Donnerstag, 22. August 2019

Übernahme Apple zahlt 3 Milliarden Dollar für Beats - und holt Rapper Dr. Dre ins Management

Hip-Hop-Millionär: Rapper und Beats-Gründer Dr. Dre soll das Apple-Management verstärken

Apple meldet Vollzug: Der iPhone-Hersteller kauft für drei Milliarden Dollar den Kopfhörerhersteller und Streaming-Anbieter Beats. Es ist der teuerste Zukauf der Unternehmensgeschichte. Die Beats-Gründer Dr. Dre und Jimmy Iovine sollen ins Apple-Management aufsteigen.

Cupertino - Mit dem am Mittwoch Abend angekündigten teuersten Zukauf der Unternehmensgeschichte will der iPhone-Hersteller offenbar das Geschäft mit Abo-Diensten für Musik ausbauen. Die Beats-Gründer, der Rapper Dr. Dre und der Musikmanager Jimmy Iovine, sollen ins Apple-Management aufsteigen.

Bekannt ist Beats vor allem durch seine teuren Kopfhörer mit dem markanten roten "b". Das Unternehmen wurde 2006 gegründet. Dr. Dre ist nicht nur Namensgeber der Kopfhörer, sondern auch Produzent von Rap-Stars wie Eminem und 50 Cent.

Die Kopfhörer sind vor allem bei jungen Leuten beliebt, kommen in Tests aber trotz Preisen von bis zu 300 Euro bei der Klangqualität eher schlecht weg.

Streaming-Angebot von Beats soll iTunes Radio stärken

Was Apple aber vor allem im Auge haben dürfte, ist das Musikstreaming-Angebot, das Beats kürzlich startete. Dadurch werde der Konzern sein eigenes Angebot iTunes Radio stärken, sagte Apple-Vize Eddie Cue.

Ganz schlau werden Experten aus dem Deal allerdings nicht. So verwies Bob O'Donnell von Technalysis Research darauf, dass Beats bislang erst relativ wenige Kunden für seinen Onlinemusikdienst hat, bei dem gegen eine monatliche Gebühr zahllose Songs gehört werden können. Außerdem sei die typische Apple-Klientel nicht in demselben Alter wie die Käufer der Beats-Kopfhörer. "Es ist ein bisschen verwirrend für mich, was Apple da rausholen will", sagte O'Donnell der Nachrichtenagentur AFP.

Der Konzern braucht noch das grüne Licht der Wettbewerbshüter, abgewickelt werden soll der Deal bis Ende September. Unternehmenschef Tim Cook erklärte, Musik habe bei Apple Börsen-Chart zeigen "einen besonderen Platz in unseren Herzen". Deshalb investiere die Firma weiter in Musik und bringe "diese außergewöhnlichen Teams zusammen".

la/afp

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung