Enorme Gewinnspanne So wenig kostet es Apple, ein iPhone zu bauen

Niedrige Kosten, hoher Verkaufspreis: Apple-Chef Tim Cook bei der Präsentation des iPhone 7.

Niedrige Kosten, hoher Verkaufspreis: Apple-Chef Tim Cook bei der Präsentation des iPhone 7.

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Konkurrenz in China: Apples neue Gegner

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Dass Apple  mit seinen hochpreisigen Produkten und seiner Steuersparstrategie gewaltige Gewinne einstreicht, ist bekannt. Aber wie groß ist die Gewinnspanne wirklich? US-Medien haben die Frage nun für das neue Flaggschiff, das iPhone 7, beantwortet.

Die Produktion des neuen iPhones koste das Unternehmen mehr als beim Vorgängermodell, schreibt etwa der Nachrichtensender CNBC  auf seiner Website. Gründe seien beispielsweise die größere Batterie sowie der größere Speicher des neuen Modells.

Die Herstellungskosten des vor wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorgestellten iPhone 7 beziffert CNBC mit Verweis auf eine Analyse des Marktforschungsunternehmens IHS Markit auf knapp 225 Dollar, womit das Smartphone etwa 37 Dollar über seinem Vorgänger liegt.

Zum Vergleich: In den USA kostet ein iPhone 7 mit 32 GB Speicher im Laden 649 Dollar (580 Euro). In Deutschland verlangt der Hersteller dafür sogar 759 Euro (umgerechnet rund 850 Dollar).

Gewinnspanne beinahe 200 Prozent

Die Spanne zwischen Produktionskosten und Verkaufserlösen beträgt also hierzulande in diesem Fall - abgesehen von Apples Personal- und Entwicklungskosten, die noch nicht berücksichtigt sind - beinahe 200 Prozent.

Auch der Sender CNN  berichtet über die Herstellungskosten des iPhones. CNN Money beruft sich dabei auf Daten der Tech-Website Teardown.com sowie von Chipworks. Demnach kostet es Apple 292 Dollar, ein iPhone mit einem 128 GB-Speicher zu produzieren. Das Modell ist im Einzelverkauf allerdings auch teurer als die 32-GB-Variante.

Im Einzelnen setzen sich die Kosten laut CNN Money so zusammen:

  • Display: 37 Dollar
  • Akku: 4 Dollar
  • Kamera: 26 Dollar
  • Hauptplatine: 74 Dollar
  • Lautsprecher: 11,50 Dollar
  • Gehäuse: 22 Dollar
  • Weitere Teile: 117,50 Dollar

Laut IHS Markit befindet sich Apple bei den Herstellungskosten etwa auf dem Niveau vergleichbarer Geräte beispielsweise vom Wettbewerber Samsung. Im Gegensatz zu den Koreanern erziele Apple aber nach wie vor die besseren Margen mit seinen Phones.

Im Klartext heißt das: Apple produziert zu ähnlichen Kosten wie die Konkurrenz, kann aber von seinen Kunden höhere Preise verlangen. Auf diese Weise gelingt es den Kaliforniern, ihre gewaltigen Gewinne zu machen.