Sonntag, 21. April 2019

FAQ zur Air-Berlin-Zerschlagung So weiden Lufthansa und Easyjet Air Berlin aus

Maschinen von Lufthansa, Air Berlin

5. Teil: Was kann jetzt noch schiefgehen?

5. Was kann jetzt noch schiefgehen?

Theoretisch können die europäischen Kartellbehörden Lufthansa und Easyjet noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die Unternehmen loten bereits parallel zu den Verkaufsverhandlungen mögliche Hindernisse in Brüssel aus.

Wahrscheinlich wird der Deal aber zunächst bis Mitte Oktober über die Bühne gehen, da die Zeit drängt. Wenn Air Berlin das Geld ausgeht und die Flugzeuge am Boden bleiben, verliert die Gesellschaft ihre Start- und Landerechte. Sollten die Kartellbehörden ernste Bedenken haben, müssten die erworbenen Unternehmensteile schlimmstenfalls später weiterveräußert werden.

Die Lufthansa selbst rechnet trotz ihrer marktbeherrschenden Stellung damit, dass sie mit ihrem Angebot zum Zuge kommen wird, wie Vorstandschef Carsten Spohr erklärte. Einschließlich aller Umsteigflüge habe die Lufthansa-Gruppe in Deutschland bereits einen Marktanteil von 34 Prozent. Er könnte auf knapp 50 Prozent steigen.

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