Sonntag, 15. September 2019

Minus größer als 2012 Winterverlust drückt Reisekonzern Tui 

Wintertristesse bei Tui: Millionenverlust im ersten Quartal des Geschäftsjahres

Tui hat in seinem ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust eingefahren. Rote Zahlen der Tourismustochter Tui Travel und der Reedereisparte Hapag-Lloyd ließen den Fehlbetrag auf 184 Millionen Euro steigen. Tui bleibt aber dabei: Im Gesamtjahr 2013 soll es einen kleinen Gewinn geben.

Hannover- Europas größter Reisekonzern Tui ist mit einem höheren Verlust in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Beispielsweise wegen weggefallener Zinseinnahmen aus der Rettung der Container-Reederei Hapag-Lloyd und eines positiven Steuereffekts ein Jahr zuvor stieg das Minus unter dem Strich im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember um 56 Prozent auf 137 Millionen Euro, wie das im MDax Börsen-Chart zeigen notierte Unternehmen am Mittwoch vor der Hauptversammlung in Hannover mitteilte.

Außerdem drückte eine veränderte Bilanzierung von Leerflügen bei der Veranstaltertochter Tui Travel auf das Ergebnis der Tui Börsen-Chart zeigen. Analysten hatten mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Im Winter schreiben Tourismusunternehmen üblicherweise rote Zahlen. Allerdings verbuchte die Hotelsparte des Tui-Tourismusbereichs einen Gewinnsprung, wenn auch insbesondere nur dank des Verkaufs eines Hotels auf den Balearen.

Der Konzernumsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende September rechnet die Konzernführung um den scheidenden Vorstandschef Michael Frenzel weiterhin mit einem höheren Umsatz, einem stabilen, um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) und einem positiven Konzernergebnis. In dieser Prognose sind jedoch auch die Gewinnanteile der Minderheitsgesellschafter von Tui Travel eingerechnet. Das operative Ergebnis des Konzerns mit 74.000 Mitarbeitern soll das Niveau des Vorjahres erreichen.

kst/dpa-afx/rtr

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