Musik-Streamingdienst mit Pandora geplant Amazon attackiert Apple und Spotify

Musikgeschäft: Taylor Swift hat ihren Schnitt bereits gemacht. Nun will Amazon gemeinsam mit dem Internet-Radio Pandora das Musik-Streaminggeschäft aufmischen

Musikgeschäft: Taylor Swift hat ihren Schnitt bereits gemacht. Nun will Amazon gemeinsam mit dem Internet-Radio Pandora das Musik-Streaminggeschäft aufmischen

Foto: Mike Coppola/ Getty Images for People.com

Der Wettbewerb unter den Online-Musikdiensten wird schärfer: Der weltgrößte Online-Händler Amazon  und das Internet-Radio Pandora stünden kurz davor, die nötigen Lizenzen von großen Musik-Konzernen für den Betrieb von Abo-Streamingdiensten zu bekommen, berichtete die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf informierte Personen.

Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt, statt heruntergeladen zu werden. Marktführer ist aktuell Spotify, der schwedische Pionier des Geschäftsmodells. Er hat nach jüngsten verfügbaren Informationen über 100 Millionen Nutzer, von denen rund 30 Millionen zahlende Abo-Kunden sind. Apple (Kurswerte anzeigen) ist die Nummer zwei mit 15 Millionen Abo-Kunden und ohne eine Gratis-Variante.

Bereits eingeschränkte Song-Auswahl für Prime-Kunden

Sowohl Amazon als auch Pandora wollten Abo-Dienste zum branchenweit üblichen Preis von rund zehn Dollar im Monat anbieten, schrieb die Zeitung. Zugleich plane der Online-Händler auch eine Variante zum halben Preis für Besitzer seines vernetzten Lautsprecher "Echo". Das hatte vor kurzem auch das Tech-Blog "Recode" berichtet. Aktuell bietet Amazon eine eingeschränkte Songauswahl zum Streaming als Teil seines Abo-Dienstes "Prime".

Pandora hat für seine Radio-Angebote rund 80 Millionen Nutzer in den USA und kaufte den gescheiterten Streamingdienst Rdio, um ein weltweites Geschäft aufzubauen.

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Foto: STEPHEN BRASHEAR/ AFP
la/dpa/reuters
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