Coronavirus und die Folgen Kurzarbeit kann Rezession erheblich bremsen

Arbeiter im Maschinenbau: In vielen Unternehmen müssen Beschäftigte in diesen Tagen in Kurzarbeit wechseln - das erleichtert den Wiedereinstieg nach der Krise, zeigt eine Studie.

Arbeiter im Maschinenbau: In vielen Unternehmen müssen Beschäftigte in diesen Tagen in Kurzarbeit wechseln - das erleichtert den Wiedereinstieg nach der Krise, zeigt eine Studie.

Foto: imago images

  • Mehr als 200.000 im Ausland gestrandete Deutsche sind wieder zu Hause. 40.000 warten noch auf Hilfe aus Deutschland und ihre Rückreise.
  • Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern.
  • Die Aussichten für das Exportgeschäft der deutschen Autobranche sind laut Ifo-Institut auf den tiefsten Stand seit rund elf Jahren gesunken.
  • Japan will angesichts der Rezessionssorgen wegen der Corona-Pandemie offenbar ein noch größeres Konjunkturpaket schnüren als in der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren.
  • Außenminister Heiko Maas und Finanzminister Olaf Scholz sprechen sich für eine Weiterentwicklung des Euro-Rettungschirms aus.

21.15 Uhr - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus noch länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht gestellt. Zudem stimmte er die Menschen am Montagabend darauf ein, dass das Tragen von Masken in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden dürfte.

"Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu", sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD. Und er fügte hinzu: "Da gehört auch dazu, dass Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren in bestimmten Bereichen wie der Gastronomie sicher noch länger erhalten bleiben." Aber es könne auch "Lichtblicke" geben, wo man sich weiterentwickeln könne. Dieser Weg müsse "in sich schlüssig" sein. Wie dieser Weg aussehen könnte, darüber wollten die Ministerpräsidenten kommende Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, betonte Söder.

20.45 Uhr - Traurige Wegmarke in der Corona-Krise in den USA: Laut Johns-Hopkins-Universität sind in den Vereinigten Staaten inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg demnach bis Montagnachmittag (Ortszeit) auf rund 350.000, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Der oberste Gesundheitsbeamte in den USA, Jerome Adams, hatte die Amerikaner bereits auf einen Anstieg der Todeszahlen eingestimmt. "Dies wird die härteste und traurigste Woche im Leben der meisten Amerikaner sein", sagte Adams am Sonntag dem Sender Fox News. "Dies wird unser Pearl Harbor-Moment sein, unser 9/11-Moment - nur wird es nicht begrenzt auf einzelne Orte, sondern im ganzen Land passieren."

- Der FC Liverpool hat seine Entscheidung revidiert und schickt zahlreiche Mitarbeiter während der Coronavirus-Krise doch nicht in den Zwangsurlaub. Das teilte der Vorsitzende Peter Moore am Montagabend in einer Mitteilung auf der Website mit. Moore entschuldigte sich auch bei den Fans, die die Maßnahmen zuvor scharf kritisiert hatten. "Wir glauben, dass wir letzte Woche zum falschen Schluss gekommen sind", schrieb Moore, "das tut uns wirklich leid."

20.30 Uhr - Durch das Instrument der Kurzarbeit wird der von der Corona-Pandemie verursachte Wirtschaftseinbruch einer Auswertung zufolge fast halbiert. In der am Montag veröffentlichten Vergleichsrechnung von IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) fiel der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland mit Kurzarbeit um rund 45 Prozent geringer aus als in einem Szenario ohne. Dies belege "eindrücklich die Wirksamkeit der Kurzarbeit", sagte der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Das Instrument habe sich bereits während der Finanz- und Wirtschaftskrise bewährt und werde dies auch in der Corona-Krise tun, sagte Brossardt. Der entscheidende positive Effekt sei "das schnellere Hochfahren der Produktion nach der Krise, weil die Unternehmen ihre Belegschaft halten können." In Ländern ohne Kurzarbeit müssten gekündigte Arbeitnehmer nach der Krise erst wieder neu eingestellt werden. "Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld", sagte Brossardt.

