Montag, 1. Juni 2020

Umsatz um mehr als die Hälfte eingebrochen Airbnb streicht ein Viertel seiner Stellen - und denkt um

Ausgebremst: Airbnb-Chef Brain Chesky

Der Wohnungsvermittler Airbnb streicht wegen der Coronakrise rund 1900 Jobs - ein Viertel aller weltweiten Stellen, wie zahlreiche US-Medien wie "The Information", Bloomberg, CNBC und das "Wall Street Journal" übereinstimmend berichten. Die Krise habe den Tourismus zu einem Stillstand gebracht, zitierten sie aus einer E-Mail von Airbnb-Chef Brian Chesky an die Beschäftigten. Der Umsatz dürfte dieses Jahr um mehr als die Hälfte sinken Eigentlich hatte das Unternehmern in diesem Jahr an die Börse gehen wollen. Dass daraus etwas wird, wird von Beobachtern mittlerweile stark bezweifelt.

Angesichts der Krise und erwarteter Verluste von einer Milliarde Dollar alleine im ersten Halbjahr hatte Airbnb Rettungskapital aufgenommen. Und will nun offenbar auch in neuen Geschäftsbereichen auf die Bremse treten, wie das "Wall Street Journal" weiter berichtete. So soll etwa die Expansion ins Luxusgeschäft und in die Beförderung von Gästen auf Hold gesetzt werden, wie auch das Projekt Airbnb Studios, in dem eigene Serien und Filme rund um die Marke entwickelt werden sollten.

Airbnb will günstiger werden

"Reisen in dieser neuen Welt wird anders aussehen", schrieb Chesky. "Und wir müssen Airbnb entsprechend entwickeln. "Die Leute werden Auswahlmöglichkeiten haben wollen, die näher an zu Hause, sicherer und günstiger sind."

Pläne aus dem neuen Geschäftsbereich Airbnb Experiences auszusteigen, verkündete Chesky indes nicht, ein Bereich der Beobachtern zufolge eigentlich im vergangenen Jahr Profitabilität hätte erreichen sollen, dies bislang aber noch nicht geschafft hat.

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Angesichts der Krise und massiver Leerstände hatten viele Vermieter ihre Wohnungen von der Vermietungsplattform genommen und bieten sie mittlerweile auf dem freien Mietmarkt an.

mihec

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