Mittwoch, 22. Mai 2019

Hunderte Bauprojekte in der Schwebe Britischer Baukonzern Carillion ist pleite

Ein Baukran vom Baukonzern Carillion in London

Der britische Baukonzern Carillion hat am Montag Insolvenz angemeldet. Carillion habe keine andere Wahl gehabt, teilte das Unternehmen mit. Letzte Verhandlungen mit Banken und Regierung zur Rettung des verschuldeten Konzerns waren zuvor gescheitert. Carillion beschäftigt weltweit rund 43.000 Menschen, 19.500 in Großbritannien.

Der Konzern baut viel für den Staat, etwa Schulen oder derzeit das Milliarden-Schienenprojekt High Speed Two. Die Regierung werde die notwendigen Mittel bereitstellen, um laufende öffentliche Projekte fortzusetzen, erklärte Carillion am Montag.

Großbritannien in Not: Marode Straßen, hochfliegende Pläne

Carillion hat seit längerem Probleme, im Juli vergangenen Jahres gab der Konzern die erste einer Reihe von Gewinnwarnungen heraus. Die Regierung vergab dennoch weiterhin Aufträge an das Unternehmen. Die Opposition kritisierte dies.

Der Konzern ist außer in Großbritannien vor allem in Kanada und in Nahost aktiv. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 5,9 Milliarden Euro.

la/dpa

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