Dienstag, 24. September 2019

Dax im freien Fall Brexit-Angst lässt Dax stürzen

Börsenjahr 2016: Die Gewinner und Verlierer im Dax
Daimler

Der Dax stürzt zum Wochenschluss unter die Marke von 10.000 Punkten. Die Angst vor einem möglichen Brexit vertreibt Anleger - George Soros und der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock warnen vor Turbulenzen.

Die deutschen Indizes tauchen ab: Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen gab am Freitag weiter nach und fiel unter die Marke von 9900 Punkten. Zuletzt verlor der Index 2,5 Prozent auf 9834 Zähler. Bereits am Donnerstag hatte der Leitindex wegen der Furcht der Anleger vor den Folgen eines Brexit 1,3 Prozent verloren. Auf Wochensicht summieren sich die Verluste auf mehr als 4 Prozent.

Auch an der Wall Street werden zum Wochenschluss Verluste erwartet. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen hatte am Vortag unverändert geschlossen und notiert derzeit nur knapp unter 18.000 Zählern.

Die US-Indizes notieren im Gegensatz zum Dax Börsen-Chart zeigen nur minimal unter ihren Rekordhochs. Viele Anleger reduzieren daher ihre Aktienpositionen, um im Falle eines Brexit nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. In Tokio fiel der Nikkei Börsen-Chart zeigen am Freitag um 0,8 Prozent. Die Börse Shanghai blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

Ein Händler verwies zudem auf das "Wall Street Journal", demzufolge Starinvestor George Soros in Erwartung von Turbulenzen am Kapitalmarkt auf fallende Kurse setze. Da der Dow Jones nur knapp unter seinem Rekordhoch notiert, seien deutliche Rücksetzer im Fall eines Brexit wahrscheinlich.

Vermögensverwalter Blackrock geht vor Brexit-Abstimmung in Deckung

Auch die nahende Abstimmung über den EU-Verbleib Großbritanniens am 23. Juni sorge dafür, dass sich Anleger zurückhalten oder gar sicherheitshalber aus dem Aktienmarkt zurückziehen, sagten Börsianer.

In das gleiche Horn stieß auch der weltgrößte Geldverwalter Blackrock: Die Finanzmärkte haben nach Einschätzung von Blackrock die Risiken eines britischen Ausstiegs aus der EU nicht ausreichend berücksichtigt. "Da könnte es etwas zu viel Selbstgefälligkeit geben", sagte Blackrock-Manager Owen Murfin am Donnerstag in London. Vorsicht sei geboten. "Da die (US-amerikanischen) Aktienmärkte sehr nahe an ihren Höchstständen liegen, meine ich, es wäre vernünftig, ein bisschen Risiko rauszunehmen, weil der Ausgang des Abstimmung sehr unsicher ist."

Die Briten stimmen in zwei Wochen (23. Juni) über den Verbleib des Landes in der EU ab. Umfragen lassen bislang keinen klaren Trend für den Ausgang des Referendums erkennen.

Blackrock erklärte zudem, zur größten Sorge für Investoren hätten sich die Niedrig- und sogar Negativzinsen entwickelt, die inzwischen auf Staatsanleihen im Volumen von rund zehn Billionen Dollar lasteten. "Die Zinssätze fangen an, richtig wehzutun", sagte der für den Bereich festverzinsliche Papiere zuständige Blackrock-Manager Stephen Cohen. "Die grenzübergreifenden Geldströme werden geleitet von der Frage, wie komme ich weg von negativen Renditen."

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mit Material von Nachrichtenagenturen

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