Mittwoch, 27. Mai 2020

62 Milliarden Dollar für den unbeliebtesten Konzern der Welt 3 Gründe, warum Bayer so viel Geld für Monsanto bietet

Umstrittene Gentechnik: Mit der Offerte zum Kauf von Monsanto schlug Bayer zunächst seine Aktionäre in die Flucht - doch es gibt gute Gründe für den Deal

2. Teil: Flucht nach vorn

In der weltweiten Chemie- und Pharmabranche heißt es zurzeit "Fressen oder gefressen werden". Die Preise für Rohstoffe befinden sich im Keller, Krisen in Schwellenländern setzen die Konzerne zusätzlich unter Druck. Die Folge: Die Großen der Branche suchen nach Wettbewerbsvorteilen durch Zukäufe und Fusionen. Dabei gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten: Entweder ein Unternehmen wird aktiv und strebt nach Größerem - oder es gerät womöglich auf die Beuteliste und wird früher oder später selbst geschluckt. Das gilt grundsätzlich auch für einen Weltkonzern wie Bayer.

Beispiele für Megadeals der jüngeren Vergangenheit finden sich einige: Im Dezember vergangenen Jahres kündigten die US-Konzerne Dow Chemical und DuPont ihren Zusammenschluss zum weltgrößten Chemieriesen an. Gleichzeitig geht momentan der Schweizer Pflanzenschutz-Spezialist Syngenta für 43 Milliarden Dollar ins Eigentum des chinesischen Staatsunternehmens Chemchina über.

Syngenta entgeht damit dem Kauf durch Monsanto, das die Schweizer ebenfalls ins Visier genommen hatte. Zudem wollte Monsanto noch vor Kurzem die Agrarchemie-Sparte Crop Science von Bayer kaufen.

Letzteres brachte die Verantwortlichen in Leverkusen womöglich erst auf die Idee, den Spieß umzudrehen und selbst einen Kauf von Monsanto ins Auge zu fassen.

Die ganze Geschichte

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