Montag, 30. März 2020

Kampf gegen das Coronavirus Frankreich begrenzt Spaziergänge und Sport auf eine Stunde am Tag

Soldat am Eiffelturm: Frankreich schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter massiv ein

Die Olympischen Sommerspiele sollen offenbar auf das kommende Jahr verschoben werden. Die Bundesregierung hat ein historisches Rettungsprogramm beschlossen. Der US-Senat dagegen kann sich vorerst nicht auf ein umfassendes Hilfspaket für die Wirtschaft einigen. Lesen Sie die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht sich in der Corona-Krise gegen gemeinsame europäische Anleihen aus.
  • Die Bundesregierung hat mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa bislang rund 120.000 im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt.
  • Ein erster Coronavirus-Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen.
  • Das Bundeskabinett hat am Montag einen Schutzschirm für die Wirtschaft und einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro beschlossen, mit dem die Schuldenbremse des Grundgesetzes ausgesetzt wird. In einem Schnellverfahren soll das Paket am Mittwoch vom Bundestag und am Freitag vom Bundesrat gebilligt werden.
  • Der Autozulieferer Leoni will Staatshilfe beantragen und die Deutsche Bank schließt 200 ihrer mehr als 500 Filialen insgesamt für den Kundenverkehr.

21.30 Uhr - Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. So würden etwa Straßenmärkte weitgehend geschlossen sowie Sport und Spaziergänge mit Kindern weiter eingeschränkt, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Montagabend an. Die Regeln gelten in ganz Frankreich seit vergangenem Dienstag und waren ursprünglich für 15 Tage angesetzt.

Künftig werden Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken. In Kleinstädten könne es Ausnahmen bei den Straßenmärkten geben.

20.30 Uhr - In Frankreich soll das Malaria-Mittel Chloroquin nur bei schweren Formen von Covid-19-Erkrankungen zum Einsatz kommen. Der Hohe Rat für Öffentliche Gesundheit empfehle, Chloroquin nur nach einer gemeinsamen Entscheidung von Ärzten und unter strenger medizinischer Aufsicht bei schweren Fällen zu verwenden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend mit. Eine Verwendung bei nicht schweren Verläufen sei derzeit ausgeschlossen. Das Medikament wird auch in anderen Ländern gegen Corona-Erkrankungen getestet. Die Zahl der Todesfälle ist um 28 Prozent auf 860 gestiegen, die der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um rund 20 Prozent auf 19.856.

19.50 Uhr - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht sich gegen gemeinsame europäische Anleihen im Kampf gegen die Auswirkungen der Pandemie aus. "Wir sind alle entschlossen, in Europa eine Neuauflage der Staatsschuldenkrise, wo immer möglich, zu verhindern", sagt er dem "Handelsblatt". Derzeit werde darüber gesprochen, welche Instrumente in Frage kämen. Mit dem Rettungsschirm der EZB und den in Deutschland beschlossenen Maßnahmen sei ein starkes Signal für die Stabilität der Gemeinschaftswährung gegeben worden. "Die Debatte um Euro-Bonds ist eine Gespensterdebatte."

Kapitol-Gebäude in Washington: Ein umfassendes Hilfspaket zur Stärkung der US-Wirtschaft in der Virus-Krise ist im Senat vorerst gescheitert.
Jon Elswick/DPA
Kapitol-Gebäude in Washington: Ein umfassendes Hilfspaket zur Stärkung der US-Wirtschaft in der Virus-Krise ist im Senat vorerst gescheitert.

19.30 Uhr - Ein umfassendes Hilfspaket zur Stärkung der US-Wirtschaft in der Virus-Krise ist im Senat vorerst gescheitert. In der von den Republikanern dominierten Kongresskammer kommen die zur Verabschiedung notwendigen 60 Stimmen nicht zusammen. Die Republikaner von Präsident Donald Trump werfen den Demokraten politische Spielereien mitten in einer nationalen Notsituation vor. Die Demokraten kritisieren, dass das Hilfspaket zu wenig Gelder für Krankenhäuser enthält.

- Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will die Olympischen Sommerspiele in Japan laut einem Zeitungsbericht nun doch verschieben. Dies sei auf Basis der vorliegenden Informationen entschieden worden, sagt das kanadische IOC-Mitglied Dick Pound einem Bericht von "USA Today" zufolge. Wahrscheinlich würden die eigentlich für Ende Juli bis Anfang August geplanten Spiele im kommenden Jahr nachgeholt. Pound war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In Friedenszeiten sind die Spiele noch nie verschoben worden.

18.50 Uhr - Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschleunigt sich die Ausbreitung des Coronavirus, das nach offiziellen Statistiken inzwischen weltweit mehr als 300.000 Menschen infiziert hat. Vom ersten bekannten Fall bis zu 100.000 Fällen habe es 67 Tage gedauert, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bis zum Stand von 200.000 Fällen seien elf Tage vergangen und bis zum Stand von 300.000 Fällen gerade einmal vier Tage. Die WHO fordert neben Ausgangsbeschränkungen verstärkt Tests, die Isolierung von Kranken und die Identifizierung von Kontaktpersonen. In Deutschland machten Wissenschaftler ganz leichte Hoffnung: So steige die Zahl der Infizierten hierzulande langsamer, hieß es am Montag.

- Die G20-Finanzminister und -Notenbankchefs wollen angesichts der Pandemie einen gemeinsamen Aktionsplan erarbeiten, teilte am Montag Saudi-Arabien mit, das derzeit der Gruppe der 20 größten Industrie- und Schwellenländer vorsitzt.

18.30 Uhr - Die EU-Finanzminister haben förmlich dem Vorschlag der Brüsseler Kommission zugestimmt, die Defizit- und Schuldenregeln der Gemeinschaft auszusetzen. Eigentlich sind die Regierungen verpflichtet, einen ausgeglichenen Haushalt oder Überschüsse anzustreben und ihre Schuldenlast auf unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. Doch angesichts der Pandemie wollen sich die Staaten mehr Spielraum im Kampf gegen die drohende Rezession verschaffen.

