Samstag, 21. September 2019

Drei Tage Piloten-Streik legen Fluggesellschaft lahm British Airways streicht fast alle Flüge

Für drei Tage wollen die Piloten der Britisch Airways die Maschinen am Boden halten. Die Fluggesellschaft will Kunden für Flugausfälle entschädigen

Bei British Airways (BA) führt der erste Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens zum Ausfall praktisch aller Flüge. Fast 100 Prozent der Verbindungen seien gestrichen worden, teilte die Fluggesellschaft am Montag mit.

Mit dem zunächst für 48 Stunden geplanten Ausstand will die Pilotengewerkschaft eine größere Beteiligung ihrer Mitglieder an den Gewinnen des Lufthansa-Rivalen durchsetzen. BA bezeichnete das eigene Angebot im laufenden Tarifstreit als fair und den Streik als ungerechtfertigt.

Tausende Reisende mussten umplanen. Eine Sprecherin des britischen Premierministers Boris Johnson forderte beide Seiten dringend auf, den Konflikt zu beenden. Ein dritter Streiktag ist bereits für den 27. September vorgesehen.

Von den Streiks dürften nach Angaben der Nachrichtenagentur PA Zehntausende Passagiere betroffen sein. British Airways biete etwa 850 Flüge pro Tag an, von denen die meisten ausfallen sollen. Kunden seien Erstattungen oder Umbuchungen angeboten worden.

"British Airways muss aufwachen", sagte Balpa-Generalsekretär Brian Strutton. Die Piloten hätten in schwierigen Zeiten erhebliche Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Nun solle die Fluggesellschaft in Zeiten des Profits aber den Piloten auch etwas zurückgeben.

Nach Angaben der Pilotengewerkschaft kostet ein Streiktag 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro). British Airways hatte den Piloten im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wurde jedoch zurückgewiesen.

rei/dpa/Reuters

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