Allianz-Vermögensverwalter meldet sich zurück Allianz-Tochter lässt Tal der Tränen hinter sich

Pimco hat die Krise endgültig hinter sich gelassen. Der Vermögensverwalter der Allianz poliert die Bilanz des Konzerns genauso auf wie das Geschäft des Versicherers mit Leben- und Krankenpolicen.
Allianz-Konzernchef Oliver Bäte (rechts) und sein Finanzvorstand Dieter Wemmer können vermelden: Der konzerneigene Vermögensverwalter Pimco lässt die Krise hinter sich

Allianz-Konzernchef Oliver Bäte (rechts) und sein Finanzvorstand Dieter Wemmer können vermelden: Der konzerneigene Vermögensverwalter Pimco lässt die Krise hinter sich

Foto: DPA

Die Allianz-Vermögensverwaltungstochter Pimco hat das Tal der Tränen offenbar durchschritten. Im ersten Quartal flossen dem kalifornischen Fondsanbieter neue Gelder in Höhe von 21 Milliarden Euro von den Kunden zu, wie die Allianz am Freitag mitteilte. "Die Nettomittelzuflüsse Dritter bei Pimco nahmen an Fahrt auf aufgrund der überdurchschnittlichen Entwicklung in mehreren Anlagestrategien", erklärte Finanzvorstand Dieter Wemmer den Zuwachs.

Insgesamt, also einschließlich der deutschen Allianz Global Investors (AGI), wuchs das für Dritte verwaltete Vermögen in der Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 42 Milliarden auf 1,4 Billionen Euro. Die auf Anleihen spezialisierte Pimco war vor drei Jahren in die Krise gerutscht. Die Mittelzuflüsse und Kostensenkungen trieben das operative Ergebnis in der Sparte um 24 Prozent auf 572 Millionen Euro.

Die Asset-Management-Sparte war damit neben der Lebensversicherung hauptverantwortlich für den Anstieg des operativen Gewinns der Allianz um 9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro im ersten Quartal. Dank einer höheren Marge bei Kapitalanlagen in den USA verdiente der Konzern in der Lebens- und Krankenversicherung operativ mit rund 1,2 Milliarden Euro gut ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, wie er weiter mitteilte.

Belastungen im Schaden- und Unfallgeschäft gestiegen

Hohe Belastungen musste die Allianz hingegen im Schaden- und Unfallgeschäft hinnehmen. Wegen hoher Sturmschäden in Europa und Australien sank der operative Gewinn um 13 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

Am Ergebnis zehrte auch eine staatliche Neuregelung für Unfallopfer in Großbritannien, die künftig höhere Ansprüche gegen Versicherer haben. Die Sparte sei dennoch auf einem guten Weg, ihr Jahresziel zu erreichen, sagte Finanzchef Dieter Wemmer.

Konzernweit peilt die Allianz für 2017 weiterhin einen operativen Gewinn von 10,3 bis 11,3 Milliarden Euro an. Erste Eckdaten hatte der Konzern bereits bei der Hauptversammlung vergangene Woche vorgelegt.

So hatte die Allianz mitgeteilt, dass der Nettogewinn durch Sondereffekte um 15,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gefallen war im ersten Quartal. Der Quartalsüberschuss des vergangenen Jahres war ungewöhnlich hoch ausgefallen, weil der Konzern Beteiligungen verkauft hatte.

Der Umsatz hatte um 2,5 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zugelegt, wie Europas größter Versicherer bereits zur Hauptversammlung mitgeteilt hatte.

rei/Reuters/dpa
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