Umbau beim Sportmode-Hersteller Willy Bogner zieht sich aus der Führung zurück

Der Münchner Sportmodenanbieter Bogner besetzt seine Gremien neu. Im Sommer 2015 war der Verkauf von Bogner an ein privates Investoren-Konsortium gescheitert.
Abschied von der Unternehmenspitze: Willy Bogner

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Modehaus: Die neue Führung bei Willy Bogner

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Nach 49 Jahren an der Spitze des Münchner Modeunternehmens übergibt der 74-jährige Willy Bogner den Vorstandsvorsitz an Alexander Wirth. Der ehemalige Ralph-Lauren-Manager agiert seit Jahresbeginn als Bogners Vize. Bereits Mitte August waren Christian Ender (Vertrieb, Lizenzen) und Jon Jarlgaard (Beschaffung, Produktion) in das Board eingezogen. Daniela Pörner, die sich um die Kollektionen kümmerte, hat den Vorstand im April verlassen. Sie wurde bislang nicht ersetzt.

Auf der heutigen Aufsichtsratssitzung wurde auch eine Neuformierung des Kontrollorgans beschlossen. Ex-Lufthansa-Manager Jürgen Weber, ein Vertrauter von Willy Bogner, bleibt Aufsichtsratsvorsitzender. Neu im Gremium sind der frühere Deutschland-Chef von McKinsey, Herbert Henzler, und Alexander Liegl, Partner der Kanzlei Noerr. Zudem wechselt Bogners Gattin Sônja vom Vorstand in den Aufsichtsrat. Zwei langjährige Weggefährten von Willy Bogner scheiden aus dem Aufsichtsrat aus.

Im Sommer 2015 war der Verkauf von Bogner an ein privates Investoren-Konsortium um den ehemaligen Coty-Chef Bernd Beetz gescheitert. Der neue CEO Wirth soll den Familienbetrieb nun im enger Abstimmung mit den Kontrolleuren als eigenständige Firma weiterführen.

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