- In Italien ist die Zahl der Todesfälle unter Covid-19-Patienten um 602 auf 6078 gestiegen. Das ist zwar ein Plus von elf Prozent, in absoluten Zahlen aber der geringste Zuwachs seit Donnerstag, wie die Zivilschutzbehörde am Montagabend mitteilte. Die Zahl der bekannten Infektionen wuchs demnach um acht Prozent auf mehr als 63.900.

Angela Merkel: Ein erster Coronavirus-Test bei der Bundeskanzlerin ist negativ ausgefallen.
Clemens Bilan / Pool / Getty Images
Angela Merkel: Ein erster Coronavirus-Test bei der Bundeskanzlerin ist negativ ausgefallen.

18.15 Uhr - Die Weltbank steht nach eigenen Angaben bereit, die Entwicklungsländer in der Virus-Krise in den kommenden 15 Monaten mit 150 Milliarden Dollar zu unterstützen. Weltbank-Präsident David Malpass fordert zudem die 20 führenden Industrieländer (G20) auf, den ärmsten Ländern der Welt die Aussetzung aller zwischenstaatlichen Schulden-Zahlungen zu erlauben.

- Die britische Notenbank und die großen Geldhäuser Lloyds, Natwest, Barclays, Virgin Money, HSBC und Santander sowie der Branchenverband UK Finance veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung. Darin heißt es, die Banken des Landes seien gut aufgestellt, um die britische Wirtschaft in der Virus-Krise weiter zu unterstützen. Die Notenbank und die großen Häuser stünden bereit, Unternehmen und Privathaushalten durch diese schwierige Zeit hindurch zu helfen.

- 17.50 Uhr - Die Anwälte von Wikileaks-Gründer Julian Assange wollen für ihren Mandanten wegen der Pandemie eine Freilassung auf Kaution erwirken. Grund sei das Risiko, dass sich Assange im Gefängnis mit dem Coronavirus infiziert. Assange sitzt in London in Haft.

17.45 Uhr - Das Bundeswirtschaftsministerium widerspricht der Darstellung des Digitalverbands Bitkom, wonach das Ministerium bereits ein Rettungspaket für Start-ups in Aussicht gestellt habe. Die Bundesregierung habe "kein entsprechendes Paket angekündigt", betont das Ministerium. Die "heute beschlossenen Soforthilfen für Kleinstunternehmen gelten natürlich auch für Startups, die die Voraussetzungen erfüllen".

16.50 Uhr - Ein erster Coronavirus-Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen. Dies teilt ein Regierungssprecher mit. Weitere Tests würden folgen. Merkel hatte sich am Sonntag in häusliche Quarantäne begeben. Grund für die Vorsichtsmaßnahme war, dass sie am Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, wurde später positiv auf das Virus getestet. "Der Bundeskanzlerin geht es gut", sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert. Merkel könne auch in häuslicher Quarantäne ihre Dienstgeschäfte in vollem Umfang ausführen.

16.30 Uhr - Die Zahl der Todesopfer in der besonders stark von der Pandemie betroffenen Lombardei ist Insidern zufolge binnen eines Tages um rund 320 auf mehr als 3770 gestiegen. Mit mehr als 1550 neu gemeldeten Patienten wuchs die Zahl der bekannten Erkrankungen auf rund 28.760, wie eine mit den Daten vertraute Person am Montag sagt. Bei beiden Statistiken ist eine leichte Verbesserung im Vergleich zu Sonntag (361 Tote und 1691 neue Fälle) zu erkennen.

15.50 Uhr - Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa bislang rund 120.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. "Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung", sagte Außenminister Heiko Maas . Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200.000 Deutsche im Ausland gehe. Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas (SPD) hatte deswegen vergangenen Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt.

Deutsche Touristen auf dem Flughafen von Manila (Philippinen) vor ihrer Heimkehr nach Deutschland - sie sind sichtlich erleichtert.
Alejandro Ernesto//Alejandro Ernesto/DPA
Deutsche Touristen auf dem Flughafen von Manila (Philippinen) vor ihrer Heimkehr nach Deutschland - sie sind sichtlich erleichtert.

- Der Digitalverband Bitkom fordert von der Politik gezielte, auf junge, innovative Technologie-Firmen zugeschnittene Hilfen. "Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Startups haben in aller Regel keine Rücklagen, viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen." Bitkom begrüßt zugleich das vom Bundeswirtschaftsministerium bereits angekündigte Rettungspaket für Startups.

- Eine Rekordzahl von Schweizer Unternehmen will staatliche Hilfe zur Bewältigung der Coronavirus-Krise. Im März hätten 21.000 Firmen Kurzarbeit für insgesamt 315.000 Angestellte beantragt. Diese Zahl dürfte in den nächsten Tagen weiter zunehmen. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatten 5000 Unternehmen für 92.000 Arbeitnehmer eine Entschädigung beantragt.

15.20 Uhr - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ruft Automobilwirtschaft und Maschinenbauer im Südwesten auf, bei der Versorgung mit medizinischen Produkten mitzuhelfen. Nach einem Brief, aus dem die "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" zitieren, bittet Kretschmann die Unternehmen, einen Beitrag zur Produktion von Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken zu leisten. Einzelne Autobauer wie Volkswagen haben hier bereits Unterstützung zugesagt.

15.00 Uhr - Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines verlängert ihren Flugstopp wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen bis Mitte April. Bis zum 19. April sei der reguläre Flugbetrieb eingestellt, teilt die Airline mit. Flüge zur Rückholung von Urlaubern fänden aber weiterhin statt. Am Montag starteten zwei Maschinen nach Mexiko, Kuba und in die Dominikanische Republik. Austrian Airlines hatte vergangene Woche angekündigt, alle Flüge komplett einzustellen. Der Flugstopp sollte zunächst bis 28. März dauern. Alle rund 7000 Beschäftigten der Fluggesellschaft gehen bis 19. April in Kurzarbeit, teilte das Unternehmen am Montag weiter mit.