Meldungen zwischen 18 Uhr und 20 Uhr

20 Uhr - Der Modekonzern Hugo Boss will vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das abgelaufene Jahr keine Dividende ausschütten. Ein entsprechenden Vorschlag werde der Hauptversammlung vorgelegt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Diese soll am 27. Mai als virtuelle Veranstaltung stattfinden.

- Die norwegische Regierung hat die Verbreitung des neuartiges Coronavirus in ihrem Land nach eigenen Angaben unter Kontrolle gebracht. Neue Zahlen zeigten, dass jede mit dem Virus infizierte Person derzeit wahrscheinlich im Durchschnitt 0,7 andere Menschen damit anstecke, sagte Gesundheitsminister Bent Høie am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Oslo. Vor der Einführung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 habe dieser Wert noch bei 2,5 gelegen. "Das bedeutet, dass man die Corona-Epidemie unter Kontrolle bekommen hat", sagte Høie. Von einer frühzeitigen Abkehr von den Corona-Maßnahmen riet er jedoch ab.

19.15 Uhr - New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich der Vortage, sagte Cuomo am Montag auf seiner täglichen Pressekonferenz. Zudem sei die Zahl der neu in die Krankenhäuser Eingelieferten deutlich zurückgegangen, genauso wie die Zahl der Intubierten. Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten liege nun bei mehr als 130.000.

Cuomo warnte die New Yorker aber davor, nun nachlässig zu werden und das Virus zu unterschätzen. "Es ist nicht die Zeit, um Frisbee mit Deinem Freund im Park zu spielen". Die Schließung aller nicht "lebenswichtigen" Geschäfte und Schulen ließ Cuomo bis Ende April verlängern. Er betonte dabei, dass das Gesundheitssystem "an seiner Kapazitätsgrenze" sei, dies werde in den kommenden Tagen so bleiben. Es könnte auch sein, dass die Zahlen wieder ansteigen werden. Die Situation sei vor allem eine heftige Bürde für das medizinische Personal, das unter heftigem Druck stehe.

- In Deutschland sind rund 100.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Bis Montagnachmittag waren es mehr als 97 800 Infektionen (Vortag Stand 16.15 Uhr: 94.900 Infektionen), wie aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland inzwischen 30.600 Menschen wieder genesen.

19 Uhr - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das von der Virus-Krise schwer getroffene Italien im vergangenen Monat mit umfangreichen Anleihenkäufen unterstützt. Die Währungshüter erwarben im März im Rahmen ihres seit 2015 laufenden Kaufprogramms Schuldtitel der Euro-Länder im Volumen von 33,75 Milliarden Euro. Allein auf italienische Anleihen entfielen rund 35 Prozent. Das ist deutlich mehr als die von der EZB gesetzten Regeln für das Land eigentlich vorsehen. Mit den Käufen halten die Euro-Wächter die Anleiherenditen im Zaum. Damit sorgen sie dafür, dass sich die Euro-Länder weiterhin vergleichsweise günstig am Kapitalmarkt refinanzieren können.

Maschine von Germanwings

Maschine von Germanwings

Foto: Marcel Kusch / dpa

18.30 Uhr - Gewerkschafter und Personalvertreter haben der Lufthansa vorgeworfen, die Corona-Krise für einen rabiaten Konzernumbau nutzen zu wollen. Man gehe davon aus, dass noch in dieser Woche die Schließung der Lufthansa-Tochter Germanwings verkündet werden solle, heißt es in einer Petition, die von Vertretern der Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit unterzeichnet ist. Die rund 1400 Beschäftigten und ihre Familien würden mit Arbeitslosigkeit und dem Entzug ihrer Existenzgrundlage bedroht.

Das Unternehmen bezeichnete die angeblichen Schließungspläne am Montag als "Spekulationen", zu denen es keine Beschlussvorlage des Vorstands gebe. Derzeit würden die Optionen für Germanwings überprüft.

