Donnerstag, 22. August 2019

Gewinneinbruch des Auto-Zulieferers Gewinn von Continental fällt um 41 Prozent

Fahrerlose Fahrzeuge und Lieferroboter von Continental: Der Zulieferer testet neue Wege. Die Nachfrage nach Verbrenner-Technologie hat nachgelassen

Der Autozulieferer Continental Börsen-Chart zeigen hat im abgelaufenen zweiten Quartal wegen der Schwäche der Autoindustrie einen Gewinneinbruch erlitten. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn sackte um 41 Prozent auf 484,8 Millionen Euro ab, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte.

"Für das zweite Halbjahr erwarten wir kein Nachlassen des Gegenwinds", stellte Finanzchef Wolfgang Schäfer klar. Im Juli hatte das Unternehmen seinen Jahresausblick bei Umsatz und Gewinnmarge kappen müssen, weil die weltweite Autoproduktion deutlich schwächer ausfällt als zunächst prognostiziert.

Geringere Nachfrage bei Herstellern nach Verbrenner-Technik

In dem Geschäft mit Antriebskomponenten verspürt Conti derzeit eine geringere Nachfrage nach Technik für den Verbrennungsmotor und fährt daher in der Sparte seine Investitionen unter anderem in Benzin- und Dieseleinspritzung zurück. Neue Aufträge hierfür würden künftig eine geringere Rolle bei dem Unternehmensteil spielen, der kommendes Jahr an die Börse gebracht werden soll.

Schaeffler, Bosch, Continental: Autozulieferer in Not

Auf dem Prüfstand steht zudem auch das Geschäft mit der Abgasnachbehandlung. Hier herrsche intensiver Preisdruck. An der Börse nahmen Anleger die Gewinnwarnung von Conti vergleichsweise gelassen auf. Die Aktie hatte in den vergangenen Wochen bereits stark nachgegeben. Die schwachen Zahlen waren erwartet worden.

la/dpa

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