Samstag, 7. Dezember 2019

Erfolgsserie "Perry Rhodan" "Kein Sex - lieber mehr Außerirdische"

Dauerseller Perry Rhodan: Band 2700 "Der Techno-Mond" erscheint diese Woche - doch Hollywood bleibt dem deutschesten aller Sci-Fi-Helden (noch) verschlossen
Pabel-Moewig Verlag
Dauerseller Perry Rhodan: Band 2700 "Der Techno-Mond" erscheint diese Woche - doch Hollywood bleibt dem deutschesten aller Sci-Fi-Helden (noch) verschlossen

3. Teil: Neustart für Rhodan: Bestsellerautor Eschbach steigt wieder ein

Deshalb versucht Chefredakteur Klaus Frick seit Jahren, immer wieder neue Anfänge in der ewigen Perry-Story zu kreieren. Es gibt etwa Taschenbücher und Sammelbände mit abgeschlossenen Geschichten. Markenstrategisch besonders gewagt ist die neue Serie "Perry Rhodan Neo", die VPM seit 2011 verlegt: Hier wird die Original-Geschichte aus den Heftromanen von jüngeren Autoren noch einmal völlig neu erzählt.

Ein solcher neuer Anfang soll auch die 2700. Folge der Heftserie sein, die an diesem Freitag (17. Mai) erscheint. Titel: "Der Techno-Mond". Geschrieben hat sie Andreas Eschbach, einer der wenigen echten deutschsprachigen Bestsellerautoren, der mit einem gewissen Recht Weltstars wie Dan Brown und Michael Crichton Kollegen nennen darf.

Eschbach landete mit "Das Jesus-Video" oder "Eine Billion Dollar" Buch-Hits. Angefangen hat er einst als Science-Fiction-Autor - dank Perry Rhodan. Noch heute sagt Eschbach von sich: "Ich kenne die Perry-Rhodan-Welt fast besser als die reale."

Weltraumfahrt per Tablet: 1,5 Millionen E-Books bereits verkauft

In die neue Realität der Verlagswelt ist "Perry Rhodan", der Mann aus der Zukunft, früher gestartet als die meisten anderen Druckerzeugnisse. Seit Jahren schon gibt es Perry zum Download - zum Hören oder Lesen. "Wir verdienen mit E-Books längst Geld", sagt Chefredakteur Frick. 1,5 Millionen Stück habe der Verlag bereits verkauft. Und die Fans machen mit: Immer öfter erreichten ihn nun Kündigungen des Print-Abos, sagt Frick, weil die Leser des Abenteuern ihres Perry Rhodan künftig lieber per Tablet oder Smartphone folgen.

Dennoch sind Perry-Käufer auch eine konservative Spezies: Neue Technik ja, aber bitte keine Experimente im technikstarrenden Perryversum selbst. Denn auch mit erzählerischen Neuerungen hat Chefredakteur Frick experimentiert - zum Beispiel mit etwas mehr Sex im All. Aber das Urteil der Fans, sagt Frick, sei eindeutig gewesen: "Eher kein Sex, lieber mehr drollige Außerirdische."

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