Mittwoch, 13. November 2019

Ergebnis steigt nach 9 Monaten um die Hälfte Airbus steigert Gewinn und senkt Auslieferungsplan

Airbus aus der Familie A320neo: Die Jets entwickeln sich zum Verkaufsschlager,

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will im laufenden Jahr weniger Zivilflugzeuge als geplant ausliefern, hält aber an seinem Gewinnziel fest. Der Konzern werde 2019 rund 860 Flugzeuge und damit 20 bis 30 Maschinen weniger als geplant an seine Kunden übergeben, kündigte Unternehmenschef Guillaume Faury am Mittwoch an.

Hintergrund sind Probleme beim Hochfahren der Produktion des A321neo mit einer neuen Kabinenausstattung. Die Korrektur sei nötig, um einen "effizienteren Auslieferungsfluss in den nächsten Jahren" zu gewährleisten, teilte Airbus weiter mit. Bereits im Sommer hatte Faury angedeutet, dass die Zahlen nach unten gehen könnten. Die Jahresprognose für den Free Cash Flow senkte der Konzern deshalb von vier auf etwa drei Milliarden Euro. Am Gewinnziel hält Faury dagegen fest. Das bereinigte Ebit solle um etwa 15 Prozent steigen, bestätigte das Unternehmen.

Airbus kann sich vor Bestellungen kaum retten. Erst am Vortag hatte der europäische Flugzeugbauer den zumindest auf dem Papier bislang größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte bekanntgegeben: Die indische Billigfluggesellschaft IndiGo ordert 300 Flugzeuge, darunter die Kurz- und Mittelstrecktenjets A320neo, A321neo und die Langstrecken-Version A321XLR.

Laut Angaben von Mittwoch stiegt das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) nach neun Monaten um 51 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, Der Umsatz kletterte danach auf 46,2 Milliarden Euro (40,4).


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Im Zollstreit zwischen den USA und Europa arbeitet Airbus mit seinen amerikanischen Kunden nach eigenen Angaben weiter daran, die Konsequenzen in den Griff zu bekommen. Wenn die USA wie angedroht Zölle auf Flugzeuge und Hubschrauber aus der EU erhöben, könnte dies den Export in die USA behindern "und die Finanz- und Ertragslage von Airbus negativ beeinflussen", hatte der Konzern bereits im Sommer gewarnt. Man setze weiter auf eine Verhandlungslösung, bekräftigte Airbus nun.

rei/dpa/Reuters

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