Meldungen zwischen 16 Uhr und 18 Uhr

18 Uhr - Wegen der Zusatzbelastungen in der Corona-Krise sollen Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege mit dem Juli-Gehalt eine Prämie von 1500 Euro bekommen. Für Azubis ist eine Extra-Zahlung von 900 Euro geplant. Teilzeitbeschäftigte sollen eine Prämie entsprechend ihrer tatsächlich geleisteten Stunden erhalten. Darauf haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) laut einer Mitteilung geeinigt. Festgehalten werden solle die Regelung in einem eigenen Tarifvertrag.

- In bestimmten Berufen soll die Arbeitszeit während der Corona-Krise auf bis zu zwölf Stunden am Tag ausgedehnt werden dürfen. Das geht aus dem Entwurf für eine Arbeitszeitverordnung hervor, die das Bundesarbeitsministerium im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium erarbeitet hat, wie das "Handelsblatt" berichtet. Die Regelung ist demnach befristet bis Ende Juni. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen in dieser Zeit auch an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden dürfen.

Genannt werden Mitarbeiter in Branchen, die mit der Herstellung, der Verpackung und dem Einräumen von Waren des täglichen Bedarfs zu tun haben sowie Mitarbeiter in der Arzneimittelbranche, in der Landwirtschaft, in der Energie- und Wasserversorgung, in Apotheken und Sanitätshäusern, Beschäftigte in der Geld- und Werttransportbranche oder im Daten- und Netzwerkmanagement.

17.15 Uhr - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen des in Corona-Krise aufgelegten neuen Anleihekaufprogramms Pepp in der vergangenen Woche Anleihen im Wert von 30,2 Milliarden Euro erworben. Hinzu sind Käufe im Wert von 4,0 Milliarden Euro im Rahmen des bisherigen APP-Programms gekommen, wie die EZB an diesem Montag in Frankfurt mitteilte

Nicht besonders optimistisch: JP-Morgan-Chef Jamie Dimon

Nicht besonders optimistisch: JP-Morgan-Chef Jamie Dimon

Foto: AFP

16.30 Uhr - Die US-Großbank JPMorgan stellt sich wegen der Corona-Pandemie auf einen herben Gewinnrückgang ein, will aber an den Dividenden für die Aktionäre nicht rütteln. Bankchef Jamie Dimon rechnet für die Wirtschaft mit einer schweren Rezession mit Belastungen wie in der weltweiten Finanzkrise 2008. "Unsere Bank kann gegen die Folgen dieser Belastung nicht immun sein", schrieb der Manager in dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht an die Aktionäre. Allerdings sieht er das Geldhaus auch für eine schwere Krise finanziell gut gerüstet.

Angela Merkel

Angela Merkel

Foto: Clemens Bilan / Pool / Getty Images

16.45 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte zu einem Ausstieg aus dem Shutdown, natürlich denke die Bundesregierung "intensiv" darüber nach, wie die Ausgehbeschränkungen schrittweise gelockert werden könnten. Es sei aber nicht angebracht, jetzt schon einen Zeitpunkt dafür zu nennen. Der Schutz der Gesundheit werde aber auf jeden Fall im Vordergrund stehen. Der Ausstieg aus den Auflagen werde mit Sicherheit schrittweise erfolgen.

Meldungen zwischen 14 Uhr und 16 Uhr

15.45 Uhr - Europas größter Versicherer Allianz will seinen Aktionären trotz Corona-Krise und gegen den Rat der europäischen Aufseher eine Dividende für 2019 auszahlen. "Obwohl zu erwarten ist, dass sich das aktuelle Umfeld auch in unseren Ergebnissen niederschlagen wird, bleibt unsere Finanzkraft weiterhin sehr stark", teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. Daher sollen die Anteilseigner bei der Hauptversammlung am 6. Mai wie geplant über eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie abstimmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie findet die Versammlung allerdings ohne persönliche Präsenz der Aktionäre in virtueller Form statt.

