Donnerstag, 5. Dezember 2019

Betrug mit der Chef-Masche - und warum sie so erfolgreich ist "Befehl von oben - überweisen Sie rasch 10.000 Euro"

Zahlen Sie jetzt: Es muss schnell gehen, klar. Und Diskretion ist selbstverständlich. Noch bevor die "Chef-Masche" aufgeflogen sind, sind die Konten der Betrüger geräumt

Betrüger haben Unternehmen bundesweit bereits um Millionenbeträge erleichtert, indem sie sich als deren Chefs ausgaben. Das Landeskriminalamt NRW warnt nun vor der "Chef-Masche", die auch als "CEO-Fraud" (Vorstands-Betrug), "Geschäftsführer-Trick" oder "Fake President" bezeichnet wird.

Wie funktioniert die Masche?

Jemand meldet sich angeblich "von oberster Stelle" bei einem Mitarbeiter - meist in der Buchhaltung - und drängt zur Eile: Für eine wichtige Transaktion müsse dringend viel Geld überwiesen werden. Je nach Unternehmen sind es Firmenanteile, Patentrechte, Maschinen oder Immobilien, die angeblich gekauft werden sollen. Selbstverständlich gilt "absolute Diskretion".

Wie verschwindet das Geld?

Ausländische Konten, bevorzugt in China, Hongkong oder Osteuropa, wurden zuvor unter falschem Namen eingerichtet und werden sofort leergeräumt, sobald das Geld eingetroffen ist. E-Mail-Adressen sind gefälscht, Prepaid-Handynummern nicht nachverfolgbar. Gefälschte Zahlungsanweisungen samt Unterschrift und gefälschte E-Mail-Korrespondenz gaukeln vor, dass alles seine Richtigkeit hat.

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