besucht.

 "Bitte nehmen Sie diese Krankheit ernst": Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, warnt, dass laut einer Studie nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich halten.
Jörg Carstensen/dpa
"Bitte nehmen Sie diese Krankheit ernst": Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, warnt, dass laut einer Studie nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich halten.

12.30 Uhr - Die Zahl der nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus ist in der Schweiz auf 16.176 gestiegen, 701 mehr als am Vortag. 373 Menschen seien bisher an Covid-19 gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

- Bayern will seine Wirtschaft in der Coronakrise mit Staatshilfen von 60 Milliarden Euro stützen. Die Rekordsumme aus einem Beteiligungspaket von 20 Milliarden Euro und einem Bürgschaftspaket von 40 Milliarden Euro entspreche dem Volumen eines kompletten Haushaltsjahres, sagt Ministerpräsident Markus Söder. "Es gibt Staaten in Europa, die größer sind als wir, die nicht diese Summen aufnehmen", meinte Söder nicht ganz uneitel.

- Im Iran ist die Zahl der bestätigten Infektionen binnen 24 Stunden um 3111 auf 44.606 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium im staatlichen Fernsehen mit. Die Zahl der Todesfälle legt um 141 auf 2898 zu.

- Spanien meldet einen Anstieg der Zahl der Infizierten von Montag bis Dienstag auf 94.417 von 85.195. Die Zahl der Toten nahm auf 8189 von 7340 zu, teilte das Gesundheitsministerium mit.

BMW-Werk in Leipzig: BMW schickt 20.000 Mirarbeiter in Kursarbeit
Sebastian Willnow / DPA
BMW-Werk in Leipzig: BMW schickt 20.000 Mirarbeiter in Kursarbeit

11.30 Uhr - Der Autobauer BMW meldet aufgrund seiner Produktionsstopps in Deutschland Kurzarbeit für 20.000 Mitarbeiter an. Betroffen seien im wesentlichen Beschäftigte in den Werken in Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig, erklärt eine Konzernsprecherin. BMW hatte Mitte März angekündigt, die Autoproduktion in Europa bis zum 19. April zu unterbrechen. Auch in den USA ruht die BMW-Produktion, während in China die Fertigung wieder angelaufen ist.

11.00 Uhr - Die Optikerkette Fielmann setzt wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ihre Dividende für 2019 aus. Der Konzern begründet dies am Dienstag mit den zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Absatz, Umsatz und Gewinn. Der für den 9. Juli geplanten Hauptversammlung wolle man die Aussetzung der Dividende zur Sicherung der Liquidität vorschlagen, teilt das Unternehmen mit. Ursprünglich hatte Fielmann seinen Aktionären eine Dividende von 1,95 Euro je Aktie in Aussicht gestellt.

- Der Chef des europäischen Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, sagt der "Financial Times", es würde bis zu drei Jahre dauern, eine neue Institution aufzubauen, die gemeinsame Schuldtitel der Euro-Zone ausgeben würde. Schneller könnte es theoretisch gehen, sollten bestehende Organisationen wie die EU-Förderbank EIB oder der ESM genutzt werden. Frankreich, Italien, Spanien und sechs weitere EU-Länder fordern angesichts der Virus-Krise die Ausgabe gemeinsamer Anleihen, Deutschland und die Niederlande sind aber dagegen.

10.45 Uhr - Autohersteller und Autohändler fordern, die Neuzulassung von Fahrzeugen bundesweit wieder zu ermöglichen. Die Kfz-Zulassungsstellen hätten zum Teil wegen der Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie die Arbeit eingestellt. Das belaste den Autohandel, der zurzeit die Verkaufsstellen geschlossen halten muss, zusätzlich. Die Herstellerverbände VDA und VDIK sowie der Kfz-Gewerbeverband ZDK schlagen vor, Zulassungen gebündelt über Händler zu ermöglichen. Dokumente und Schilder könnten über Schleusen ohne Ansteckungsgefahr ausgetauscht werden.