15.30 Uhr - Spanien hat Italien als das Land Europas mit den meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus überholt. Insgesamt gab es nach einer am Montagmittag veröffentlichten Auswertung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bislang 130.759 Covid-19-Fälle in Spanien und damit rund 1800 mehr als in Italien. Wie aus den am Montag auf Twitter veröffentlichten Zahlen hervorgeht, löste Spanien Italien bereits am Wochenende als das europäische Land mit den meisten bestätigten Infektionen ab.

14.45 Uhr- In deutschen Krankenhäusern werden nach Angaben der Bundesregierung derzeit 198 Corona-Patienten aus anderen EU-Mitgliedsländern behandelt. Dabei handele es sich um 130 Patienten aus Frankreich, 44 aus Italien und 24 aus den Niederlanden, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin sagte. Zudem habe die Bundesregierung Kenntnis darüber, dass es Zusagen über 58 weitere Plätze in Kliniken gebe.

14.15 Uhr - Die Bundesregierung will mit schnellen Krediten der staatlichen Förderbank KfW eine Pleitewelle im Mittelstand verhindern. Kleine und mittlere Betriebe sollen - je nach Größe - ohne Risikoprüfung und bei 100-prozentiger Staatshaftung Kredite von bis zu 800.000 Euro erhalten können, wie Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts mitteilen. Die Regierung wolle damit sicherstellen, dass diese Betriebe "noch da sind, wenn es wirtschaftlich wieder aufwärtsgeht", sagt Scholz.

- Der mit dem Coronavirus infizierte Regierungschef Großbritanniens, Boris Johnson, hat laut Aussagen eines Sprechers "eine angenehme Nacht" im Krankenhaus verbracht, sei guter Dinge und führe weiterhin die Amtsgeschäfte. Am Vorabend hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, der Premier sei vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, da er noch zehn Tage nach seinem positiven Corona-Befund Symptome aufgewiesen habe.

Meldungen zwischen 12 Uhr und 14 Uhr

13.45 Uhr - Der amtierende Regierungschef Irlands hat sich in der der Corona-Krise wieder als Arzt registriert. Leo Varadkar wolle nunmehr mindestens einen Tag in der Woche in seinem erlernten Beruf arbeiten, um im Kampf gegen das Virus zu helfen. "Er wollte wenigstens einen kleinen Beitrag leisten", sagte ein Regierungssprecher der Zeitung "Independent". Leo Varadkar, nach einem Bericht der "Irish Times" Sohn eines Arztes und einer Krankenschwester, hatte seinen Beruf als Allgemeinmediziner 2013 niedergelegt, um sich der Politik zu widmen. Er wurde damals aus dem Ärzteregister ausgetragen, jetzt ließ er sich "reaktivieren". In Irland sind aktuell rund 5000 Menschen am Coronavirus erkrankt, bisher starben 158 Menschen.

- Einreisende nach Deutschland sollen sich ab Freitag verpflichtend zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen gebe es für Berufspendler, nachweislich wichtige Geschäftstermine und Personen im Güterverkehrssektor, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

13.15 Uhr - Die bayerische Staatsregierung bleibt auch nach der angekündigten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich beim zwischen Bund und Ländern verabredeten Zeitplan: Erst am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. An diesem Zeitplan, auf den sich die Runde zuletzt verständigt hatte, ändere sich nichts, hieß es am Montag in Regierungskreisen.

- Die belgische Lufthansa-Tochter Brussels setzt den Flugbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie länger aus als zunächst geplant. Statt am 20. April solle es nun erst am 15. Mai wieder losgehen. Bis dahin solle nur eine kleine Zahl von Rückholflügen für gestrandete Menschen im Ausland stattfinden. Brussels hofft zugleich, dass von Flugstreichungen betroffene Kunden ihr Geld für stornierte Reisen nicht direkt zurückfordern, sondern sich auf eine Gutscheinlösung einlassen. Sie sollen ihre Tickets bis Ende August auf Flüge bis Ende April 2021 umbuchen können. Dabei sollen sie einen Rabatt von 50 Euro erhalten, wenn der neue Flug noch im laufenden Jahr stattfindet. Die Lufthansa selbst und ihre Töchter Swiss und Austrian haben für ihre Kunden bereits eine ähnliche Regelung eingeführt.

