Mittwoch, 13. November 2019

Jedi-Projekt des Pentagon Microsoft holt 10-Milliarden-Auftrag - Amazon geht leer aus

Pentagon in Washington (Bild Archiv)
Charles Dharapak/ AP
Pentagon in Washington (Bild Archiv)

Der US-Technologieriese Microsoft hat sich um Bieterrennen um einen Milliardenvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium durchgesetzt. Wie das Pentagon in der Nacht zu Samstag mitteilte, soll Microsoft das sogenannte Jedi-Projekt zum Aufbau eines Cloud-Systems für alle Teilstreitkräfte des US-Militärs übernehmen. Der Vertrag hat einen Umfang von zehn Milliarden Dollar (neun Milliarden Euro) und läuft über zehn Jahre.

Um den Großauftrag hatten sich zuletzt nur noch Microsoft und der Onlinehandelsriese Amazon beworben. Als Spitzenreiter hatte eigentlich Amazon gegolten. Amazon-Besitzer Jeff Bezos ist aber ein häufiges Angriffsziel von US-Präsident Donald Trump. Bezos ist auch Besitzer der Zeitung "Washington Post", die kritisch über Trump berichtet.

Google zog sich aus ethischen Gründen zurück

Im Oktober 2018 hatte sich der Internetriese Google aus dem Bieterrennen zurückgezogen und auf ethische Bedenken verwiesen. Google sei nicht sicher, ob das Jedi-Projekt den eigenen Grundsätzen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz entspreche, erklärte der Technologiekonzern zur Begründung.

Google hatte im vergangenen Jahr Leitlinien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Diese soll demnach nicht für Waffen oder Gewalt gegen Menschen eingesetzt werden dürfen. Das Unternehmen hatte damit auf Mitarbeiterproteste gegen ein Drohnenprojekt des US-Militärs reagiert.

rei/afp

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