Stellenabbau Airbus will rund 800 Millionen Euro einsparen

Mit dem geplanten Abbau von 5800 Stellen will die Airbus Group in den kommenden Jahren rund 815 Millionen Euro einsparen. In Deutschland sollen rund 2600 Arbeitsplätze betroffen sein, hinzu kommen Stellen in Frankreich, Spanien und Großbritannien. Der Abbau trifft vor allem die Rüstungssparte.
Sinkflug: Die Testdrohne "Eurohawk" wurde von der EADS-Tochter Cassidian gefertigt. Inzwischen ist Cassidian mit Astrium fusioniert, im Rüstungsgeschäft wird kräftig gekürzt

Sinkflug: Die Testdrohne "Eurohawk" wurde von der EADS-Tochter Cassidian gefertigt. Inzwischen ist Cassidian mit Astrium fusioniert, im Rüstungsgeschäft wird kräftig gekürzt

Foto: DPA/ Cassidian

Hamburg - Die Einsparungen sollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa von 2017 an wirksam werden. Das Unternehmen bestätigte dies am Donnerstag auf Anfrage nicht. Ein Sprecher verwies auf die Bilanz-Pressekonferenz des früher als EADS  firmierenden Luft- und Raumfahrtkonzerns am 26. Februar in Toulouse.

Der Stellenabbau betrifft vor allen die Rüstungssparte Airbus Defence & Space. Ziel des Konzerns soll es sein, die Auswirkungen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Der angekündigte Stellenabbau soll Ende 2016 abgeschlossen sein.

In Deutschland sollen rund 2600 Arbeitsplätze betroffen sein, hinzu kommen Stellen in Frankreich, Spanien und Großbritannien. Die Zahl der Entlassungen wurde bei der Airbus Group zuletzt auf bis zu 1450 geschätzt.

Der frühere EADS-Konzern hatte sich Jahresbeginn in Airbus Group umbenannt und die schwächelnde Rüstungstochter Cassidian mit dem Raumfahrtgeschäft Astrium zusammengelegt.

Die Straffung des Geschäfts soll vor allem die Rüstungsgeschäfte des größten europäischen Luftfahrtunternehmens optimieren. Der Flugzeugbauer und Namensgeber Airbus schrieb zuletzt glänzende Gewinne

la/dpa