Lufthansa Verdi verzichtet vorerst auf Streiks

Entwarnung für Lufthansa -Passagiere: Die Gewerkschaft Verdi verzichtet im Tarifkonflikt mit Deutschlands größter Fluggesellschaft bis Mitte des Monats auf einen weiteren Warnstreik.
Zeit gewonnen: Der Flugverkehr der Lufthansa kann mindestens bis zum 17. April planmäßig verlaufen

Zeit gewonnen: Der Flugverkehr der Lufthansa kann mindestens bis zum 17. April planmäßig verlaufen

Foto: Daniel Naupold/ dpa

Frankfurt am Main - Die Lufthansa habe für die dritte Tarif-Verhandlungsrunde am 17. April ein Angebot angekündigt, das den Punkten Beschäftigungssicherung und Lohnerhöhungen Rechnung tragen solle, sagte ein Verdi-Sprecher. Dies habe die Gewerkschaft gefordert. "Deshalb wird es bis einschließlich 17. April keinen Warnstreik geben."

Am Freitag hatte Verdi noch einen Ausstand bei der Kranich-Airline vor der nächsten Tarifrunde angedroht. Derzeit liegen die Positionen der beiden Parteien weit auseinander: Verdi fordert für 33.000 Lufthansa-Beschäftigte Zusagen über Sicherung von Jobs sowie 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Lufthansa will angesichts sinkender Gewinne, Stellenabbau und Standortschließungen eine Nullrunde durchsetzen. Verhandelt wird über die Gehälter der Beschäftigten bei Lufthansa Cargo, der Catering-Tochter LSG, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems sowie der Lufthansa-Mitarbeiter am Boden und in der Kabine.

Im laufenden Tarifclinch hatte Verdi die Mitarbeiter der Lufthansa erstmals Ende März zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Fluggesellschaft stürzte ins Chaos - 700 von 1800 Flügen fielen aus, darunter so gut wie alle Flüge innerhalb Deutschlands und ins europäische Ausland.

mg/rtr
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