13.00 Uhr - Das hoch verschuldete Frankreich erwartet wegen der Corona-Krise die schlimmste Rezession seit 1945. Die Wirtschaft sei 2009 wegen der damaligen Finanzkrise um 2,9 Prozent geschrumpft, dieser bis dahin schlechteste Wert seit Weltkriegsende dürfte nun übertroffen werden, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire im Pariser Senat. In Frankreich gelten wegen der Covid-19-Pandemie seit rund drei Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen, viele Wirtschaftsbereiche arbeiten nur noch eingeschränkt. Le Maire warb erneut um sein Vorhaben, einen neuen europäischen Solidaritätsfonds zu schaffen.

Innenstadt von Innsbruck

Innenstadt von Innsbruck

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Expa / Erich Spiess / APA / DPA

12.30 Uhr - Der Lebensmittelriese Rewe wird in seinen österreichischen Geschäften (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg) pro Mundschutz einen Euro verlangen, unter Berufung auf eine Mitteilung des Konzerns in dem Alpenland. An den Eingängen der Märkte sollen zudem Desinfektionsspender montiert und die Einkaufswagengriffe nach jeder Benützung gereinigt werden. Die kurzfristige Umsetzung mit den Masken sei allerdings schwierig, räumt Rewe einem Bericht der in Wien erscheinenden Zeitung "Der Standard" ein. Denn es gebe weltweit Lieferengpässe beim Mundschutz ebenso wie bei Desinfektionsmitteln.

12.00 Uhr - Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfahl das sogenannte Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag den Bundesländern.

- BMW hat den Produktionsstopp in seinen Werken in Europa und Nordamerika bis Ende April verlängert. Wegen der Corona-Pandemie sei "mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten" zu rechnen, teilte BMW am Montag in München mit. Weil die Autohäuser geschlossen seien, "wird es noch länger dauern, bis die Märkte sich wieder erholen".

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden.

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden.

Foto: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

- Kliniken müssen freie Intensivbetten künftig verpflichtend und täglich an ein zentrales Register melden. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. "Wir brauchen einen genauen Überblick über belegte und freie Intensivbetten in Deutschland", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Die allermeisten Kliniken meldeten bereits freiwillig ihre aktuelle Kapazität, aber leider immer noch nicht alle.

Meldungen zwischen 10 Uhr und 12 Uhr

11.30 Uhr - In Japan soll in sieben Präfekturen für einen Monat der Ausnahmezustand verhängt werden. Ein entsprechendes Dekret kündigt Ministerpräsident Shinzo Abe für Dienstag an. Dann werde er auf einer Pressekonferenz Details nennen, auch um welche Präfekturen es sich handelt. Eine derart drastische Einschränkung des öffentlichen Lebens wie in anderen Staaten solle es trotz des Ausnahmezustands nicht geben. Vielmehr wolle er sicherstellen, dass die Wirtschaftsaktivität so weit wie möglich aufrechterhalten wird.

11.15 Uhr - Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab am Montag die Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus.

10.30 Uhr - Für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise stellt der deutsche Staat mehr als 1000 Milliarden Euro zur Verfügung. Die bisher beschlossenen Maßnahmen summieren sich über alle staatlichen Ebenen hinweg auf 1,137 Billionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Der Großteil der Summe entfällt laut Finanzministerium auf Garantien in Höhe von insgesamt fast 820 Milliarden Euro.

