Probleme mit Zügen Deutsche Bahn verklagt Bombardier

Die Deutsche Bahn zieht gegen Bombardier vor Gericht. An gleich zwei Gerichten wurden Klagen eingereicht. Zum Inhalt will sich die Bahn nicht äußern. Doch offenbar geht es um die Probleme, die das Unternehmen mit Zügen hatte, die von Bombardier geliefert wurden.
Deutsche Bahn: Auseinandersetzung mit Bombardier

Deutsche Bahn: Auseinandersetzung mit Bombardier

Foto: Z1032 Arno Burgi/ dpa

Berlin/München - Wegen der Mängel an Regional- und S-Bahn-Zügen geht die Deutsche Bahn nun gerichtlich gegen den Hersteller Bombardier vor. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" will der Bahnkonzern Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro ersetzt haben und hat zwei Verfahren gegen Bombardier eingeleitet: eines vor dem Landgericht Berlin und ein weiteres vor dem Landgericht München.

"Ich kann die Existenz der beiden Klagen bestätigen", sagte eine Bahnsprecherin. "Zum Inhalt äußern wir uns nicht." Von Bombardier war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Anlass für die Klage in Berlin sind der "Süddeutschen Zeitung" zufolge mehr als 200 Regionalzüge, die auch als sogenannte Regio Swinger bekannt sind. Bei den Fahrzeugen gab es immer wieder Probleme mit der Neigetechnik und den Achsen. Weil Verhandlungen mit Bombardier nicht erfolgreich verliefen, habe sich die Bahn offenbar gezwungen gesehen, Klage einzureichen, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Bei dem in München anhängigen Verfahren gehe es um S-Bahn- und Regionalzüge, bei denen immer wieder Probleme mit den Bremsen aufgetreten sind. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte deshalb zeitweise die zulässige Höchstgeschwindigkeit gedrosselt und angeordnet, dass die Fahrzeuge deutlich häufiger gewartet werden müssen.

Ein Termin für eine mündliche Verhandlung zeichne sich noch nicht ab, sagte ein Sprecher des Landgerichts Berlin der "Süddeutschen Zeitung". Die Regio Swinger werden zum Teil schon seit den 1990er Jahren vor allem in Süddeutschland eingesetzt.

got/afp/dpa
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