Montag, 1. Juni 2020

Coronavirus und die Folgen Infektionen in Italien steigen wieder, England mit meisten Todesfällen in Europa

Mailänder Dom: Zahl der Neuinfektionen in Italien ist wieder deutlich gestiegen
Andrea Warnecke/dpa-tmn
Mailänder Dom: Zahl der Neuinfektionen in Italien ist wieder deutlich gestiegen

  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt laut Robert-Koch-Institut um 933 auf 170.508, die Zahl der Todesopfer um 116 auf 7533.
  • Tesla-Chef Elon Musk will das Werk in Kalifornien trotz Verbot umgehend wieder hochfahren
  • Das Weiße Haus hat nach dem Bekanntwerden von zwei Corona-Infektionen das Tragen von Schutzmasken angeordnet.

19 Uhr: In Italien steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle um 172 (Vortag: 179) auf 30.911, wie der Zivilschutz mitteilt. Die Zahl der festgestellten neuen Infektionen legt um 1402 zu auf 221.216. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag: Am Vortag waren die Infektionen um 744 Fälle gestiegen. Als aktuell erkrankt werden 81.266 (82.488) Personen geführt.

- In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 40.000 Menschen mutmaßlich an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben - so viele wie sonst nirgends in Europa.

16.45 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut senken. Dies sei "sehr wahrscheinlich", sagt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa in einer von der "Financial Times" organisierten Konferenz-Schaltung. "Die einlaufenden Daten vieler Staaten sind schlechter als unsere ohnehin pessimistischen Projektionen." Der IWF werde daher sehr wahrscheinlich im Juni eine neue Prognose veröffentlichen. Diese werde nach gegenwärtigem Stand etwas schlechter ausfallen als bislang.

16.33 Uhr - Die Banken der Euro-Zone könnten von der Coronavirus-Krise deutlich getroffen werden, wie aus Berichten von EU-Vertretern an Regierungen der Mitgliedsländern hervorgeht. Dies gelte für den Fall, wenn die Rezession den Druck auf Kreditnehmer kräftig erhöht. In einer jüngsten Analyse kommen Vertreter der Europäischen Kommission zum Ergebnis, dass "ein Risiko für die finanzielle Stabilität der Eurozone" bestehe. "Die Abwendung eines schweren und dauerhaften Schadens (...) könnte zusätzliche und erhebliche Anstrengungen erfordern." In dem Dokument geht es um die Auswirkungen unbezahlter Kredite und höherer Finanzierungskosten auf die Institute.

14.00 Uhr - Die Corona-Krise ruft laut Finanzaufsicht Bafin zahlreiche Betrüger auf den Plan. Bei der Financial Intelligence Unit (FIU) seien mittlerweile mehrere Tausend Geldwäscheverdachtsanzeigen eingegangen, sagt Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch. "Das zeigt, dass die Systeme funktionieren. Sie springen an und zeigen, dass offensichtlich Missbrauch beabsichtigt wird." So gebe es Betrüger, die etwa versuchten, illegal an Förderkredite zu gelangen.

13.30 Uhr - Vermutlich ein überlastetes Beatmungsgerät hat in einem russischen Krankenhaus ein Feuer ausgelöst und dabei fünf Coronavirus-Patienten getötet. "Die Beatmungsgeräte sind an ihrem Limit. Nach vorläufigen Daten gab es eine Überlastung und die Maschine entzündete sich, was den Brand verursachte", zitiert die Nachrichtenagentur Interfax einen Insider. Das Zivilschutzministerium bestätigte den Tod von Patienten auf einer Intensivstation einer Klinik in St. Petersburg, ohne aber deren Anzahl und Hintergründe zu nennen. Russland gehört zu den Ländern mit den meisten Infektionsfällen. Am Dienstag wurden 10.899 Neuninfektionen gemeldet, die Zahl der Ansteckungen stieg auf 232.243. Russland führt die große Zahl auch auf viele Tests zurück. Die Totenzahl stieg um 107 auf 2116.

Kinder winken bei der Steuben-Parade : Made in Germany ist in der Krise deutlich weniger gefragt. Die deutschen Exporteure erwarten mit ihrem wichtigsten Partner einen massiven Geschfätseinbruch
Chris Melzer/ DPA
Kinder winken bei der Steuben-Parade : Made in Germany ist in der Krise deutlich weniger gefragt. Die deutschen Exporteure erwarten mit ihrem wichtigsten Partner einen massiven Geschfätseinbruch

13.00 Uhr - Die deutschen Exporteure befürchten wegen der Coronakrise einen Rekordeinbruch im Geschäft mit ihrem wichtigsten Kunden USA. "Die deutschen Unternehmen erleben in den USA einen regelrechten Nachfragekollaps", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. "Der Rückgang ist dort viel stärker als in anderen Ländern, nicht zuletzt weil das soziale Sicherungssystem dort relativ schwach ausgeprägt ist." Binnen kurzer Zeit sind mehr als 30 Millionen Amerikaner arbeitslos geworden. "Da wird weniger 'Made in Germany' nachgefragt", so Treier. Der DIHK rechnet deshalb damit, dass die Exporte in die USA 2020 um fast 20 Prozent einbrechen werden. Das wäre ein "nie dagewesener Rückgang". "Reisebeschränkungen und eine restriktive Visa-Vergabe tragen ebenfalls dazu bei." Die USA sind seit Jahren der wichtigste deutsche Kunde vor Frankreich und China. 2019 wurden Waren im Wert von 118,7 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten exportiert. Im ersten Quartal 2020 sanken die Ausfuhren dorthin laut Statistisches Bundesamtes um 1,1 Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro. Bei den Exporten nach China rechnet der DIHK fürs laufende Jahr mit einem Rückgang um rund 10 Prozent.

12.30 Uhr - Die kriselnde Elektronikhandelsholding Ceconomy hat sich in der Corona-Krise endgültig staatliche Hilfe gesichert. Nach der Zustimmung der Bundesregierung zur Beteiligung der staatlichen Förderbank KfW an einer Kreditlinie in Höhe von 1,7 Milliarden Euro habe Ceconomy auch grünes Licht von einem Banken-Konsortium erhalten, teilte der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn mit. Der Kreditvertrag sei abgeschlossen und umfasse eine Zusage der KfW in Höhe von 1,36 Milliarden Euro sowie Kreditzusagen des Bankenkonsortiums in Höhe von 340 Millionen Euro. Die Laufzeit der neuen Kreditlinie sei bis Dezember 2021 mit einer einjährigen Verlängerungsoption nach Ermessen der KfW festgelegt worden, hieß es weiter. Für die Dauer der Kreditlinie kann Ceconomy keine Dividenden zahlen.

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Der Online-Handel fasst nach der Corona-Delle wieder Tritt
Rolf Vennenbernd/dpa
Der Online-Handel fasst nach der Corona-Delle wieder Tritt

Eine Corona-Spendengala mit zahlreichen US-Stars hat 115 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) für Bedürftige in New York eingebracht. Das sei ein "großartiger Tag für New York", sagte die Schauspielerin Tina Fey, die die Gala am Montag moderierte. Das Geld soll an Wohltätigkeitsorganisationen fließen, die Betroffenen in der Pandemie helfen. An der Spendengala beteiligten sich berühmte Musiker wie Mariah Carey, Bon Jovi, Sting und Billy Joel.

12.00 Uhr - Die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines plant wegen der Corona-Krise eine deutliche Verkleinerung. Die Flotte solle um 30 Prozent schrumpfen, die Beschäftigung um ein Viertel reduziert werden, kündigte die Airline an. Damit sollten die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau sinken. Brussels verhandelt mit der belgischen Regierung über staatliche Finanzhilfe. Die Lufthansa-Tochter erklärte, sie brauche sowohl vom Staat als auch vom Mutterkonzern Hilfe.