14.30 Uhr - Die amerikanische Notenbank Fed stemmt sich mit aller Macht gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Nach starken Zinssenkungen und einem großen Anleihekaufprogramm kündigte sie am Montag in Washington weitere Maßnahmen an. Zum einen erklärt sie sich bereit, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen, soweit dies für das ordnungsgemäße Funktionieren von Finanzmärkten und Geldpolitik erforderlich ist. Darüber hinaus werden mehrere Kreditprogramme aufgelegt, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Diese Programme sollen einen Umfang von bis zu 300 Milliarden US-Dollar haben. Die Aktienmärkte reagierten positiv auf die Ankündigungen.

US-Notenbank legt großes Krisenpaket auf
Ben Margot/ AP
US-Notenbank legt großes Krisenpaket auf

- Die Ökonomen der Commerzbank rechnen im Frühjahrsquartal mit einem Einbruch der US-Wirtschaft um 8 Prozent. Auf das Jahr hochgerechnet wäre dies ein Minus von 27 Prozent. "Die US-Wirtschaft erlebt gerade eine für Friedenszeiten beispiellose Vollbremsung", schreiben die Experten. Eine Folge davon sei auch kräftiger Jobabbau. "Dies bedeutet, dass die Arbeitslosenquote von zuletzt 3,5 Prozent um acht Prozentpunkte auf 11,5 Prozent steigen würde und damit höher wäre als der bisherige Nachkriegsrekord von 10,8 Prozent Ende 1982." Damit wären laut Commerzbank 19 Millionen Menschen arbeitslos - ein Anstieg um etwa zwölf Millionen.

- In Erwartung eines reißenden Absatzes des neuen Coronavirus-Schnelltests steigen Anleger bei Danaher ein. Die Aktien der Medizintechnikfirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 10 Prozent. Am Wochenende hatte die US-Gesundheitsbehörde dem Test einer Danaher-Tochter die Zulassung erteilt.

- Bayern beginnt mit der Verteilung von mehr als 800.000 Schutzmasken und 235.000 Flaschen Hand-Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Arztpraxen und andere Einrichtungen. Entsprechende Lieferungen seien im bayerischen Zentrallager angekommen und würden nun vom Technischen Hilfswerk (THW) verteilt, kündigen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml an. Darunter seien 700.000 vom Ministerium gekaufte und 100.000 von BMW aus eigenen Vorräten gespendete Masken.

- Großbritannien erwägt eine Verschärfung von Maßnahmen, sollten die bislang erlassenen keine Wirkung zeigen. Daten sollten Aufschluss darüber geben, ob die Briten die Empfehlungen der Regierung befolgten, soziale Kontakt zu minimieren, sagt ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. "Wenn die Informationen zeigen, dass sie nicht aufgehört haben, dann werden wir weitere Maßnahmen einleiten."

14 Uhr - Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler bleibt trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie bei seinen Dividendenplänen. "Unser Vorschlag für eine Dividende steht, und es gibt keinen Anlass, zu diesem Zeitpunkt etwas zu ändern", sagte Daimler-Vorstandschef Ola Källenius dem "Handelsblatt". Daimler sei mit einer hohen Liquidität solide ausgestattet. Der Fokus liege in den kommenden Wochen nun darauf, diese Situation zu managen und Liquidität zu sichern. Staatshilfen zieht der Dax-Konzern demnach aktuell nicht in Erwägung. "Über einen solchen Schritt haben wir nicht diskutiert", sagte der Schwede. "Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe." Daimler hatte Mitte Februar vorgeschlagen, für das vergangene Jahr eine Dividende von 90 Cent je Aktie zu zahlen - ein Jahr zuvor waren es jedoch noch 3,25 Euro gewesen.

"Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe": Konzernchef Ola Kaellenius will
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"Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe": Konzernchef Ola Kaellenius will

- Als Folge der Produktionsstopps bei vielen Autobauern fährt nun auch der Zulieferer ElringKlinger einen Großteil seiner Produktion herunter. Betroffen seien vor allem die Standorte in Europa und Nordamerika, aber auch die Werke in Indien und Brasilien, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Produktion werde entweder eingeschränkt oder vorübergehend ganz unterbrochen, hieß es. In Deutschland treffe man Vorbereitungen zur Einführung von Kurzarbeit. In China dagegen sei die Produktion wieder angelaufen, auch in anderen Regionen wie etwa Südafrika werde weiter gearbeitet.

13.45 Uhr - In Nordrhein-Westfalen werden mindestens 443 Menschen mit der vom Coronavirus verursachten Lungenerkrankung Covid-19 im Krankenhaus behandelt. Davon seien 146 auf einer Intensivstation, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Von diesen wiederum müssten 121 von einem Beatmungsgerät versorgt werden. Die Zahlen beruhten auf den Angaben von etwa zwei Dritteln der Kliniken im Land, sagte der Minister weiter. In den Kliniken gebe es rund 6100 Intensivbetten.

- Der schwedische Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M ) will in Anbetracht der Coronavirus-Pandemie die Dividendenzahlung für 2019 aussetzen. Demnach soll der Hauptversammlung vorgeschlagen werden, die Zahlung von 9,75 Kronen (rund 0,88 Euro) je Aktie nicht zu veranlassen. Zudem will H&M Teile seiner Produktion auf die Herstellung von Schutzbekleidung für Krankenhäuser umstellen. Die Lieferkette des Unternehmens solle "schnellstmöglich" darauf ausgerichtet werden, "um dabei zu unterstützen, die weitreichenden Effekte der Covid-19-Pandemie anzugehen", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.

Bundeskabinett hat am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen
Sebastian Kahnert / DPA
Bundeskabinett hat am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen

- Die Bundesregierung will notfalls mit staatlichen Beteiligungen verhindern, dass Unternehmen in der Krise zu leichten Opfern von Firmenaufkäufern werden. "Wir sind entschlossen, unseren Unternehmen in dieser Zeit zur Seite zu stehen", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Die Bundesregierung lege es zwar nicht auf staatliche Beteiligungen an. Sie sei dafür aber mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im Volumen von 100 Milliarden Euro gerüstet.

