Sonntag, 15. Dezember 2019

AB InBev sucht nach antialkoholischen Alternativen Warum ein Bierriese künftig auch Kaffee verkauft

Junge Frau mit Kaffeebecher: Die Trinkgewohnheiten junger Leute haben sich geändert - und die Konzerne passen sich an
Getty Images/Westend61
Junge Frau mit Kaffeebecher: Die Trinkgewohnheiten junger Leute haben sich geändert - und die Konzerne passen sich an

2. Teil: Hanf-Drinks und Kaffee in der Pipeline

Rund 10 Prozent des weltweiten Absatzes machen antialkoholische Getränke laut "Wall Street Journal" bei dem Bierriesen mittlerweile aus. Und schaut man sich die Pläne des Konzerns an, könnte der Anteil noch wachsen.

Denn nicht nur experimentiert der Konzern mit neuen Vertriebsformen und will zusammen mit dem Kapselkonzer Keurig Dr Peppers künftig auch Bier- und Cocktail-Kapseln zur Getränkezubereitung für zu Hause auf den Markt bringen.

AB Inbev denkt auch laut über die Entwicklung eines Hanf-Drinks nach. Und ist zu diesem Zweck Ende vergangenen Jahres eine Partnerschaft mit dem kanadischen Cannabis-Konzern Tilray eingegangen. Der Konzern steht damit nicht alleine: Auch Coca-Cola und die AB-Inbev-Konkurrenten Molson Coors, Constellation Brands und Heineken haben ihre Fühler bereits ins Cannabis-Geschäft ausgestreckt, um ihre Portfolios gegebenenfalls um die angesagten Nischengetränke zu erweitern.

Zum anderen will es Biermanager Brito offenbar Getränkekonzernen wie Coca-Cola gleichtun, und noch 2019 ins lukrative Kaffee-Geschäft einsteigen, wie der Vizepräsident von AB InBevs 2018 gegründeten "Beyond Beer"-Sparte, Randy Ornstein kürzlich auf eine Fachkonferenz verriet. Eine Sparte, die neben alkoholfreien Getränken auch Spirituosen und Mixgetränke umfasst.

Noch 2019 soll laut Randy Ornstein ein trinkfertiges veganes Cold-Brew-Getränk auf den Markt gebracht werden. Ob AB Inbev den Kaffee selbst braut oder dazu einer Partnerschaft mit einem Kaffeekonzern wie Nestlé, Starbucks oder einer der vielen Kaffee-Beteiligungen der JAB-Holding der deutschen Milliardärsfamilie Reimann eingeht, verriet der Konzern auf Nachfrage von manager-magazin.de nicht.

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