11.30 Uhr - Die deutschen Onlinehändler haben im April den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt liege der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte 6,82 Milliarden Euro, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit. Allerdings hätten noch nicht alle Bereiche die Einbußen wettmachen können. Nimmt man März und April zusammen, so liege der Umsatz mit Bekleidung noch um fast neun Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, mit Schuhen gut elf Prozent. In dem Zeitraum habe sich allerdings der Umsatz mit Lebensmitteln verdoppelt und das Geschäft mit Medikamenten sei um 87 Prozent angezogen. Essenslieferdienste hatten derweil zu kämpfen.

11.00 Uhr - In der stark von der Corona-Pandemie betroffenen Stadt Sonneberg in Thüringen ist ein Massentest gestartet. Ein Team solle insgesamt Abstriche von etwa 600 Beschäftigten des Gesundheitscampus nehmen, sagte der Sprecher des Landratsamtes, Michael Volk, am Dienstag. Der Gesundheitscampus gilt als Schwerpunkt des aktuellen Ausbruchs in der Stadt. Begonnen habe die Aktion schon am Vortag bei 180 Beschäftigten des dortigen Krankenhauses. Den Angaben nach wird in etwa zwei Tagen mit den Ergebnissen gerechnet.

Sonneberg zählt knapp 24.000 Einwohner und ist Sitz des gleichnamigen Kreises. Der gilt aktuell als einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie in Deutschland. Die Infektionsrate lag hier zuletzt bei mehr als 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

- Der Anstieg der vieldiskutierten Reproduktionszahl in den vergangenen Tagen ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) auch auf einzelne Ausbrüche zurückzuführen. "Die jüngsten Ausbrüche etwa in Schlachthöfen haben die Reproduktionszahl angehoben", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. Schaade betonte erneut, dass dieser Wert "nur ein Parameter" sei, um die Dynamik der Corona-Übertragung zu beurteilen. Seit Samstag lag die sogenannte Reproduktionszahl in Deutschland wieder über eins, nachdem sie zuvor bis Freitag unter diese kritische Marke gesunken war. Das RKI schätzte die jüngste Reproduktionszahl auf 1,07. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung im Schnitt mit dem Erreger ansteckt.

10.30 Uhr - Ein Behelfskrankenhaus für Coronavirus-Patienten im New Yorker Central Park wird wegen rückläufiger Patientenzahlen wieder abgebaut. Die US-Hilfsorganisation Samaritan's Purse begann am Montag mit dem Abbau der Zelte. Die christliche Organisation hatte das Behelfskrankenhaus mit 68 Betten Ende März aufgebaut, um die New Yorker Krankenhäuser in der Coronavirus-Pandemie zu entlasten. Der letzte von 190 Patienten wurde nach Angaben einer Sprecherin am 5. Mai entlassen.

10.00 Uhr - Die spanische Regierung ordnet eine zweiwöchige Quarantäne für alle Menschen an, die ab dem 15. Mai ins Land kommen. Die Einreisenden dürften nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arztbesuchen und im Falle einer "Notlage" aus dem Haus, heißt es in einer amtlichen Anordnung. Die Quarantäne gelte für alle Menschen, die zwischen dem 15. und dem bislang geplanten Ende des Ausnahmezustands am 24. Mai nach Spanien kommen.

- Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat die für sein Bundesland geltende generelle Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland vorläufig gekippt. Das entschied das Gericht nach eigenen Angaben vom Dienstag in einem Eilverfahren zu einem vom Besitzer eines Ferienhauses in Schweden angestrengten Normenkontrollverfahren. Die weltweiten Corona-Fallzahlen ließen nicht zu, Einreisende pauschal als krankheitsverdächtig anzusehen. Damit fehle aber die Grundlage für den Erlass der Rechtsverordnung.

Laut Infektionsschutzgesetz komme die Anordnung einer Quarantäne durch Rechtsverordnungen lediglich für Erkrankte, Krankheits- und Ansteckungsverdächtige sowie Virusträger in Frage, erklärten die Richter in dem unanfechtbaren Beschluss. Weitergehende Regelungen, die weitere Kreise der Bevölkerung wie etwa Einreisende pauschal einer Isolierung aussetzten, müssten wegen der damit verbundenen Freiheitsbeschränkungen dagegen zwingend durch ein eigenes Gesetz geregelt werden. Dieses sei Aufgabe des Landtags als Gesetzgeber.

