Dienstag, 2. Juni 2020

Yildiz-Filialen Burger King schließt Restaurants wegen Hygienemängeln

Fast Food: Fragwürdiger Umgang mit Lebensmitteln

Umetikettierte Lebensmittel und miese Arbeitsbedingungen: Burger King hat auf einen Wallraff-Report reagiert und zwei Restaurants des Franchisenehmers Ergün Yildiz geschlossen - Teams für Lebensmittelsicherheit sind im Einsatz.

München - Die Fastfoodkette Burger King hat auf Vorwürfe gegen Lizenznehmer Ergün Yildiz wegen Hygieneverstößen und schlechter Arbeitsbedingungen reagiert und zwei Restaurants vorübergehend geschlossen.

Seit Freitag seien Teams für Lebensmittelsicherheit und Restaurantmanagement bei Sonderinspektionen im Einsatz, teilte Burger King mit. Die beiden geschlossenen Läden des Franchisenehmers würden erst wieder geöffnet, wenn die Missstände behoben sind.

RTL hatte in der Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" über schlechte Hygiene und Arbeitsbedingungen in Yildiz-Restaurants berichtet.

Ein verdeckt arbeitender Reporter hatte in der Sendung darüber berichtet, dass Lebensmittel, die nach internen Richtlinien nicht mehr verwendet werden durften, mit neuen Etiketten versehen und weiter verarbeitet wurden. Das betroffene Unternehmen wird außerdem seit Monaten von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wegen schlechter Arbeitsbedingungen kritisiert. Die NGG unterstützt zahlreiche Mitarbeiter in Arbeitsgerichtsprozessen.

Am Montag Abend teilte Burger King mit, man habe sich von dem Franchisenehmer Ergün Yildiz getrennt. Außerdem solle in den nächsten Tagen ein neuer kaufmännischer Leiter ernannt werden.

"Wir bedauern zutiefst, das Vertrauen unserer Gäste enttäuscht zu haben und werden alles tun, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen", teilte der Geschäftsführer der Burger King Beteiligungs GmbH, Andreas Bork, mit.

ts/dpa-afx

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