Montag, 23. September 2019

Absturz eines Neue-Markt-Stars So wurde Aixtron zum China-Schnäppchen

Wafer von Aixtron: Hoch geflogen, tief gestürzt

3. Teil: Analysten halten Gegenangebot und Bieterkampf um Aixtron für unwahrscheinlich

Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser meinte, dass Aixtron mit den Chinesen im Rücken besser dastehen dürfte als wenn das Unternehmen weiter alleine agiert. Eine neue Muttergesellschaft aus dem riesigen Reich dürfte den Rheinländern helfen, ihren Marktanteil im chinesischen LED-Geschäft wieder zu erhöhen. Und dieses Wachstumspotenzial reflektiere das aktuelle Angebot von FGC.

Ein Bieterkampf um Aixtron und damit ein weiterer Kurssprung erscheint derweil eher unwahrscheinlich. Dies spiegelt sich allein schon im Kurs wider, der deutlich unter der Offerte von 6 Euro notiert. Nach Auffassung von Wunderlich erwarten die Anleger kein Gegenangebot des wichtigsten Aixtron-Konkurrenten Veeco, da beide Unternehmen dann quasi ein Monopol hätten. Einen solchen Zusammenschluss würden die Kartellwächter wohl nicht akzeptieren.

Ohne große Auflagen hingegen dürften Aufsichtsbehörden in China, Südkorea und Deutschland eine Übernahmen von Aixtron durch FGC durchwinken, schrieb Analyst Tammy Qiu von Berenberg Research.

Abgesehen von den kartellrechtlichen Fragen müssen mindestens 60 Prozent der Aixtron-Anleger das Angebot annehmen, damit die Übernahme zustande kommt. Die Angebotsfrist kann voraussichtlich im Juli beginnen, damit das Geschäft im laufenden Jahr abgeschlossen werden kann.

mit Material von dpa

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