Dienstag, 26. Mai 2020

Aktie schießt nach oben US-Autohändler will AS Rom übernehmen

Die Roma-Spieler Nicolo Zaniolo (rechts) und Edin Dzeko

Der US-Milliardär Dan Friedkin hat ein Auge auf den italienischen Fußball-Traditionsclub AS Rom geworfen. Der Tabellenvierte der ersten italienischen Liga ("Serie A") bestätigte am Montag Verhandlungen mit einem Konsortium unter Friedkins Führung über eine Übernahme des Vereins. Entschieden sei aber noch nichts. Erst müsse die Gruppe die Bücher prüfen.

Laut "Financial Times" wollen Friedkin und seine Partner 750 Millionen Euro einschließlich Schulden für AS Rom bieten. Für mehr Geld hatte bisher kein italienischer Klub den Eigentümer gewechselt. Der am höchsten bewertete Serie-A-Verein ist aber Juventus Turin, der mehrheitlich der Familie Agnelli gehört und an der Mailänder Börse mit gut 1,6 Milliarden Euro bewertet wird.

Die Roma ist ebenfalls börsennotiert und kommt auf eine Marktkapitalisierung von gut 400 Millionen Euro. Die Aktie schoss am Montag zeitweise um neun Prozent nach oben und lag am Mittag noch 2,7 Prozent im Plus.

Der Lokalrivale von Lazio Rom wird von einer Gruppe von US-Investoren um Vereinspräsident James Pallotta kontrolliert. Sie war 2012 eingestiegen, hatte den Klub aber nicht auf den erhofften Erfolgskurs zurückführen können. AS Rom wurde zuletzt 2001 italienischer Meister, die vergangenen acht Titel holte Juventus. In der zuletzt beendeten Saison (per Ende Juni) verzeichnete der AS Rom einen Verlust von 24,3 Millionen Euro.

Die Gruppe um Pallotta versucht AS Rom schon seit einiger Zeit wieder loszuwerden, nachdem das Projekt zum Bau eines neuen Stadions im Behördendschungel zu versanden droht. Friedkin hat bisher mit Fußball nichts zu tun. Dem Texaner gehören einer der größten unabhängigen Toyota-Händler, aber auch eine Reihe von Luxus-Hotels und -Feriensiedlungen.

Reuters

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