10.00 Uhr - Japan will angesichts der Rezessionssorgen wegen der Corona-Pandemie offenbar ein noch größeres Konjunkturpaket schnüren als in der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Die Regierung will es am Dienstag beschließen und im Kampf gegen das Virus "alle Schritte" in der Haushalts-, Geld- und Steuerpolitik unternehmen, wie aus einem Reuters vorliegenden Entwurf hervorgeht. In der Finanzkrise hatte Japan 2009 ein Rettungspaket in Höhe von 514 Milliarden Dollar (rund 475 Milliarden Euro) auf den Weg gebracht, um die Konjunktur zu stützen.

Meldungen bis 10 Uhr

09.45 Uhr - Der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun (CDU), fordert den Einsatz einer europaweit einheitlichen Smartphone-App zu Nachverfolgung von Corona-Infektionen. "Wir brauchen das in jedem Fall EU-weit", sagte er am Montag den Sendern RTL und n-tv. Braun verwies dabei auf den europäischen Binnenmarkt und zahlreiche grenzüberschreitenden Pendler. "Das Schlimmste, was uns passieren kann ist, dass es jetzt viele verschiedene Tracking-Apps gibt."

9.15 Uhr - Die Bundesregierung will in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen in großem Umfang vor allem für den Mittelstand beschließen. Das "Corona"-Kabinett wolle am Montag ein zusätzliches Kreditprogramm verabschieden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Dabei geht es um Verbesserungen bei Kreditbedingungen. Firmen sollen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Dabei geht es um Verbesserungen bei Kreditbedingungen.

09.00 Uhr - In Indien, wo bis zum Sonntag von der John Hopkins Universität 117 Corona-Tote gezählt wurden, hat die Regierung bereits vor einigen Tagen den Bahnverkehr eingestellt, wie der US-Sender CNN berichtet. Das erste Mal seit 167 Jahren. Nun sollen bis zu 20.000 Züge zu Isolierstationen umgebaut werden, um die weitere Ausbreitung des Virus in dem Staat mit 1,3 Milliarden Menschen zu verlangsamen.

- Die Corona-Krise beschert der Commerzbank einen großen Zulauf an Privatkunden. Seit Jahresanfang hätten die Bank und ihre die Tochter Comdirect 130.000 neue Privatkunden gewonnen, hauptsächlich online, sagte Privatkundenvorstand Michael Mandel dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Allein in der letzten Märzwoche seien 10.000 Kunden hinzugekommen. "Offensichtlich haben viele Menschen derzeit Zeit, sich mit ihren Bankgeschäften zu beschäftigen."

08.30 Uhr - Die Exportaussichten deutscher Autobauer sind so trüb wie zuletzt 2009. Laut Ifo-Institut sind sie auf den tiefsten Stand seit rund elf Jahren gesunken. Das Barometer für die Exporterwartungen rutschte wegen der Coronavirus-Krise im März auf minus 42,7 Punkte, nach minus 17,3 im Februar, teilten die Forscher mit. Das ist der schlechteste Wert seit März 2009. Die gesamten Geschäftserwartungen für die nächsten Monate sackten auf minus 33,7 Punkte im März nach minus 19,7 Punkten im Februar. Auch der Index der Produktionserwartungen fiel im März von 4,2 Punkten auf minus 35,9 Punkte. Kurzarbeit erwarteten 41,3 Prozent der befragten Betriebe im März, nach 19,7 Prozent im Dezember 2019. Die Lager an unverkauften Autos wurden wieder größer: Der Saldo stieg auf plus 14,1 Punkte im März, nach plus 7,6 im Februar. Der Auftragsbestand sank von minus 7,2 Punkten im Februar auf minus 12,4 Punkte im März.

08.00 Uhr - Die US-Streitkräfte in Japan erklären den Gesundheitsnotstand für ihre Militärstützpunkte in der Region Kanto. Grund sei die beständige Zunahme an Covid-19-Fällen im Großraum Tokio, erklärt der Kommandeur der US-Streitkräfte in Japan, Kevin Schneider. Der Gesundheitsnotstand betreffe alle Einrichtungen des Militärs. Kanto liegt im Osten Japans und umfasst auch die Hauptstadt Tokio.