- Die Europäische Union hat vorübergehend ihre Regeln geändert, um auch während der Corona-Krise entscheidungsfähig zu bleiben. Dies teilte der Rat der EU-Länder am Montag in Brüssel mit. Damit soll das Problem gelöst werden, dass die nun üblichen Videokonferenzen der 27 EU-Staaten keine formalen Beschlüsse fassen können. Video- oder Telefonschalten gelten nach EU-Regeln als informell und sind somit nicht beschlussfähig. Deshalb werden nun die Hürden für das schriftliche Verfahren der Entscheidungsfindung gesenkt, das bisher nur einstimmig vereinbart werden konnte. Ein schriftliches Verfahren soll je nach Tragweite der Entscheidung nun auch per einfacher oder qualifizierter Mehrheit eingeleitet werden können.

- Russland will Personen überwachen, die mit Coronavirus-Patienten in Kontakt gekommen sind. Der russische Premierminister Michail Mischustin gibt den Behörden fünf Tage Zeit, um ein System zu entwickeln, wie solche Personen anhand von Geodaten von Mobiltelefonen verfolgt werden können. Dabei würden Menschen Informationen erhalten, wenn sie mit jemandem in Kontakt gekommen sind, der infiziert ist. Die gleichen Informationen würden an spezielle regionale Behördeneinrichtungen weitergeleitet, die zur Bekämpfung der Pandemie aufgebaut wurden. Russlands Präsidialamt bezeichnete die Maßnahme als legal.

13.30 Uhr - Der Luxusmodehersteller Prada hat die Produktion von 80.000 Schutzanzügen und 110.000 Masken für Italiens Gesundheitspersonal aufgenommen. Das Unternehmen teilte am Montag mit, dass der Auftrag seitens der Regierung erteilt wurde. Produziert wird im Werk Prada Montone in der Provinz Perugia.

Der spanische Fußball pausiert bis auf Weiteres. Alle Wettbewerbe werden so lange ausgesetzt, bis die Regierung der Ansicht ist, dass sie "ohne gesundheitliche Risiken" wieder aufgenommen werden können. Diese Entscheidung gaben Fußball- und Ligaverband bekannt. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Mehr als 33.000 Menschen wurden infiziert, über 2180 sind gestorben.

- Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigt an, dass die Soforthilfen für Kleinunternehmen rasch ausgezahlt werden sollen. Kleinbetriebe mit bis zu fünf Beschäftigten sollen 9000 Euro für drei Monate bekommen, die auf einen Schlag ausgezahlt würden. Für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten greift eine Soforthilfe von 15.000 Euro.

13.00 Uhr - Mieter sollen wegen Zahlungsschwierigkeiten als Folge der Virus-Krise ihre Räumlichkeiten nicht verlieren. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch, dass Mietverhältnisse für Wohn- und Gewerberaum nicht aufgrund von Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 gekündigt werden dürfen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibe aber bestehen. Ursprünglich war eine Sechs-Monats-Frist vorgesehen. "Existenziell sind vor allem die eigene Wohnung und die Versorgung mit Strom, Wasser und Kommunikation", sagt Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. "Laufende Verbindlichkeiten können schnell existenzbedrohend werden, wenn Einkünfte fehlen." Auch bei Grundleistungen wie Telefon, Internet sowie Wasser und Strom müssen Unternehmen ihren Kunden deutlich mehr Zeit für Zahlungen geben.

- In Griechenland ist am Montag eine landesweite Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Epidemie in Kraft getreten. In der Hauptstadt Athen waren am Morgen fast keine Menschen auf der Straße.

12.30 Uhr - Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden. Damit die Hilfen rasch ankommen, soll im Schnellverfahren bereits am Mittwoch der Bundestag, am Freitag der Bundesrat den Maßnahmen zustimmen. Hier erfahren Sie die Details.

- Die staatliche Förderbank KfW hat die ersten Notfall-Darlehen für deutsche Unternehmen genehmigt. Die Kredite sollen nun schnellstmöglich durch die Hausbanken an die Firmen, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ausbezahlt werden, teilte die KfW am Montag mit. Schon gleich zu Beginn des Arbeitstages um 8.30 Uhr seien zwei Kredite bewilligt worden in der Kategorie bis zu drei Millionen Euro, fügte ein Sprecher hinzu.

- Weil in der Corona-Krise kaum noch jemand fliegt, hat die Lufthansa massenhaft leere Flugzeuge. Sie werden nun auch am Frankfurter Flughafen geparkt. Dafür wurde extra eine Landebahn gesperrt - ein beispielloser und aufwendiger Vorgang

- Paris verlängert im Kampf gegen das Coronavirus das Verbot von Zusammenkünften am Ufer der Seine sowie mehreren Parks. Die Polizei erklärt, das Verbot gelte, bis die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben würden. Zunächst hatte die Polizei die Parks nur für das Wochenende gesperrt.

Leoni will Staatshilfe beantragen
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Leoni will Staatshilfe beantragen

12 Uhr - Der ohnehin angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für den Umsatz, das Ergebnis und die Kassenlage. Allerdings sei die Höhe der Belastungen derzeit noch nicht vorhersehbar, teilte das SDax -Unternehmen mit. Mit vorübergehenden Werksschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika, Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbaren Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten soll der Fortbestand des Geschäftsbetriebs gesichert werden. Außerdem will Leoni Staatshilfen beantragen, um den finanziellen Spielraum zu erhöhen.

- Der europäische Flugzeugbauer Airbus will ohne Staatshilfe durch die Coronakrise kommen. Stattdessen macht sich der Konzern mit einer zusätzlichen Kreditlinie über zehn Milliarden Euro und einer Streichung der Dividende wetterfest für den drastischen Einbruch der Luftfahrt und drohende Pleiten von Fluggesellschaften.

