Dienstag, 18. Juni 2019

US-Luftfrachtvertrag nicht verlängert Fedex will nicht mehr für Amazon fliegen

Fedex transportiert keine Luftfrachtpakete mehr für Amazon und verzichtet damit auf 1,3 Prozent seines Umsatzes

Schon länger lässt Amazon Pakete in den USA mit eigenen Flugzeugen befördern. Dem Wettbewerber Fedex scheint das nicht mehr zu gefallen. Der Konzern kündigt den US-Luftfrachtvertrag mit dem Dienstleistungs- und Logistik-Konzern.

Der Paketdienstleister Fedex wird seinen US-Luftfrachtvertrag mit dem weltgrößten Onlinehändler Amazon Börsen-Chart zeigen nicht verlängern. Fedex begründete die Entscheidung in einer Mitteilung vom Freitag damit, sich auf den "breiteren E-Commerce-Markt" konzentrieren zu wollen.

Zugleich stellte der Konzern klar, dass es nur um das US-Geschäft der Luftfrachtsparte Fedex Express gehe und er mit Amazon weniger als 1,3 Prozent seines Gesamtumsatzes mache.

Amazon investiert selbst schon länger massiv in seine Zustelllogistik und betreibt bereits eine eigene Lieferwagen- und Flugzeugflotte in den USA. Branchenanalysten halten es für gut möglich, dass der Konzern sich langfristig zum ernsthaften Konkurrenten der großen Paketdienste wie UPS , Fedex oder der Deutsche-Post-Tochter DHL entwickelt. Im Bundesstaat Kentucky baut Amazon sogar schon einen eigenen Frachtflughafen auf.


Lesen Sie auch: Die Bezos-Doktrin - so erobert Amazon neue Branchen


Amazon-Chef Jeff Bezos hat bereits angekündigt, ganz Amerika mit Service- und Logistikzentren zu überziehen. Kampfansagen an die etablierten Zustelldienste vermeidet er bislang. Das liegt auch auf der Hand, denn die Unternehmen befinden sich in einem - wenngleich zunehmend angespannten - Abhängigkeitsverhältnis. Die Paketflut bringt den Zustelldiensten nicht nur Einnahmen, sondern auch viel Stress ein. Zumal Amazon stets auf extrem schnellen Versand drängt.

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung