Dienstag, 20. August 2019

Kartellstrafen Bahn erwartet bis zu zwei Milliarden Euro Schadenersatz

Die Deutsche Bahn geht gegen Preisabsprachen vor - etwa bei Schienenherstellern oder Kaffeelieferanten

Die Bahn hat zurzeit bereits 200 Millionen Euro Schadenersatz von verurteilten Kartellbetrügern eingetrieben. Die Summe könnte mit ausstehenden Zahlungen und Zinsen auf zwei Milliarden Euro steigen.

Hamburg - Die Deutsche Bahn erwartet durch Schadenersatz von Kartellsündern und den aufgelaufenen Zinsen Einnahmen von bis zu zwei Milliarden Euro. Das berichtet das manager magazin (Erscheinungsdatum: 20. Juni) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Bisher war nur von einer Milliarde Euro Anspruch auf Schadenersatz die Rede. Die aufgelaufenen Zinsen könnten den Betrag jedoch annähernd verdoppeln. Zurzeit hat die Bahn rund 200 Millionen Euro Schadenersatz von verurteilten Kartellbetrügern eingetrieben.

Die Deutsche Bahn geht seit rund zwei Jahren verstärkt gegen Betrug durch Preisabsprachen und sonstige Kartelle vor. Prominente Fälle sind ein verbotenes Bündnis von Schienenherstellern und Preisabsprachen bei Kaffeelieferanten.

Derzeit ist die juristische Abteilung des Unternehmens mit gut 20 Kartellfällen beschäftigt. Bislang ist allerdings nicht klar, in welchem Zeitraum die Entschädigungszahlungen und die zusätzlichen Zinsen bei der Bahn eingehen könnten. In zahlreichen Fällen steht die abschließende Einigung noch aus.

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