Dienstag, 2. Juni 2020

Air France-KLM mustert Riesenflieger 2 Jahre früher aus A380-Flotte bleibt für immer am Boden

Riesenflieger A380: Air France-KLM lässt seine neun Maschinen nicht mehr starten. Die Kosten der Ausmusterung beziffert die Airline auf rund 500 Millionen Euro.
Silas Stein/dpa
Riesenflieger A380: Air France-KLM lässt seine neun Maschinen nicht mehr starten. Die Kosten der Ausmusterung beziffert die Airline auf rund 500 Millionen Euro.

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb seiner A380-Flotte ein. Die Flotte sei derzeit am Boden und werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch. Die Ausmusterung des größten Passagierjets der Welt war ursprünglich für 2022 vorgesehen. Air France-KLM hat insgesamt neun A380-Jets in seiner Flotte, einige davon sind im Besitz der Airline, andere geleast, hieß es in einer Mitteilung. Airbus hatte bereits Anfang 2019 das Ende der Produktion des A380 mangels Nachfrage verkündet.

Die Jumbojets sollen durch Flugzeuge der neuen Generation ersetzt werden - darunter der Airbus-Jet vom Typ A350 und der Boeing -Langsteckenjet 787. Die entsprechenden Auslieferungen dauerten noch an, hieß es. Die Ausmusterung diene dazu, die Flotte mit moderneren, leistungsfähigeren Flugzeugen mit deutlich verringerter Umweltbelastung wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Auswirkungen der Ausmusterung des Airbus A380 würden auf 500 Millionen Euro geschätzt und im zweiten Quartal 2020 als langfristige Kosten und Aufwendungen verbucht. Die gesamte Luftfahrtbranche steht aktuell wegen des Zusammenbruchs des internationalen Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehrs stark unter Druck.

dpa-afx

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