- Der Triebwerkszulieferer MTU Aero Engines, der zusammen mit Pratt & Whitney einen großen Teil der Motoren für den Airbus-Verkaufsschlager A320/A321 baut, fährt in dieser Woche die Produktion in München und im polnischen Rzeszow nach und nach praktisch auf Null herunter und pausiert dann von Ende März an für drei Wochen ganz. Grund sind Nachschubprobleme.

- Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat Großbritannien den Zugverkehr des Landes unter staatliche Kontrolle gestellt. Der Staat übernehme für mindestens sechs Monate "alle Einnahme- und Kostenrisiken", die bisherigen Verträge mit privaten Betreibern würden vorübergehend ausgesetzt, teilte das Verkehrsministerium in London mit. Damit solle sichergestellt werden, dass inmitten der Corona-Krise Menschen wichtiger Berufsgruppen weiterhin zur Arbeit kämen.

11.45 Uhr - In der Lombardei rufen mehrere Metallgewerkschaften zu einem Streik als Protest gegen die Ausnahmeregeln für Firmen auf, die trotz der Coronavirus-Krise offenbleiben dürfen. Zu viele Betriebe dürften weiterhin produzieren, erklären die drei wichtigsten Gewerkschaften FIOM, FIM und UILM. Das sei eine Gefahr für die Gesundheit der Arbeiter. Details wollen die Gewerkschaften in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Die spanische Vize-Ministerpräsidentin Carmen Calvo ist am Sonntag mit einer Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie warte noch auf das Ergebnis ihres Corona-Tests, hieß es.
REUTERS/Sergio Perez
Die spanische Vize-Ministerpräsidentin Carmen Calvo ist am Sonntag mit einer Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie warte noch auf das Ergebnis ihres Corona-Tests, hieß es.

- Spaniens König Felipe VI. hat der Regierung im Kampf gegen das Corona-Virus seine königliche Garde zur Verfügung gestellt. Der 52-Jährige habe Verteidigungsministerin Margarita Robles in einem Telefonat über die Unterstützung der "Guardia Real" unterrichtet, twitterte das Königshaus. Die Garde umfasst etwa 1500 Männer und Frauen, die normalerweise für den Schutz des Königs und seiner Familie verantwortlich sind. Im besonders schwer von der Krise betroffenen Spanien sind bereits Tausende Soldaten im Einsatz. Die Zahl der an der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Spanien steigt derweil weiter. Das Gesundheitsministerium in Madrid spricht nun von 2182 Toten, bislang waren es 1720. Das Ministerium zählt zudem 33.089 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, das sind 4517 mehr als zuvor.

- Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich für die grenzübergreifende Unterstützung anderer Länder im Kampf gegen das Coronavirus bedankt. "Vielen Dank an unsere europäischen Nachbarn", schrieb Macron am Montag auf Twitter mit Blick auf die Aufnahme-Angebote für französische Notfallpatienten aus der Region Grand Est aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz sowie aus der Schweiz und Luxemburg. "Europäische Solidarität rettet Leben", schrieb Macron.

- Zur Eindämmung des Coronavirus ist die Gemeinde Neustadt am Rennsteig nun unter Quarantäne. Seit Sonntag und für zwei Wochen darf niemand mehr den Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach verlassen. Auch betreten werden dürfe der etwa 900 Bewohner zählende Ort nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen, hieß es. Die Bewohner seien am Sonntagabend via Lautsprecher über die Allgemeinverfügung informiert worden.

11.30 Uhr - Die Ökonomen der Allianz rechnen im zweiten Quartal mit einem globalen Konjunktureinbruch von rund 15 Prozent. Für das gesamte Jahr 2020 erwarte man für die Weltwirtschaft kaum mehr als eine Stagnation, teilt Allianz Research mit. So werde das weltweite Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,8 Prozent zulegen und nicht mehr wie noch zuvor mit 2,4 Prozent veranschlagt. In Deutschland und in der Euro-Zone hingegen dürfte es ein Minus von jeweils 1,8 Prozent geben, sagt Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran. In Italien werde die Wirtschaft sogar um 3,5 Prozent einbrechen. Die globalen Firmenpleiten dürften demnach in diesem Jahr um 13 Prozent nach oben schnellen.

- In der Coronavirus-Krise ist am Montag ein Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW an den Start gegangen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, es komme nun darauf an, den Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen und Liquidität zu sichern. Die Kreditbedingungen seien nochmals verbessert worden. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Millionen Euro sollten weitere Erleichterung für die Wirtschaft schaffen. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen sollten Banken und Sparkassen die Kreditvergabe erleichtern.

- Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga tagt am Dienstag via Schaltkonferenz, um das weitere Vorgehen in der 1. und 2. Bundesliga vorzubereiten. Beschlüsse sind nach dpa-Informationen nicht zu erwarten. Diese sollen - soweit es die Gesamtlage zulässt - bei der außerplanmäßigen Mitgliederversammlung voraussichtlich am 31. März fallen.

11.15 Uhr - Die Zuwachsrate der Infektionsfälle in Deutschland hat sich nach Berechnungen von Wissenschaftlern der Universitäten Regensburg und Mainz seit Mitte März verlangsamt. Nach dem 14. März seien im Schnitt täglich 21 Prozent neue Fälle hinzugekommen, zuvor seien es 27 Prozent gewesen, heißt es in einer Modellrechnung der Wissenschaftler Tobias Hartl, Klaus Wälde und Enzo Weber. Spätestens am kommenden Freitag werde sich auf Grundlage des statistischen Modells sagen lassen, ob die am 13. März nach dem Bund-Länder-Beschluss ergriffenen Maßnahmen Wirkung zeigten. "Gegen Ende der Woche werden wir statistisch gesichert sagen können, ob sich die Eindämmungsmaßnahmen in einer Abflachung der gemessenen Corona-Infektionszahlen niederschlagen", sagt Weber der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir können aber bereits feststellen, dass es eine Abflachung in den Wachstumsraten seit Ende der vorletzten Woche gab, als die Maßnahmen noch gar nicht in Kraft waren."

