Mittwoch, 18. September 2019

BER-Chef Mehdorn muss um Vertragsverlängerung bangen

BER-Chef: Mehdorns Vertrag läuft noch bis 2016

Spätestens bis März müssen die Gesellschafter des Flughafens Berlin-Brandenburg über einen neuen Chef entscheiden. Dass sie Harmut Mehdorn in die Verlängerung schicken, ist laut "Spiegel" unwahrscheinlich.

Hamburg - Wenige Tage vor der nächsten Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft des Hauptstadtflughafens BER muss Geschäftsführer Hartmut Mehdorn um die Verlängerung seines Vertrags bangen. Vertreter der BER-Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund trauen dem Manager nach "Spiegel"-Informationen nicht mehr zu, den neuen Terminal zu eröffnen, ohne dabei seinen Etat maßlos zu überziehen.

Das manager magazin berichtete jüngst, dass der Flughafen noch weiter von der Fertigstellung entfernt ist als bislang angenommen.

Mehdorns Vertrag läuft noch bis März 2016. Die Gesellschafter müssen aber bis spätestens März 2015 über einen neuen Vertrag für den BER-Chef entscheiden. Aufsichtsratsmitglieder halten eine solche Verlängerung derzeit für unwahrscheinlich. "Wir brauchen dringend einen personellen und organisatorischen Neuanfang", sagte der Bundestags-Fraktionschef der Grünen, Anton Hofreiter, dem "Spiegel", "der BER ist total vermurkst."

Kritik am Flughafen-Management übt auch der Architekt des BER-Terminals, Meinhard von Gerkan. "Die Entrauchungsanlage funktioniert, der Flughafen funktioniert. Es braucht nur ein Management, das den Bau entschlossen zu Ende führt und die in den Jahren gewachsenen Strukturen verlässt", sagte Gerkan. Dann könne "der Flughafen in spätestens zwölf Monaten baulich fertiggestellt und den Behörden zur Genehmigung übergeben werden".

ts/Spiegel

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