Sehen wir bald Ölpreise von deutlich unter 20 Dollar je Barrel? Eine ganze Reihe von Analysten, die CNBC befragt hat, schließen das nicht aus

Sehen wir bald Ölpreise von deutlich unter 20 Dollar je Barrel? Eine ganze Reihe von Analysten, die CNBC befragt hat, schließen das nicht aus

Foto: A2800 epa Wu Hong/ dpa

07.45 Uhr - Die Ölpreise sind am Montag angesichts eines Dämpfers für die Hoffnung auf ein Ende des Preiskriegs führender Ölstaaten gefallen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 33,48 US-Dollar und damit 63 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Mai sank um 97 Cent auf 27,37 Dollar. Ein für Montag geplantes Treffen von Ölförderländern, die sich in der sogenannten Opec+ zusammengeschlossen haben, wurde auf Donnerstag verschoben.

30 von CNBC befragte Analysten, Strategen und Händler sehen teils noch deutlich tiefere Ölpreise. Fast ein Drittel der Experten erwartet, dass die Rohölpreise im zweiten Quartal unter 20 Dollar pro Barrel fallen könnten , hat die Umfrage des US-TV-Nachrichtensenders  ergeben. Einige Analysten glauben sogar, dass die Rohölpreise auf bis zu 10 Dollar pro Barrel fallen könnten. Die meisten der Experten sind auch skeptisch, dass Saudi-Arabien und Russland größeren Kürzungen des Angebots zustimmen werden.

07.30 Uhr - Außer Smartphones und Computern jetzt auch Masken: Apple hat angesichts der Coronavirus-Pandemie einen Atemschutz entwickelt. Die Masken aus durchsichtigem Plastik decken das gesamte Gesicht ab und seien für Krankenhauspersonal bestimmt, wie Konzernchef Tim Cook via Twitter mitteilte. Das Unternehmen werde in der Lage sein, eine Million Masken pro Woche herzustellen. Auch andere Unternehmen haben in der Krise ihre Produktpalette angepasst. So stellen etwa der italienische Luxusauto-Bauer Lamborghini und die italienische Luxusmodemarke Prada inzwischen Atemschutzmasken her.

07.00 Uhr - In Deutschland sind die Neuinfektionen den vierten Tage in Folge rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag weitere 3677 bestätigte Fälle. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 95.391. Der Anstieg war geringer als der am Sonntag bekanntgegebene von 5936 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten stieg um 92 auf 1434.

- Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank zahlt wegen der Corona-Unsicherheit vorerst keine Dividende aus. Der Hauptversammlung am 27. Mai werde vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 zunächst nicht zur Ausschüttung einer Dividende zu verwenden, teilte die im MDax notierte Bank am späten Sonntagabend mit. Der Vorstand behalte sich aber vor später einen neuen Gewinnverwendungsvorschlag zu unterbreiten. Die EZB, die auch für einen Teil der Bankenaufsicht in der Eurozone zuständig ist, hatte die Banken aufgefordert, bis zumindest 1. Oktober keine Dividenden auszuschütten, um mit den Geld zunächst weiter die Bilanz zu stärken. Zahlreiche Banken hatten daher in den vergangenen Tagen angekündigt, die Dividendenzahlung zu streichen oder zumindest auszusetzen.

06.00 Uhr - Der oberste Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams, erwartet - anders als Donald Trump - kein Abflachen der Kurve der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA. Dies werde die "härteste und traurigste Woche" werden, welche die meisten US-Bürger bisher in ihrem Leben erlebt hätten, sagte Adams im TV-Sender Fox News. "Dies wird unser Pearl-Harbor-Moment, unser 9-11-Moment" - jedoch mit dem Unterschied, dass das Ereignis nicht auf einen Ort der USA begrenzt sei. Der japanische Überraschungsangriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii 1941 hatte den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ausgelöst.

