Dienstag, 25. Juni 2019

Christoph Franz Lufthansa-Chef verteidigt Wechsel zu Roche

Christoph Franz: "Legitim, dass man den Arbeitsplatz wechselt"

Der scheidende Konzernchef der Deutschen Lufthansa, Christoph Franz, hat seinen umstrittenen Weggang verteidigt. Er verwahrte sich zugleich gegen Vorwürfe, er wolle mit dem Wechsel vor allem sein Gehalt steigern. "Es geht bei dieser Entscheidung nicht um Geld", sagt Franz.

Hamburg - "Ich finde es einfach legitim, dass man den Arbeitsplatz wechselt, wenn ein attraktives Angebot vorliegt", sagte Franz im Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 20. Dezember). Der Chef der Lufthansa Börsen-Chart zeigen hatte im September überraschend angekündigt, seinen Ende Mai 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen und stattdessen zum Schweizer Pharmariesen Roche zu wechseln.

Er verwahrte sich zugleich gegen Vorwürfe, er wolle mit dem Wechsel vor allem sein Gehalt steigern. "Es geht bei dieser Entscheidung nicht um Geld", sagte der Manager.

Auch sei es "wesentlich zu kurz gesprungen", von den Gehältern seines Vorgängers bei Roche auf seine künftigen Bezüge zu schließen. Der Präsident des Verwaltungsrats von Roche Börsen-Chart zeigen hat zuletzt mehr als sieben Millionen Euro im Jahr verdient, fast dreimal so viel wie der Vorstandsvorsitzende der Kranich-Linie. Zugleich betonte der Lufthansa-Lenker seine Vertragstreue: "Ich habe einen Fünfjahresvertrag, und den werde ich in vollem Umfang erfüllen."

Franz bekräftigte zudem sein Ziel, mit dem laufenden Sanierungsprogramm "Score" das Ergebnis der Lufthansa ab 2015 um 1,5 Milliarden Euro zu verbessern. "Unser Programm mit seinen einzelnen Schritten wird uns einen ordentlichen Schub geben", sagte der Vorstandschef, "wir werden die versprochene Ergebnisverbesserung erreichen."

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