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Milliardenübernahmen: Die größten Deals der Telekomanbieter

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Höheres Angebot Slim nickt Verkauf von E-Plus an Telefónica ab

Einer der größten Stolpersteine auf dem Weg zum neuen Telekomriesen aus E-Plus und O2 scheint aus dem Weg geräumt: KPN-Großaktionär Carlos Slim hat dem Verkauf von E-Plus zugestimmt. Zuvor hatte Telefónica ihr Angebot erhöht.

München/Den Haag - America Movil, der mexikanische Großaktionär von KPN , macht den Weg für den Verkauf von E-Plus an Telefónica Deutschland frei. Nachdem die Übernahmeofferte aufgestockt wurde, will das vom Milliardär Carlos Slim kontrollierte Unternehmen auf der außerordentlichen Hauptversammlung von KPN für den Verkauf der deutschen Ertragsperle stimmen. Das teilte der niederländische Telefónkonzern am Montag in Den Haag mit.

América Móvil wird vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrolliert und ist Großaktionär der niederländischen KPN . Slim galt bislang als Kritiker des Geschäfts und es war unklar, ob er den E-Plus-Verkauf an Telefónica blockieren oder durchwinken wird. Diese Zweifel sind nun ausgeräumt.

In der Mitteilung von Telefónica Deutschland  heißt es, die spanische Muttergesellschaft habe bestätigt, dass América Móvil sich "unwiderruflich dazu verpflichtet" habe, dem Erwerb von E-Plus durch Telefónica von KPN auf der außerordentlichen Hauptversammlung von KPN am 2. Oktober 2013 zuzustimmen.

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Nach dem Abschluss der Transaktion wird KPN an Telefónica Deutschland einen Anteil von 20,5 Prozent halten. Zuvor waren lediglich 17,6 Prozent vorgesehen. Die Niederländer gewähren der spanischen Telefónica allerdings eine Kaufoption auf einen 2,9-prozentigen Anteil in Höhe von 510 Millionen Euro. Sollte der Mutterkonzern von Telefónica Deutschland diese Option ziehen, könnte der KPN-Anteil bis auf 17,6 Prozent sinken.

Zuvor hatte Telefónica Deutschland ihr Angebot für E-Plus erhöht. E-Plus werde nun mit 8,55 Milliarden Euro bewertet, teilte die E-Plus-Mutter KPN mit. Mit dem aufgestockten Angebot reagierte Telefónica Deutschland offenbar auf Kritik Slims. Der KPN-Großaktionär hatte Kreisen zufolge den Kaufpreis als zu niedrig bezeichnet.

ts/dpa-afx/rtr
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