Die Deutschen Bank schließt vorübergehend 200 Filialen
picture alliance / Markus C. Hurek
Die Deutschen Bank schließt vorübergehend 200 Filialen

11.15 Uhr - Die Deutsche Bank schließt ab Dienstag vorübergehend rund 200 Filialen für den Kundenverkehr. Das teilte die Deutsche Bank am Montag mit. Das Filialnetz soll jedoch weiterhin flächendeckend geöffnet bleiben, jedoch wird die Zahl der in Betrieb befindlichen Filialen bis auf weiteres von bislang mehr als 500 auf rund 290 reduziert. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend geschlossenen Filialen blieben weiterhin zugänglich und Automaten würden mit Bargeld versorgt.

- Die Bundesregierung hat ein riesiges Paket an Wirtschaftshilfen beschlossen, um die Folgen der Corona-Krise einzugrenzen. Das Kabinett gab dafür am Montag grünes Licht. Vorgesehen ist ein Nachtragshaushalt im Volumen von 156 Milliarden Euro. Damit sollen unter anderem Hilfen für Kleinstbetriebe geleistet werden. Hinzu kommen Garantien und Liquiditätshilfen sowie Gelder für mögliche Staatsbeteiligungen in der Krise. Der Bundestag soll dem Paket am Mittwoch zustimmen, der Bundesrat dann am Freitag

- Die Wartungstochter der Lufthansa spürt bereits erste Folgen der Corona-Krise in der Branche, erklärt der Chef von Lufthansa Technik, Johannes Bußmann. "Das volle Ausmaß wird uns erst mit Verzögerung treffen, so dass eine Prognose momentan unmöglich ist." Im vergangenen Jahr erzielte die Lufthansa-Tochter neue Bestwerte bei Umsatz und Ergebnis. Die Erlöse stiegen um 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis legte um elf Prozent auf 493 Millionen Euro zu.

11 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet seit vergangenen Montag aufgrund ausgewerteter Handy-Daten weniger Bewegungen der Menschen in Deutschland. Insgesamt habe die Mobilität abgenommen, aber noch nicht genügend, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Die jetzt neu beschlossenen Regelungen der Bundesregierung werden sich aber auswirken.

- Die EU-Außenminister werden heute in einer Videoschalte über das EU-Türkei-Abkommen und die Lage in Idlib, die Lage im Sahel und die EU-Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie beraten. Danach ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine Videoschalte mit US-Außenminister Mike Pompeo geplant.

Nach Hongkong dürfen nur noch Einwohner einreisen - davon sind auch Transitpassagiere betroffen
Keith Tsuji/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa
Nach Hongkong dürfen nur noch Einwohner einreisen - davon sind auch Transitpassagiere betroffen

- Wegen der Coronavirus-Pandemie verbietet Hongkong allen Menschen, die nicht in der chinesischen Sonderverwaltungszone leben, die Einreise. Das Einreiseverbot trete am Dienstag um Mitternacht in Kraft und gelte mindestens zwei Wochen lang, teilte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam am Montag mit. Den Flughafen der Stadt, der zu den meistgenutzten weltweit zählt, dürfen demnach keine Transitpassagiere mehr nutzen. Die Coronavirus-Pandemie hatte im Dezember in Festlandchina ihren Ausgang genommen. Hongkong blieb aber weitgehend verschont. In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Hongkong allerdings mehr als verdoppelt auf nunmehr 318 Fälle. Dies wird auf das Eintreffen zahlreicher Einheimischer wie auch Ausländer zurückgeführt, die nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa und Nordamerika nach Hongkong gereist waren.

- Die Welthungerhilfe warnt angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus vor drastischen Folgen für Afrika und andere Entwicklungsländer. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). "Damit werden auch Existenzen vernichtet, und die Armut könnte nicht zuletzt wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dort weiter ansteigen", sagte Thieme. Das Virus werde sich vor allem dort verheerend auswirken, wo es ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem gebe.

Shell geht auf Sparkurs |

10.30 Uhr - Die Mineralölkonzerne Total und Shell wappnen sich gegen die Auswirkungen des grassierenden Coronavirus. Beide Konzerne wollen ihre Kosten reduzieren und geplante Aktienrückkaufprogramme aussetzen. Total-Chef Patrick Pouyanne erklärte am Montag, bei einem Ölpreis von 30 Dollar je Barrel würden nun die Investitionen um mehr als drei Milliarden Dollar reduziert. Der Konzern wolle in diesem Jahr 800 Millionen Dollar sparen statt der bisher angekündigte 300 Millionen Dollar. Die britisch-niederländische Shell plant eigenen Angaben zufolge, die Ausgaben um fünf Milliarden Dollar zu senken und die Pläne zum Aktienrückkauf in Höhe von 25 Milliarden Dollar ad acta zu legen, um den jüngsten Ölpreiskollaps zu überstehen.

10.15 Uhr - RKI-Chef Lothar Wieler sagt, er sei optimistisch, dass sich die bislang ergriffenen Maßnahmen bereits bemerkbar machten. Nach Erkenntnissen des Instituts scheint sich das Wachstum der Zahl der Neuinfizierten abzuschwächen. Die verhängten Schutzvorkehrungen müssten allerdings weiterhin konsequent eingehalten werden.

- Der deutsche Aktienmarkt bleibt im Crash-Modus. Der zweitägige Stabilisierungsversuch vor dem Wochenende ist schon wieder Geschichte. Die Sorgen rund um die Folgen der Coronavirus-Pandemie und deren Bekämpfung bleiben akut. Der Leitindex Dax sackte am Montag im frühen Handel um 4,08 Prozent auf 8564,59 Punkte ab.

- Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten noch einmal drastisch angestiegen. Das Land meldete am Montag 127 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf 1812. Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium in Teheran am Montag mit 23.049 an. Das war ein Anstieg um 1411 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Leere Einkaufspassage in Hamburg
Daniel Bockwoldt / dpa
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10 Uhr - Die Bundesregierung will jetzt doch noch kleineren Unternehmen stärker unter die Arme greifen. Aus Parlamentskreisen verlautet, die Schwellenwerte für die Corona-Hilfen seien deutlich gesenkt worden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll nun Unternehmen zur Verfügung stehen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, Umsätze von über 50 Millionen und im Schnitt mehr als 249 Beschäftigte. Am Wochenende hatte die Regierung noch mit einer Bilanzsumme von 160 Millionen Euro, Erlösen von 320 Millionen sowie 2000 Arbeitnehmern geplant. Das hatte zu Kritik geführt, dass zu sehr große Konzerne profitieren würden.

- In Großbritannien übernimmt das Militär die Auslieferung von Schutzausrüstungen für das medizinische Personal. Tag und Nacht würden die Lastwagen der Armee eingesetzt, um Millionen Artikel wie Atemschutzmasken zu verteilen, kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an. Zuvor hatten über 6000 Ärztinnen und Ärzte in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson appelliert, die Versorgung mit Schutzmaterialien zu erhöhen. Ohne würden sie ihr Leben riskieren, sie fühlten sich wie "Kanonenfutter".

- Der Lkw- und Busbauer Traton rechnet angesichts der Coronakrise im laufenden Jahr mit deutlichen Einbußen bei der Geschäftsentwicklung. Aufgrund der weltweit rasant voranschreitenden Ausbreitung der Covid-19-Pandemie und wegen der staatlichen Krisenmaßnahmen sei derzeit eine gesicherte Abschätzung über den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 nicht möglich, teilte die VW -Tochter am Montag in München mit. Bei den Marken Scania und MAN gibt es in Europa Produktionsunterbrechungen, hieß es. Bei MAN wurde zudem für Deutschland Kurzarbeit beantragt. Die Produktion bei der brasilianischen Marke Volkswagen Caminhões e Ônibus läuft derweil weiter.

9.30 Uhr - In Österreich sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3611 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gegenüber Sonntagnachmittag ist die Zahl der Infizierten um 367 gestiegen. Die Zahl der Toten liegt zu Wochenbeginn bei 16. Neun Personen seien bereits wieder genesen. Die meisten positiven Testergebnisse gibt es mit 696 in Oberösterreich, gefolgt von 676 in Tirol. In der Hauptstadt Wien wurden 451 Fälle gezählt.

9 Uhr: Europas Börsen eröffnen erneut mit einem drastischen Minus. Dax Börsen-Chart zeigen und EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen geben in den ersten Minuten rund 4,5 Prozent nach.

- In Deutschland sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge 22.672 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten liegt demnach bei 86. Am Sonntag waren 18.610 Infizierte und 55 Tote gemeldet worden. Das Institut warnte zuletzt, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden seien, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet. "Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2809 genesen", sagt RKI-Chef Lothar Wieler.

- Die US-Universität Johns Hopkins zählt für Deutschland 24.873 Corona-Fälle und 94 Tote.

- Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach Kontakt zu einem positiv getesteten Arzt unter Quarantäne steht, soll per Telefonschalte an der heutigen Sitzung des Bundeskabinetts teilnehmen. Auf der Tagesordnung steht ein Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro, um die deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise zu schützen.

8.30 Uhr: Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. "Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro."

- Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, müssen in Italien seit Montag weitere Teile der Wirtschaft ihre Arbeit stoppen. Die Regierung hatte am Wochenende beschlossen, dass die nicht-lebenswichtige Produktion heruntergefahren werden soll. Allerdings erließ das Kabinett in dem am Sonntag unterschriebenen Dekret auch eine lange Liste von Ausnahmen vom Verbot.

Zugleich keimte in dem besonders hart von der Corona-Welle getroffenen Land erste vorsichtige Hoffnung auf, dass die Sperren wirken: Der Zivilschutz hatte am Sonntagabend zwar immer noch rund 650 neue Tote im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Erreger binnen 24 Stunden gemeldet - doch die Zahl lag unter der am Samstagabend berichteten Zahl von fast 800 Toten. Man hoffe, dass der Anstieg der Gesamtzahlen weiter weniger steil verlaufen werde, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli. Zugleich mahnte er, dass erst die nächsten Tage zeigen würden, ob der Trend wirklich gebrochen sei.

8.15 Uhr: Die Welthungerhilfe hat angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus vor drastischen Folgen für Afrika und andere Entwicklungsländer gewarnt. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die dortigen Infektionszahlen seien gering, "weil es vor Ort kaum Tests gibt". Die Länder, die in den vergangenen Jahren eine Ebola-Epidemie durchmachen mussten, seien besser vorbereitet. Gleichwohl müsse die Hilfe der Industrieländer dringend fortgesetzt werden. Ostafrika erlebt derzeit die schlimmste Heuschreckenplage seit Jahrzehnten.

8 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Alleingang in Bayern bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus als notwendig verteidigt. "Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich", sagte Söder im "Morgenmagazin". Bayern wie auch andere Bundesländer an den Landesgrenzen hätten strengere Maßnahmen ergreifen müssen, da sie "viel mehr Tote und viel mehr Infektionen" zu verzeichnen haben.

- Die Corona-Patienten Tom Hanks und Ehefrau Rita Wilson befinden sich nach eigenen Angaben auf dem Weg der Genesung. "Hey, Leute, zwei Wochen nach unseren ersten Symptomen fühlen wir uns besser", schrieb der US-Schauspieler am Montag in einer Internet-Botschaft.

07.45 Uhr: Die Vereinten Nationen wollen nach Angaben des norwegischen Außenministeriums einen globalen Corona-Fonds auflegen.

