Bayer wirbt um Zustimmung für Monsanto-Deal Bayers wichtigste Investoren sitzen in USA und Kanada

Bayer wirbt derzeit bei seinen wichtigsten Aktionären um Zustimmung für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Konzerns Monsanto. Privatanleger in Deutschland spielen dabei keine Rolle - zu gering ist ihr Anteil.
Bayer: Die Zentrale in Deutschland, die wichtigsten Aktionäre in USA und Kanada

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Nach Angaben eines Firmensprechers vom Freitag soll die Aktion noch bis zur kommenden Woche andauern. Zu den Reaktionen unter den Investoren wurden keine Angaben gemacht. Vor wenigen Tagen hatte Bayer  für Monsanto ein Kaufangebot von 62 Milliarden Dollar (umgerechnet 55 Milliarden Euro) angekündigt. Der US-Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmittel wies die Offerte zwar als zu niedrig zurück, zeigte sich aber für weitere Verhandlungen offen.

Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), eine der größten Vertretungen von Privatanlegern in Deutschland, hatte die Pläne des Vorstands kurz nach Bekanntgabe bereits begrüßt.

Die US-kanadische Blackrock-Gruppe, derzeit mit mehr als 6 Prozent größter Einzelaktionär von Bayer  , wollte sich dagegen nicht äußern.

Mit rund 300.000 Aktionären gehört Bayer zu den großen Publikumsgesellschaften in Deutschland. Nur rund 11 Prozent der Bayer-Aktien sind in Händen von Privatanlegern, darunter sind auch 1 Prozent an Belegschaftsaktien für Bayer-Mitarbeiter. Knapp 7 Prozent der Bayer-Anteile wurden nicht erfasst.

Blackrock, Sun Life, Capital Group: Die größten Bayer-Einzelinvestoren sitzen in USA und Kanada

Rund 80 Prozent der Aktien sind in Händen von sogenannten institutionellen Anlegern (Fonds, Versicherungen, Banken, Finanzinvestoren).

Größter Einzelinvestor ist mit derzeit etwas mehr als 6 Prozent die US-kanadische Blackrock-Gruppe. Darüber hinaus liegen nur noch der kanadische Finanzdienstleister Sun Life und der US-Investor Capital Group leicht über der meldungspflichtigen Schwelle von 3 Prozent.

Aufgeschlüsselt nach Regionen entfällt auf Anleger aus den USA und Kanada mit 27,7 Prozent das größte Stück am Kuchen Aktionärskapital. Es folgen Deutschland mit 20,6 Prozent und Frankreich, Spanien, Italien, Portugal mit insgesamt 10,7 Prozent.

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la/dpa/reuters/ap
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