BASF-Chefkontrolleur fordert Reformen Hambrecht wirft Merkel in Teilen wirtschaftsfeindliche Politik vor

BASF-Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht: In Teilen wirtschaftsfeindliche Politik

BASF-Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht: In Teilen wirtschaftsfeindliche Politik

Foto: Uwe Anspach/ picture alliance / dpa

Der Aufsichtsratsvorsitzende der BASF, Jürgen Hambrecht, wirft der Bundesregierung eine in Teilen wirtschaftsfeindliche Politik vor. Die Regierung Angela Merkels nehme der deutschen Wirtschaft die notwendige Flexibilität, um auf die rasanten globalen Veränderungen zu reagieren. "Die Politik handelt fahrlässig", schreibt der Topmanager in einem Gastbeitrag für das gerade erschienene manager magazin.

"Wenn es um unbequeme Entscheidungen geht, haben Umverteilung und Regulierung immer noch Vorrang", kritisiert Hambrecht. Als Beispiele nennt der Spitzenmanager unter anderem die Rente mit 63 und die neue gesetzliche Regelung von Leiharbeit sowie Werkverträgen sowie die Milliardenkosten einer "fehlgestalteten Energiewende".

Der Kontrolleur zahlreicher bedeutender Konzerne wie Daimler und Bosch fordert "marktorientierte Reformen"und schließt sich damit dem Sachverständigenrat für Wirtschaft an. Hambrecht hält der Politik vor, in zunehmend kürzeren Zyklen zu denken. Langfristig wirksame Investitionen etwa für den beschleunigten Ausbau der Strom- und Datennetze unterblieben.

"Wenn die nächste Bundesregierung nicht entschlossen umsteuert, kann das für Deutschland böse ausgehen", sagte das FDP-Mitglied. Der Topmanager verweist auf weltpolitische Risiken wie den islamistischen Terror und das angespannte Verhältnis zu Russland, zugleich "schütteln Digitalisierung und Elektromobilität unsere Kernindustrien durch".

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