Samstag, 14. Dezember 2019

Co-Living für digitale Nomaden Wohnungslos und erfolgreich

Nach Co-working kommt Co-living: Luxus-WGs für Berufstätige
WeLive

2. Teil: Warum die Mischung aus WG und Hotel so attraktiv ist

Das Innneleben: Eine Mischung aus WG und Hotel: Meist nicht unbedingt große Zimmer mit eigenem oder geteiltem Bad, verbunden mit Zugang zu einer Vielzahl von Gemeinschaftsräumen, Wohnzimmer, Küche, Partyräumen oder Pool auf dem Dach.

Um irdische Dinge wie frisches Bettzeug, Klopapiernachschub, Spülmaschinenreiniger oder neue Glühbirnen müssen sich die WeLive-Bewohner nicht kümmern. Und auch Wasser, Bier und Kaffee sind in einer Service-Fee inbegriffen.

Ganz billig ist das Ganze nicht: Die günstigste Zimmer-Variante in New York schlägt mit umgerechnet 1700 Dollar (rund 1500 Euro) im Monat zu Buche, in Washington sind es nur 1200 Dollar - deutlich weniger als für ein eigenes Appartment in ähnlicher Lage fällig würde, allerdings auch deutlich kleiner.

Und mit mehr sozialem Anschluss. Um Bewohnern, die nur mal eben schauen wollen, wer sich gerade so in den Gemeinschaftsräumen aufhält, etwaige Peinlichkeiten zu ersparen, verfügen im WeLive Washington sämtliche Räume über zwei Türen: zum scheinbar beiläufigen Herein- und - sofern niemand von Interesse da ist - auch wieder Herausgehen.

Und es sind, je nach Konzept, auch nicht nur junge Leute, die die neuen flexiblen Angebote nutzen. Auch etablierte Unternehmen wie der Guardian, Deloitte oder Visa haben die Coworking-Spaces von WeWork bereits genutzt. Und damit die Chance, sich mit anderen Kreativen auf kurzem Dienstweg auszutauschen. Manche Unternehmen haben sogar ihre gesamten Kreativabteilungen in Wework-Büros ausgelagert, erzählt Miropolski.

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