Mittwoch, 13. November 2019

Axel Springer verkleinert Vorstand Top-Manager Wiele verlässt Springer und berät künftig KKR

Andreas Wiele: Der Vorstand im Springer-Konzern hatte so manchen Deal für das Unternehmen eingefädelt. Jetzt wechselt er zum künftigen Springer-Großaktionär und US-Finanzinvestor KKR.
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Andreas Wiele: Der Vorstand im Springer-Konzern hatte so manchen Deal für das Unternehmen eingefädelt. Jetzt wechselt er zum künftigen Springer-Großaktionär und US-Finanzinvestor KKR.

Andreas Wiele kehrt dem Medienkonzern Axel Springer Börsen-Chart zeigen nach fast 20 Jahren im Vorstand überraschend den Rücken - und wird künftig Großaktionär KKR Börsen-Chart zeigen beraten. Der für das boomende Geschäft mit Immobilien- und Jobportalen zuständige Manager werde Ende Mai 2020 das Unternehmen verlassen, teilte der Herausgeber von "Bild" und "Welt" am Donnerstag mit.

Der 57-Jährige werde Mitglied im weltweiten KKR Senior Advisory Board und den US-Finanzinvestor in der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche global sowie branchenübergreifend in Deutschland unterstützen. Zudem wolle er sich als Unternehmensgründer und Investor etablieren.

"Nun bin ich im richtigen Alter und besitze die erforderlichen Erfahrungen, um in einem neuen Betätigungsfeld mit voller unternehmerischer Verantwortung und Selbstständigkeit neu durchzustarten", sagte Wiele, der viele Deals und Übernahmen für Springer eingefädelt und das rentable Geschäft mit Rubriken ausgebaut hat.

Seine Aufgaben werden unter Vorstandskollegen aufgeteilt, womit der Vorstand von fünf auf vier Mitglieder sich verkleinert. Stephanie Caspar übernimmt spätestens zum 1. Juni 2020 aus dem Ressort Classifieds Media zusätzlich die Immobilienplattformen (AVIV-Gruppe). Jan Bayer kümmert sich künftig auch um die Jobportale (StepStone-Gruppe).

KKR steigt mit rund 2,9 Milliarden Euro bei Springer ein und soll helfen, langfristiges Wachstum zu finanzieren. Das Medienhaus steht zudem vor einer Restrukturierung und einem - noch nicht genau bezifferten - Jobabbau.

rei/Reuters/dpa

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