09.30 Uhr - Der irische Billigflieger Ryanair will sein in der Corona-Krise weitgehend eingestelltes Angebot im Sommer wieder deutlich ausweiten. Vom 1. Juli an sollten pro Tag nahezu tausend Flüge stattfinden, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag mit. Das entspricht rund 40 Prozent des ursprünglichen Angebots von Ryanair. Mit den knapp tausend Flügen sollen dem Unternehmen zufolge 90 Prozent der Strecken der Fluglinie bedient werden. Zugleich teilte Ryanair mit, dass sowohl Besatzung als auch Passagiere Gesichtsmasken tragen und sich Temperaturkontrollen unterziehen müssten.

08.30 Uhr - Die Virus-Ansteckungsrate liegt in Großbritannien nach Angaben von Gesundheitsminister Matt Hancock mittlerweile unter dem kritischen Wert von 1,0. Sie bewege sich im mittleren Bereich der Spanne von 0,5 bis 0,9. Das heißt, dass rein rechnerisch ein Corona-Infizierter im Schnitt weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

- Trotz anhaltender Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie löst sich Frankreichs Wirtschaft der Notenbank zufolge allmählich aus der Schockstarre. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone arbeitete im April 27 Prozent unter dem normalen Niveau, nach einem Minus von 32 Prozent in der zweiten März-Hälfte, wie die Banque de France am Dienstag mitteilte. Die Geschäftsaktivitäten in der Industrie lagen demnach 37 Prozent unter dem üblichen Level, nach 48 Prozent im März. Auch die Dienstleister hätten wieder etwas Fahrt aufgenommen.

Im Zuge der jüngsten Lockerungen durften viele Geschäfte am Montag in Frankreich erstmals seit rund acht Wochen wieder öffnen. Die Bank von Frankreich errechnete anders als sonst aus ihrer Umfrage unter 8500 Firmen wegen der Corona-Krise keine Konjunkturprognose für das Quartal. Die EU-Kommission sagt der französischen Wirtschaft für 2020 ein Schrumpfen von 8,2 Prozent voraus.

08.00 Uhr - Zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ihre Empfehlungen für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir ausgeweitet. Remdesivir könne nun zusätzlich bei bestimmten stationären Patienten angewandt werden, die nicht auf Beatmungsgeräte angewiesen seien, teilte die EMA am Montag mit. Eine klinische Studie aus den USA hatte darauf hingewiesen, dass die Verabreichung bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen könnte. Den ersten Ergebnissen zufolge führte das Medikament allerdings nur zu einer geringfügig niedrigeren Sterblichkeitsrate. Auch fehlen noch gesicherte Angaben zu Nebenwirkungen und dazu, welche Patienten am ehesten von einer Behandlung profitieren könnten.

Trumps Todesuhr: Der Filmemachers Eugene Jarecki will mit der Uhr auf die Fehler des US-Präsidenten in der Corona-Krise aufmerksam machen
imago images/UPI Photo
Trumps Todesuhr: Der Filmemachers Eugene Jarecki will mit der Uhr auf die Fehler des US-Präsidenten in der Corona-Krise aufmerksam machen

07.00 Uhr - Eine neue Leuchttafel am New Yorker Times Square zeigt die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Präsident Donald Trump durch eine verfehlte Politik verantwortlich sein soll. Die "Trump-Todesuhr" beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der Todesopfer in den USA auf das Konto des Präsidenten gehen. Bis Montag zeigte die Installation des preisgekrönten Filmemachers Eugene Jarecki 48.000 Tote an - bei insgesamt mehr als 80.000 Todesopfern in den USA. Jarecki erklärte, ebenso wie die Namen an Gedenkstätten für gefallene Soldaten erfülle die "Quantifizierung" der Menschenleben, die durch Trumps verzögerte Reaktion auf die Pandemie verloren worden seien, eine "wesentliche öffentliche Funktion". Trump wird vorgeworfen, zu spät auf die Ausbreitung des neuartigen Virus reagiert zu haben. Die USA sind inzwischen das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

05.00 Uhr - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 170.508, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt binnen 24 Stunden um 116 auf 7533.

