Aufsichtsrat gibt Mittel frei Lufthansa stellt 1 Milliarde Euro für Air Berlin bereit

Flugzeuge von Air Berlin: Lufthansa will weitere 41 Airbus-Mittelstreckenjets sowie 20 Turboprop-Maschinen von der insolventen Airline kaufen - einschließlich der Start- und Landerechte

Flugzeuge von Air Berlin: Lufthansa will weitere 41 Airbus-Mittelstreckenjets sowie 20 Turboprop-Maschinen von der insolventen Airline kaufen - einschließlich der Start- und Landerechte

Foto: Ralf Hirschberger/ dpa

Die Lufthansa  macht sich nun auch finanziell bereit, große Teile der insolventen Air Berlin zu übernehmen. Der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns machte am Dienstag Investitionsgelder in Höhe von rund 1 Milliarde Euro zum Kauf von 61 Flugzeugen aus dem Bestand von Air Berlin frei, wie Lufthansa in Frankfurt berichtete. Das Geld stamme aus vorhandenen liquiden Mitteln.

Der geplante Kauf umfasst 41 Airbus-Mittelstreckenjets und 20 Turboprop-Maschinen des Herstellers Bombardier aus der Air-Berlin-Flotte. Der Kauf hängt aber teilweise davon ab, ob die Verhandlungen zum Kauf von Teilen von Air Berlin zum Erfolg führen.

Der dort genannte und vom Unternehmen nicht bestätigte Kaufpreis von rund 200 Millionen Euro ist in der vom Aufsichtsrat genehmigten Milliarde nicht enthalten, wie ein Sprecher erläuterte.

61 Flugzeuge von Air Berlin könnten übernommen werden

20 weitere Airbus-Flieger von Air Berlin besitzt der Kranich-Konzern schon oder hat verbindliche Optionen darauf. Sie werden bereits bei der Tochter Eurowings eingesetzt, bei der auch die weiteren 61 Flugzeuge inklusive 20 Propellermaschinen zum Einsatz kommen sollen. Dafür sollen rund 3000 Piloten und Flugbegleiter angeworben werden.

Lufthansa (Kurswerte anzeigen) hat bei Air Berlin für die beiden Tochtergesellschaften Niki und LG Walter geboten, in die zusätzliche Flugzeuge eingegliedert werden sollen. Fünf Flugzeuge sollen auch an die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian gehen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach von einer große Chance, mit Eurowings in Europa einen entscheidenden Schritt voranzukommen. Aufsichtsrat und Vorstand seien sich einig, die Chance entschlossen zu nutzen

la/dpa/reuters
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