Firmenchef will Biontech nicht verkaufen "Corona-Impfstoff ist Menschheitsprojekt"

Per Impfstoff zurück ins frühere Leben: Biontech-Chef Ugur Sahin forscht gegen die Corona-Krise.

Per Impfstoff zurück ins frühere Leben: Biontech-Chef Ugur Sahin forscht gegen die Corona-Krise.

Foto: Andreas Arnold/dpa

Nach der Zulassung eines eigenen Corona-Impfstoffprogramms für klinische Tests an Menschen erteilt Biontech-Chef Ugur Sahin Spekulationen über einen Verkauf des Mainzer Unternehmens eine Absage. In den vergangenen Wochen habe es mehrere "Kontaktaufnahmen" aus der Branche gegeben, sagte er der "Welt am Sonntag". "Aber Übernahmen kommen für die Mehrheitsgesellschafter und uns ohnehin nicht infrage", sagte Sahin. "Unsere Vision ist es, ein biopharmazeutisches Unternehmen aufzubauen, das die medizinischen Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts adressiert."

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Das Paul-Ehrlich-Institut genehmigte in dieser Woche die klinische Phase 1/2. Die Studie mit dem Pharmakonzern Pfizer  ist die erste klinische Untersuchung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten, die in Deutschland gestartet wird und ist Teil eines globalen Entwicklungsprogramms. Pfizer und Biontech erwarten auch in den USA in Kürze die behördliche Genehmigung für diese Phase.

Die Suche nach einem Impfstoff sei ein "Menschheitsprojekt", betonte Sahin. "Je früher ein effektiver Impfstoff verfügbar ist, desto früher können wir alle in unser altes Leben zurückkehren." Um das zu erreichen, sei weltweite Zusammenarbeit gefordert.

cr/rtr
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