Montag, 14. Oktober 2019

Möglicher Käufer Elanco hält Geld beisammen Bayer im Plus - Spekulationen um Tiergesundheitsparte gehen weiter

Bayer: Verkauf von Animal Health dürfte Milliarden bringen
Benoit Tessier / Reuters
Bayer: Verkauf von Animal Health dürfte Milliarden bringen

Inmitten eines sehr schwachen Gesamtmarktes haben die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen am Dienstag gegen den Trend um knapp 2 Prozent zugelegt. Die Spekulationen, dass der krisengeschüttelte Konzern seinen Umbau beschleunigen und sich in Kürze auch von der Tiergesundheitssparte trennen könnte, halten sich.

Der als Interessent für das Tiergesundheits-Geschäft von Bayer geltende US-Konzern Elanco verzichtet unterdessen weiterhin auf die Zahlung einer Dividende, um finanziell flexibel zu bleiben. Das sagte das Management der ehemaligen Tochter des US-Pharmakonzerns Eli Lilly am Dienstag währen einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen. Spekulationen über eine bevorstehende Übernahme der Animal-Health-Sparte von Bayer wollte die Elanco-Führung indes nicht kommentieren.

Verkauf der Sparte könnte Bayer 8 Milliarden Euro bringen

In der vergangenen Woche hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass Bayer mit Elanco an einem Verkauf des Geschäfts mit Tiermedizin arbeitet und der Deal bereits in der nun laufenden Woche bekannt gegeben werden könnte. Ursprünglich hatte Bayer demnach einen Preis von 8 Milliarden Euro oder mehr im Sinn. Elanco könnte einen Teil aber mit Aktien bezahlen, so dass Bayer Minderheitsaktionär werden würde.

Bayer hatte das Geschäft mit Tiergesundheit im Zuge eines Konzernumbaus zur Disposition gestellt. Zuvor waren bereits die US-Fußpflegemarke Dr. Scholls, die Sonnenschutzmarke Coppertone sowie die Mehrheitsbeteiligung am Chemieparkbetreiber Currenta verkauft worden.

Animal Health würde aber mit Abstand das meiste Geld einbringen. Das können die Leverkusener zum Schuldenabbau nach der teuren Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto sowie angesichts notwendiger Investitionen ins Pharmageschäft gut gebrauchen.

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