Freitag, 19. April 2019

EU-Veto Ryanair darf Aer Lingus nicht übernehmen

Objekt der Begierde: Ryanair kommt bei Aer Lingus erneut nicht zum Zug

Weiterer Rückschlag für Ryanair-Chef Michael O'Leary: Die EU-Kommission untersagt der irischen Billigfluglinie erneut, den heimischen Rivalen Aer Lingus zu übernehmen. Jetzt wollen die Iren klagen.

Dublin - Die EU-Kommission will nach Informationen von Ryanair Börsen-Chart zeigen die Übernahme des Konkurrenten Aer Lingus Börsen-Chart zeigen nicht genehmigen. Dies hätten die Wettbewerbshüter angekündigt, teilte Europas größter Billigflieger mit. Eine solche Entscheidung sei politisch und habe nichts mit den Wettbewerbsgesetzen zu tun. Zugleich gab Ryanair bekannt, ein Verbot vor Gericht anfechten zu wollen.

Ryanair will den heimischen Rivalen für 694 Millionen Euro übernehmen. Es ist bereits der dritte Versuch der Iren, Aer Lingus zu kaufen: 2007 untersagten die EU-Wettbewerbshüter den Kauf. Zwei Jahre später gab Ryanair-Chef Michael O'Leary nach hartem Widerstand von Aer Lingus einen weiteren Versuch auf.

Aer Lingus erklärte unterdessen, die Airline habe angesichts der eigenen gestiegenen Marktmacht seit 2007 gute Gründe für Ryanair gesehen, keinen erneuten Übernahmeversuch zu starten. Die Airline erneuerte darüber hinaus ihre Forderung, dass Ryanair ihren Anteil an Aer Lingus aus Wettbewerbsgründen verringern solle.

Aer Lingus ist nicht der einzige Konfliktpunkt der Iren mit Brüssel. Neben diversen Beihilfestreitigkeiten musste sich O'Leary erst im Oktober von der Idee eines Angebots für den Londoner Flughafen Stansted verabschieden. Dass er dort nicht zum Zuge kam, legte er ebenfalls zum Teil den Brüssler Wettbewerbshütern zur Last.

mihec/rtr

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