In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend (Ortszeit) auf 9633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

05.00 Uhr - Knapp drei Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind mehr als 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. "Das war nicht immer einfach und hat stellenweise etwas geruckelt, wie man es in dieser schwierigen Zeit auch erwarten kann", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. "Doch auf diese Leistung können alle Beteiligten stolz sein." Die 200.000 deutschen Touristen sind innerhalb von 20 Tagen aus 57 Ländern nach Deutschland zurücktransportiert worden. Etwa 40.000 warten immer noch auf die Rückreise, die meisten in Neuseeland, Südafrika und Peru.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt.

Foto: Thomas Koehler/photothek.de/dpa

04.30 Uhr - Die Gesundheitsbehörden in China verzeichnen einen leichten Anstieg der Neuinfektionen. Per Sonntag seien 39 neue Fälle in Festland-China registriert worden nach 30 am Vortag. 38 davon seien Menschen, die aus dem Ausland eingereist seien. Die Zahl der asymptomatischen Fälle, also bei denen Infizierte selbst keine Symptome zeigen, das Virus aber auf andere übertragen können, sei auf 78 von 47 am Samstag gestiegen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Erkrankungen in China den Angaben zufolge nunmehr bei 81.708, 3331 Menschen starben.

03.30 Uhr - Weitere Besserung scheint in Südkorea in Sicht. Das Land meldet 47 Neuinfektionen. Es ist das erste Mal, dass das Land weniger als 50 neue Krankheitsfälle meldet, seit die Pandemie dort am 29. Februar ihren Höhepunkt erreichte. Insgesamt wurden nach Angaben der Behörden bislang 10.284 Fälle erfasst. 186 Menschen seien gestorben.

01.15 Uhr - US-Präsident Donald Trump äußert die Hoffnung, dass in einigen Brandherden der Corona-Krise in den USA ein "Abflachen" auszumachen sei. Er verweist auf jüngste Mitteilungen aus dem am schlimmsten betroffenen Bundesstaat New York. Dort meldeten die Behörden am Sonntag erstmals seit einer Woche, dass weniger Menschen als am Vortag gestorben seien.

01.00 Uhr - Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wird einem Medienbericht zufolge womöglich am Dienstag wegen der Corona-Krise den Ausnahmezustand ausrufen. Noch diesen Montag werde er dies voraussichtlich ankündigen, meldet die Zeitung "Yomiuri". Mit dem Schritt würde Abe den Behörden in besonders betroffenen Teilen Japans zusätzliche Befugnisse verschaffen. So können sie weitgehende Ausgangssperren verhängen, Veranstaltungen absagen sowie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen schließen.

00.30 Uhr - Erstmals ist auch in Haiti nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Insgesamt seien in dem Karibik-Staat bislang 21 Krankheitsfälle bekannt.

00.00 Uhr - In einem New Yorker Zoo ist ein Tiger positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das vierjährige Weibchen Nadia leide an einem trockenen Husten, werde sich aber voraussichtlich erholen, teilen die Betreiber des zoologischen Gartens im Stadtteil Bronx mit. Es sei weltweit die erste bekannte Infektion bei einem Tiger und das erste Mal, dass in den USA bei einem Tier die Krankheit nachgewiesen worden sei.

00.00 Uhr - Außenminister Heiko Maas und Finanzminister Olaf Scholz sprechen sich für eine Weiterentwicklung des Euro-Rettungschirms aus. "Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) bietet schon jetzt die Möglichkeit, dass die Euroländer gemeinsam und zu den gleichen günstigen Konditionen Kapital aufnehmen. Für Italien würde dies 39 Milliarden Euro an frischem Geld bedeuten, für Spanien 28 Milliarden Euro", schreiben die beiden Politiker in einem gemeinsamen Namensbeitrag. Diese Mittel sollten für alle notwendigen Aufwendungen im Kampf gegen Corona genutzt werden dürfen. "Wir brauchen keine Troika, keine Kontrolleure, keine Kommission, die Reformprogramme für ein Land entwickelt, sondern schnelle und zielgenaue Hilfen. Genau das kann der ESM bieten, wenn wir ihn vernünftig weiterentwickeln.

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