Sonntag, 21. Juli 2019

Spaniens Problembanken Bankia vor Zwangsfusion mit Catalunya Banc

Bankia-Zentrale in Madrid: Prächtiger Bau demnächst vielleicht Sitz eines fusionierten Großinstituts mit Milliardenlasten
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Bankia-Zentrale in Madrid: Prächtiger Bau demnächst vielleicht Sitz eines fusionierten Großinstituts mit Milliardenlasten

Spaniens Regierung erwägt offenbar eine besondere neue Bank zu gründen: Die größten Problembanken des Landes, der kriselnde Sparkassenverbund Bankia und die Catalunya Banc, könnten nach Medieninformationen zwangsfusioniert werden. Das soll vor allem Spaniens Staatskasse helfen.

Madrid - Die spanische Regierung will das Krisengeldhaus Bankia möglicherweise mit einem weiteren verstaatlichten Institut verschmelzen. Das könne die überstrapazierte Staatskassen Spaniens schonen, weil der getrennte Weiterbetrieb beider Banken teurer wäre.

Allerdings sei noch keine Entscheidung zur Zukunft des Sparkassenverbunds Bankia und der Catalunya Banc gefallen, hieß es bisher. Das Wirtschaftsministerium und der staatliche Bankensanierungsfonds FROB lehnten eine Stellungnahme ab.

Der Verkauf der Catalunya Banc wurde am Montag bereits zum zweiten Mal abgeblasen, weil der Regierung die Gebote nicht hoch genug waren. Bankia wies erst vergangene Woche mit mehr als 19 Milliarden Euro den höchsten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des krisengeschüttelten Landes aus.

Die Europäische Union (EU) bescheinigte der spanischen Regierung jedoch, beim Umbau des Finanzsektors auf Kurs zu sein. EU-Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) erklärten, spanische Banken benötigten voraussichtlich nicht mehr Hilfen als die bereits ausgezahlten 41,4 Milliarden Euro.

Spanien erhielt im vergangenen Jahr eine Zusage über internationale Unterstützung von bis zu 100 Milliarden Euro zur Sanierung seines maroden Finanzsektors.

kst/dpa-afx

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