- 10.30 Uhr - RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, grundsätzlich sei er optimistisch, dass die Maßnahmen wirken. Bis Ostern sollten Aussagen üb er einen Trend möglich sein. Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde. "Ich möchte alle Menschen bitten, diese Krankheit ernst zu nehmen", sagt Wieler weiter. Aus einer Studie gehe hervor, dass nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich hielten. Zugleich weist Wieler darauf hin, dass die Strategie gegen das Coronavirus weiter Bestand habe: Eindämmung, Schutz der besonders gefährdeten Personen, Aufstockung der Kapazitäten. Die Pandemie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate weitergehen, sagt Wieler in Berlin.

10.15 Uhr - Der Verkehr am Frankfurter Flughafen kommt wegen der Coronavirus-Pandemie immer stärker zum Erliegen. In der vergangenen Woche sei die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119.000 gesunken, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag in Frankfurt mit. Das waren noch mal deutlich weniger als noch in der Woche davor, als noch etwas mehr als 331.000 Passagiere abgefertigt wurden.

10.00 Uhr - In der Corona-Krise können in den USA Labore künftig auf der Suche nach dem neuartigen Virus auf bestimmte Testkits des Diagnostikunternehmens Qiagen zurückgreifen. Wie Qiagen am Dienstag mitteilte, bekam das Unternehmen für seinen Qiastat-Dx-Test zum Nachweis von Sars-Cov 2 eine Notfallzulassung von der US-Arzneimittelbehörde FDA. Mit dem Testkit, das auf einem zugehörigen Analysegerät läuft, lasse sich das neuartige Virus innerhalb etwa einer Stunde von 21 anderen Erregern schwerwiegender Atemwegsinfektionen bei Patienten mit ähnlichen Symptomen unterscheiden, heißt es.

09.00 Uhr - Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess will das Geschäftsjahr trotz der Corona-Krise noch nicht völlig abschreiben. Ob der Konzern seine Gewinnziele für 2020 erreiche, sei erst dann wirklich abzuschätzen, wenn die Dauer des "Shutdowns" abzusehen sei, sagte Diess in einem am Dienstag veröffentlichen Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. "Wenn man davon ausgeht, dass man die Krise ähnlich schnell behandelt wie China, dann kann man sicherlich auch mit einem blauen Auge davonkommen", sagte Diess. "Wenn man natürlich davon ausgeht, dass wir hier monatelang einen Shutdown haben, dann wird's schon schwierig."

In China sieht sich VW nach der Lockerung von Einschränkungen für die Wirtschaft wieder auf dem aufsteigenden Ast. "China läuft wieder stark für uns", sagte der Manager. "Wir managen dort den Hochlauf." Auch im restlichen Werksverbund bereite sich VW technisch auf den Wiederanlauf der Produktion vor.

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (Bild Archiv)
Silas Stein/dpa
Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (Bild Archiv)

08.30 Uhr - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert die Bürger dazu auf, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen direkt anzusprechen oder sie notfalls auch der Polizei zu melden. "Steht man beispielsweise in der Schlange im Supermarkt und stellt fest, dass jemand die Sicherheitsabstände nicht einhält, kann man darauf hinweisen, die Regeln einzuhalten", sagt der CSU-Politiker RTL/ntv. Bei schwereren Verstößen sei es richtig, die Polizei zu informieren.

08.15 Uhr - Die Corona-Epidemie kommt die bayrische Wirtschaft nach Prognose des Ifo-Instituts teuer zu stehen. "Schon bei einer Schließung von Firmen über zwei Monate erreichen die Kosten je nach Annahmen zwischen 49 und 94 Milliarden Euro", erklärt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Bei drei Monaten erhöhe sich der Schaden auf 68 bis 138 Milliarden Euro. "Die hohen Kosten des Shutdown zeigen: Es lohnt sich, auch extrem teure zusätzliche Investitionen in Gesundheitsschutz zu tätigen, die es ermöglichen, eine schrittweise Aufhebung des Shutdown mit einer Eindämmung der Epidemie zu verbinden", sagt Fuest.

08.00 Uhr - Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4615 auf 61.913 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge der Covid-19-Erkrankung nahm demnach um 128 auf 583 zu.

- Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält die Nutzung einer Handy-App zur Feststellung von Coronavirus-Kontaktpersonen für denkbar. Dies müsse aber auf Freiwilligkeit beruhen, sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Das Gute sei, dass es in der Bevölkerung eine ganz große Bereitschaft gebe, dies für eine bestimmte Zeit zu tun. Wichtig sei aber, dass der Umgang mit den Daten geklärt werde. Die Daten müssten anonymisiert und später schnell wieder gelöscht werden. Dann könne man die Bereitschaft für eine solche App deutlich steigern.

Bei den US Open in Flushing Meadows (New York City) lieferte nicht nur der Spanier Rafael Nadal (Bild Archiv) sensationelle Spiele ab. Jetzt wird die riesige Tennisanlage zum Krankenhaus mit Volksküche umfunktioniert.

07.15 Uhr - Das Tennis-Mekka wird zum Krankenhaus: Auf dem Gelände der US Open gibt es demnächst 350 temporäre Krankenhausbetten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York. Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von 25 .00 Essenspaketen täglich genutzt werden. Verteilt werden die unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder. Die Umrüstung der Anlage soll heute beginnen, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit). New York ist mit mehr als 38.000 Fällen die Stadt mit den meisten Coronavirus-Infizierten in den USA.

07.00 Uhr - Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will im Kampf gegen die Corona-Krise zusammen mit dem Industriekonzern General Electric (GE) 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen herstellen. Die Produktion soll am 20. April beginnen und mit rund 500 Beschäftigten in drei Schichten fast rund um die Uhr laufen, teilte Ford in der Nacht zu Dienstag mit. Die Unternehmen gehen davon aus, ab Anfang Juli eine Fertigungskapazität von 30.000 Geräten pro Monat zu erreichen.

Ford und GE hatten vor rund einer Woche angekündigt, die Kräfte zu bündeln, um die Produktion dringend zur Bewältigung der Corona-Pandemie benötigter Beatmungsgeräte zu beschleunigen. Zuvor hatten einige Konzerne, darunter auch Fords großer Rivale General Motors (GM), der US-Regierung Hilfe angeboten. Präsident Donald Trump ging es jedoch nicht schnell genug - er wandte am Freitag ein für Kriegszeiten gedachtes Gesetz an, um den Druck auf GM zu erhöhen.

6.30 Uhr - In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163.000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt.

Nicht nur in Italien sondern auch in den USA fehlt es zur intensivmedizinischen Versorgung von Patienten an Beatmungsgeräten
Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa
Nicht nur in Italien sondern auch in den USA fehlt es zur intensivmedizinischen Versorgung von Patienten an Beatmungsgeräten

- Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist weiter keine Ansteckung mit dem Coronavirus nachzuweisen. "Der dritte Test bei Bundeskanzlerin Merkel auf das Coronavirus ist ebenfalls negativ ausgefallen", teilte ein Regierungssprecher mit. "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen." Merkel hatte sich im Zusammenhang mit der Pandemie gegen Pneumokokken impfen lassen, die eine Covid-19-Erkrankung erschweren können. Später stellte sich heraus, dass ihr Arzt mit dem Coronavirus infiziert war. Merkel begab sich daraufhin in häusliche Isolation und führt ihre Amtsgeschäfte seither über Videoschalten und per Telefon.

