Montag, 30. März 2020

Umfrage zu Covid-Auswirkungen Corona könnte zu massiven Verschiebungen in Lieferketten führen

Lastverkehr auf der Autobahn: Corona bringt viele Unternehmen bei den Lieferketten zum Umdenken
Holger Hollemann / DPA
Lastverkehr auf der Autobahn: Corona bringt viele Unternehmen bei den Lieferketten zum Umdenken

Die Lieferkettenprobleme im Zuge der Corona-Krise könnten zu massiven Verschiebungen bei den Lieferketten deutscher Unternehmen führen. Das geht aus Ergebnissen einer aktuellen Umfrage unter Hunderten Entscheidungsträgern der deutschen Wirtschaft hervor.

Darin werteten fast vier von fünf Befragten die aktuelle Krise als Indiz dafür, dass Unternehmen ihre Lieferketten auf lokalere Lösungen umstellen sollten. 27 Prozent stimmten der Aussage "voll und ganz" zu, weitere 49 Prozent "eher zu". Lediglich 4 Prozent sahen keinen Anlass für eine Lokalisierung der Versorgung. 59 Prozent der Befragten stellten sich zudem auf langfristige negative Effekte an den Finanzmärkten ein.

Im Zuge der Corona-Krise haben reihenweise Unternehmen mit Versorgungsproblemen zu kämpfen - und fürchteten wegen fehlender Vorprodukte sogar Produktionsstillstände. Lieferkettenexperten rechneten bereits vor Wochen mit einer zunehmenden Lokalisierung.

Für die Untersuchung hatten Meinungsforscher im Auftrag des LAE - Leseranalyse Entscheidungsträger e.V. - vom 17. bis 24. März Interviews mit 600 Entscheidungsträgern geführt. Die Ergebnisse der Befragung liegen manager magazin aktuell exklusiv vor.

mihec

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