7.30 Uhr: Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines legt die Produktion in Europa in den nächsten Wochen weitgehend auf Eis. In München und im polnischen Rzeszow, wo Triebwerke montiert und Triebwerksteile hergestellt werden, werden die Werke in dieser Woche "koordiniert heruntergefahren", von nächster Woche an ruht der Betrieb für voraussichtlich drei Wochen, wie MTU am Montag mitteilte. Grund sind vor allem Nachschubprobleme.

7 Uhr: Der Dax-Konzern Covestro verschiebt seine für den 17. April geplante Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit. Mehrere andere Aktiengesellschaften haben die Aktionärstreffen ebenfalls verschoben.

6.45 Uhr: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will am heutigen Montag die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Produktion in Frankreich und Spanien teilweise wieder starten. Airbus habe neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umgesetzt, teilte das Unternehmen am Montag in Toulouse mit. Deswegen sei die Produktion für vier Tage ausgesetzt worden. Zugleich strich das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr und nahm seinen Dividendenvorschlag zurück.

6.30 Uhr: Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio schließen eine Absage des Sportereignisses aus. Eine Verschiebung sei aber eines von mehreren Szenarien, die in Betracht gezogen würden, sagt der Präsident des Organisationskomitees der Spiele in Tokio, Yoshiro Mori. Man sorge sich hauptsächlich wegen der Folgekosten einer Absage. Zugleich zeigte sich Mori empört gegenüber Vorwürfen, die Organisatoren ordneten die Gesundheit der Teilnehmer anderen Interessen unter.

Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag erstmals Gedankenspiele dieser Art zugelassen und sich selbst einen Vier-Wochen-Zeitraum für die Entscheidung gegeben hatte, sprach auch Japans Premierminister Shinzo Abe von einer Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

Zuvor hatte Kanada als erstes Land mitgeteilt, keine Sportler nach Tokio zu entsenden. Etliche Spitzensportler und Verbände meldeten sich mit eigenen Forderungen, Tokio 2020 abzusagen.

6 Uhr: Ein von der Pekinger Tsinghua-Universität entwickelter Roboter soll ab sofort in einem Krankenhaus in Wuhan eingesetzt werden, um Ultraschallaufnahmen und Mundabstriche zu machen sowie Organtöne von Covid-19-Patienten per Stethoskop abzuhören. Es gebe berechtigte starke Vorbehalte gegen eine Automatisierung in der Medizin, erklärte Professor Zheng Gangtie. "Aber das Virus ist einfach zu ansteckend."

- Im Kampf gegen das Corona-Virus auf den Philippinen sind mindestens drei Ärzte in unterschiedlichen Kliniken der Hauptstadt Manila gestorben. Der südostasiatische Inselstaat hat bisher 380 Patienten mit dem Virus verzeichnet, 25 davon starben.

5.30 Uhr: Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, haben nun auch die US-Bundesstaaten Ohio, Delaware und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun rund 100 Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen verschiedener Bundesstaaten betroffen.

Zuvor hatten bereits die Bundesstaaten Kalifornien, New York, New Jersey, Connecticut und Illinois weitgehende Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Eine landesweite Beschränkung lehnt US-Präsident Donald Trumps Regierung bislang ab. Die Zahl der Infektionen in den USA stieg am Sonntag auf rund 30.000.

- Der US-Senat wird voraussichtlich am Montag erneut über ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen Fluggesellschaften und Transportunternehmen abstimmen. Das Konjunkturpaket, das am Sonntag von den Demokraten abgeblockt wurde, umfasst Finanzhilfen für Unternehmen in Milliardenhöhe. Ein weiteres Programm über 425 Milliarden Euro soll anderen Branchen sowie den Teilstaaten und Kommunen helfen.

5 Uhr: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. "Was die Tests angeht, wird sich die Lage bald entspannen", sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur. Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen. In den USA wurde bereits ein neuer Schnelltest auf Sars-CoV-2 zugelassen. Er soll laut Hersteller Cepheid innerhalb von 45 Minuten eine Infektion nachweisen. Cepheid will die Tests ab kommender Woche ausliefern.

- Der US-Mischkonzern 3M will seine Produktion hochwertiger Atemschutzmasken vom Typ N95 innerhalb eines Jahres auf eine Stückzahl von zwei Milliarden verdoppeln. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie sei die Produktion bereits auf 1,1 Milliarden Masken pro Jahr ausgeweitet worden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Mike Roman am Sonntag.

4 Uhr: Mehrere Automobilkonzerne stellen ihre Produktion in Indien ein. Neben dem größten Autobauer des Landes, Maruti Suzuki India, legen auch Mercedes-Benz, Fiat Chrysler sowie Hyundai Motor und Mahindra & Mahindra ihre Werke in der nördlichen Region Haryana und im westlich gelegenen Maharashtra bis zum 31. März still. Fiat kündigt an, keine Arbeitsplätze zu streichen und weiterhin die Gehälter aller Mitarbeiter zu zahlen. Auch Volkswagen hatte bereits am Sonntag die Produktion am Standort Pune in Maharashtra gestoppt.

3 Uhr: Singapore Airlines kündigt an, fast ihre gesamte Flotte am Boden zu halten. Die Kapazität sei um 96 Prozent reduziert, so das Unternehmen. Das Drehkreuz Singapur ist für Reisende und Transitpassagiere geschlossen.

2.30 Uhr: Saudi-Arabien verhängt als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangsperre. Wie staatliche Medien berichten, gilt diese ab heute Abend für zunächst drei Wochen zwischen 19.00 und 06.00 Uhr.

1.30 Uhr: In Festland-China ist den Behörden zufolge den fünften Tag in Folge keine Neuinfektion gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der aus dem Ausland eingeschleppten Fälle weiter an, wie die Nationale Gesundheitskommission am Montag mitteilt. Von 39 Neuinfektionen gingen alle darauf zurück. Dabei handelt es sich vor allem um chinesische Heimkehrer. Die Zahl der Infektionen in China steigt damit auf 81.093, die Zahl der Todesfälle legt um neun auf 3270 zu.

ak/Nachrichtenagenturen

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