6 Uhr: Lager-, Liefer- und Einzelhandelsarbeiter in den Vereinigten Staaten gehen auf die Strasse, um auf Sicherheits- und Lohnsorgen infolge der Coronavirus-Krise aufmerksam zu machen. Unter den Streikenden seien einige der rund 200.000 Beschäftigten des US-Online-Lebensmittellieferanten Instacart, wie der Streikveranstalter "Gig Workers Collective" mitteilt, und fünfzehn Mitarbeiter eines Amazon-Lagers nähmen ebenfalls teil, nachdem Berichte über COVID-19-Fälle unter den Mitarbeitern laut wurden. Amazon sagt, es habe einen Mitarbeiter gefeuert, der bei der Organisation der Aktion wegen angeblicher Verstöße gegen seine Beschäftigung geholfen habe und weil er seine bezahlte Quarantäne verlassen habe, um an der Demonstration teilzunehmen. Die New Yorker Generalstaatsanwältin erklärt, ihr Büro erwäge "alle rechtlichen Optionen" als Reaktion auf die Entlassung, sie beruft sich dabei auf das Streikrecht.

- Japans Außenminister Toshimitsu Motegi ruft dazu auf, Reisen in 73 Länder zu unterlassen. Dies entspricht einem Drittel aller Länder der Welt. Das Ministerium veröffentlicht sogenannte "Level 3"-Reisewarnungen unter anderem gegen die Vereinigten Staaten, Kanada, China, Südkorea, Großbritannien. Die Regierung werde wahrscheinlich die Einreise von nicht-japanischen Staatsangehörigen aus den neu hinzugekommenen Ländern verbieten, wie es bei den bisherigen Ländern auf der Liste der Reiserestriktionen bereits der Falle sei, sagte Motegi.

5 Uhr: Das chinesische Festland meldet mit 48 Fällen einen Anstieg der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen, nach 31 einen Tag zuvor. Nach Angaben der Behörden stammen alle 48 Fälle von Einreisenden, womit sich die Gesamtzahl der eingeführten Fälle in China auf 771 beläuft. Insgesamt sind in China 81.518 Infektionen laut Gesundheitskommission registriert. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich zum Ende des Montags um eins auf 3305.

- Die Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundesstaats Australiens, New South Wales (NSW), müssen bei Verlassen ihres Hauses ohne triftigen Grund ab sofort mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen. Die Gesundheitsverordnung, die am späten Montag erlassen wurde, verhängt bei Regel-Verstößen Geldstrafen von bis zu 6779 Dollar (11.000 AUD) oder bis zu sechsmonatige Gefängnisstrafen. Die Regierung in NSW warnt vor verfrühten Hoffnungen nach einer Verlangsamung der Infektionsraten im ganzen Land in den letzten Tagen. "

3 Uhr - Die US-Zimmervermittler Airbnb stellt 250 Millionen Dollar zur Verfügung, um Verluste von Gastgebern auf der ganzen Welt auszugleichen, deren Gäste Buchungen angesichts der Coronavirus-Pandemie storniert haben. Die Hilfe, die Gastgeber 25 Prozent ihrer normalen Stornogebühren erstattet, würde weltweit mit Ausnahme von China angeboten, schreibt Geschäftsführer Brian Chesky in einem Brief an die Vermieter.

- Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat einem Medienbericht zufolge in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für neue Patienten. "Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet", sagt De Meo im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Stand Montag hat Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen. Das Thema sei hochpolitisch. "Der Bund hält sich sehr zurück", sagt De Meo. Auf europäischer Ebene gebe es wenige, "die koordiniert und strukturiert an diesem Thema arbeiten." Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf mindestens 1500 aufzustocken. Stand Montag lagen in den deutschen Klinken des Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation, davon mussten 50 beamtet werden. "Momentan ist es eher so, dass wir andere Patienten, die behandelt werden könnten und sogar müssten, nicht behandeln, weil wir das sogenannte elektive Geschäft zurückgefahren haben, um aufnahmefähig für Covid-Patienten zu sein. Wir haben Kliniken, in denen vielleicht ist noch kein einziger Covid-Patient aufgetaucht, obwohl wir fast die komplette Intensivkapazität vorhalten", sagt De Meo. Aber er will mit Blick auf die Lage in Spanien und Italien vorbereitet sein: "Die Zahl der Fälle in Deutschland könnte sich schlagartig erhöhen".

mit dpa, AFP und reuters

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