Sonntag, 15. Dezember 2019

AB InBev sucht nach antialkoholischen Alternativen Warum ein Bierriese künftig auch Kaffee verkauft

Junge Frau mit Kaffeebecher: Die Trinkgewohnheiten junger Leute haben sich geändert - und die Konzerne passen sich an
Getty Images/Westend61
Junge Frau mit Kaffeebecher: Die Trinkgewohnheiten junger Leute haben sich geändert - und die Konzerne passen sich an

3. Teil: Auch andere Konzerne expandieren ins Anti-Alkoholische

Mit seiner Diversifizierungsstrategie und der Orientierung hin zu aktuell stark angesagten margenstarken Premium-Produkten steht AB Inbev nicht alleine. Auch Spirituosenhersteller wie Diageo, oder Pernod Ricard erweiterten ihr Portfolio zuletzt um Alkoholfreies und vertreiben beispielsweise alkoholfreie Gin-Varianten. Oder denken wie Molson Coors, die ebenfalls ins Teegeschäft eingestiegen sind, laut über eigene Kaffeeprodukte nach.

Die Grenzen verschwimmen

Aber auch klassische Softdrink-Hersteller wie Coca-Cola haben ihr Portfolio zuletzt deutlich ausgeweitet. So übernahm Coca-Cola 2018 für 5,1 Milliarden die Kaffeekette Costa Coffee und investiert Ende vergangenen Jahres rund 15 Milionen Dollar in die alkoholfreie In-Getränkemarke Dirty Lemon.

Und auch Pepsi, das bereits seit Jahren abgefüllten Frappucino für Starbucks vertreibt, passt sich dem anhaltenden Gesundheits- und Wellness Trend an und sucht ebenfalls zusätzliche, weniger zuckerhaltige Alternativen. Im August übernahm der Konzern für 3,2 Milliarden Dollar den Wassersprudler-Hersteller Sodastream.

Angesichts von mehr als 2000 alkoholfreien Getränken, die alleine in den vergangenen vier Jahren auf den US-Markt gekommen sind, sind das selbst für einen Branchenveteranen wie Carlos Brito spannende Zeiten.

Seite 3 von 3

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung