Montag, 20. Mai 2019

Co-Living für digitale Nomaden Wohnungslos und erfolgreich

Nach Co-working kommt Co-living: Luxus-WGs für Berufstätige
WeLive

Im Grunde wäre Eugen Miropolski selbst sein bester Kunde. Seit Jahren jettet der Europa-Chef des Büro-Anbieters Wework in der Welt herum. Ein paar Wochen in London, New York, dann wieder Berlin. Immer dahin, wo er gerade gebraucht wird.

Miropolski ist mobil - und das schon seit Jahren. Er ist in der digitalen Welt aufgewachsen und wahrscheinlich mittlerweile zehnmal öfter umgezogen als der durchschnittliche Deutsche. Wenn Miropolski sich mal wieder auf den Weg macht, bestellt er keinen Umzugswagen. Er packt einfach seine Koffer und zieht in die nächste Unterkunft. In der Regel "ein Apartment über AirBnB", wie er sagt. Ein Unternehmen, dessen Expansion ins Ausland er eine Zeitlang verantwortet hat.

Künftig könnte Miropolski auch im eigenen Unternehmen unterkommen. Sein Arbeitgeber Wework, der international bereits eine Vielzahl sogenannter Co-Working-Spaces betreibt, hat sein Angebot mittlerweile auch aufs Wohnen ausgebaut. Und hat dort große Pläne.

Schon jetzt vermietet das mit 16 Milliarden Dollar bewertete Start-up auch Zimmer an seine Kunden - in einem neuen 200-Zimmer-Komplex an der New Yorker Wall Street. Und auch außerhalb von Washington hat das Unternehmen neun Stockwerke eines Bürogebäudes in Apartments umgebaut, die sich tage-, wochen- und monatsweise mieten lassen.

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