Axa will Milliarden einparen Neuer Axa-Chef holt den Sparhammer raus

Der designierte Axa-Chef Thomas Buberl will in den kommenden vier Jahren mehr als zwei Milliarden Euro einsparen. Zugleich kappt der Detusche die Gewinnprognose des französischen Konzerns.
Das charmante Lächeln kann täuschen: Der designierte Axa-Chef Thomas Buberl verordnet dem französischen Versicherer einen milliardenschweren Sparkurs. Was das genau für die Beschäftigten bedeutet, ist noch unklar

Das charmante Lächeln kann täuschen: Der designierte Axa-Chef Thomas Buberl verordnet dem französischen Versicherer einen milliardenschweren Sparkurs. Was das genau für die Beschäftigten bedeutet, ist noch unklar

Foto: DPA

Der künftige Axa-Chef Thomas Buberl verordnet dem französischen Versicherer auf dem Weg in die Digitalisierung ein milliardenschweres Sparprogramm. Bis zum Jahr 2020 sollen die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro vor Steuern sinken, teilte der Allianz-Rivale am Dienstag zu Beginn seines Investorentages in Paris mit.

Zugleich will Axa wie auch die Allianz verstärkt in digitale Angebote investieren und hohe Summen in den Kauf anderer Unternehmen stecken: Pro Jahr will der Konzern rund eine Milliarde Euro für Übernahmen ausgeben.

Europas zweitgrößter Versicherer senkte am Dienstag zugleich seine mittelfristigen Ziele und begründete dies mit den schwierigen Geschäftsbedingungen und den historisch niedrigen Zinsen: Für die Jahre 2016 bis 2020 werde nun mit einem Gewinnzuwachs je Aktie von jährlich 3 bis 7 Prozent statt bislang 5 bis 10 Prozent gerechnet, teilte der neue Konzernchef weiter mit.

Der vorige Axa-Deutschland-Chef war im März zum Nachfolger von Henri de Castries an der Konzernspitze berufen worden und soll die Führung im September übernehmen.

rei/dpa/Reuters