04.00 Uhr - Los Angeles will seine Strände nach fast zweimonatiger Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie wieder für Besucher öffnen. Ab Mittwoch (13. Mai) sollen die Strände für sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen oder Joggen, wieder zugänglich sein, teilte der Bezirk Los Angeles am Montag auf Twitter mit. Dabei müssen die Menschen aber voneinander Abstand halten und außerhalb des Wassers eine Schutzmaske tragen. Sonnenbaden und Strandzubehör, wie Sonnenschirme und Liegestühle, sind nicht erlaubt.

US-Präsident Donald Trump hat eine Maskenpflicht für das Weiße Haus angeordnet. Nur Trump trägt keine, da er ja niemandem zu nahe komme
Patrick Semansky/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump hat eine Maskenpflicht für das Weiße Haus angeordnet. Nur Trump trägt keine, da er ja niemandem zu nahe komme

03.00 Uhr - Nach dem Bekanntwerden von zwei Corona-Infektionen bei US-Regierungsmitarbeitern ist das Tragen von Gesichtsmasken nun im Weißen Haus vorgeschrieben. Er habe das angeordnet, sagte US-Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit). Dies gilt für alle öffentlichen Bereiche der Regierungszentrale, jedoch nicht für die Büros, wie mehrere US-Medien am Montag übereinstimmend unter Berufung auf eine interne Dienstanweisung berichteten. Die Maßnahme soll dabei helfen, eine weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus im Weißen Haus zu verhindern. Trump erklärte allerdings, er selbst werde keine Maske tragen. Er komme niemandem so nahe, dass dies nötig wäre, sagte Trump vor Journalisten.

02.00 Uhr - Tesla-Chef Elon Musk will das Hauptwerk in Kalifornien umgehend wieder hochfahren und eskaliert damit seinen Streit mit den Behörden um Corona-Einschränkungen. Er werde selbst an der Produktionslinie sein, schrieb Musk am Montag bei Twitter. "Wenn jemand festgenommen wird, werde ich darum bitten, dass es nur ich bin." Im Alameda County, in dem sich das Tesla-Werk in Fremont befindet, gelten weiterhin Ausgehbeschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Tesla hatte am Wochenende eine Klage dagegen eingereicht - und Musk hatte gedroht, den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers von Kalifornien zum Beispiel nach Texas oder Nevada zu verlegen.

01.00 Uhr - Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat damit begonnen, in seinem Netzwerk verbreitete Falschinformationen und Verschwörungstheorien zum Coronavirus mit Warnhinweisen zu versehen. "Irreführende" und "umstrittene" Botschaften zu der Pandemie würden gekennzeichnet, teilten die Twitter-Manager Yoel Roth und Nick Pickles am Montag in einem Internetbeitrag mit. Bei der Identifizierung solcher fragwürdigen und mutmaßlich schädlichen Inhalte arbeite Twitter mit "vertrauenswürdigen Partnern" zusammen, hieß es in der Mitteilung, ohne dass diese Partner genannt wurden. Das Unternehmen entwickle zugleich die Instrumente fort, die dafür sorgen sollten, dass die Nutzer "glaubwürdige und authentische" Informationen auf Twitter fänden.

00.00 Uhr - Die Temperaturmessungen bei Passagieren an den US-Flughäfen zu Beginn der Corona-Pandemie waren nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde CDC wirkungslos, da Menschen das Virus weiterverbreiten können, ohne selbst Symptome wie eine erhöhte Körpertemperatur zu haben. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der CDC hervor. Die USA hatten am 3. Februar begonnen, bei aus China kommenden Fluggästen die Temperatur zu messen und sie nach möglichen Symptomen zu befragen. Später wurde der Schritt auf Einreisende aus dem Iran ausgeweitet.

Mit Nachrichtenagenturen

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