Details zur Kapitalerhöhung Sky verringert seinen Jahresverlust

Der Bezahlsender Sky ist im vierten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust fiel höher aus als erwartet. Über das Gesamtjahr 2012 kam das Unternehmen aber voran. Mit der geplanten Kapitalerhöhung will Sky rund 91 Millionen Euro erlösen.
Sky Deutschland: Operativ lief es in 2012 wieder besser

Sky Deutschland: Operativ lief es in 2012 wieder besser

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DPA

Frankfurt am Main - Dank steigender Abonnentenzahlen hat der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland seinen Jahresverlust deutlich verringert. Der operative Verlust (Ebidta) 2012 liege voraussichtlich zwischen 48,0 und 58,0 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Im Jahr zuvor war es noch ein Minus von 155,5 Millionen Euro.

Nach neun Monaten hatte noch ein Plus von einer Million in den Büchern gestanden, so dass sich für das vierte Quartal rechnerisch ein Verlust von 49 bis 59 Millionen Euro ergibt.

Die Abo-Zahlen hatte Sky bereits vor einer Woche vorgelegt: Im vergangenen Jahr unterschrieben neu 351.000 zahlende Zuschauer - insgesamt kam Sky Ende 2012 auf 3,363 Millionen Abonnenten.

Kapitalerhöhung: Sky will 20,4 Millionen neue Aktien andienen

Gleichzeitig nannte Sky auch Details zur angekündigten Kapitalerhöhung. Nach der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts werde Sky Deutschland seinen bestehenden Aktionären bis zu 20,4 Millionen neue Namensaktien aus genehmigtem Kapital anbieten, um Bruttoerlöse von bis zu 91 Millionen Euro zu erzielen.

Das Bezugsverhältnis betrage 42:1 - Aktionäre von Sky haben somit das Recht, für 42 bestehende Aktien, die am Stichtag (21. Januar 2013 abends) gehalten werden, eine neue Aktie zu erwerben. Der Bezugspreis pro Aktie wurde auf 4,46 Euro festgelegt.

Hauptaktionär News Corp hatte angekündigt, das Bezugsrecht für seine Beteiligung von 54,5 Prozent vollständig auszuüben. Der Medienkonzern von Rupert Murdoch hatte seine Anteil an Sky in der Vorwoche auf mehr 50 Prozent erhöht.

Die Aktien von Sky Deutschland notierten am Montag vorbörslich bei Lang & Schwarz mit minus 1,79 Prozent auf 4,66 Euro und verbuchten damit die stärksten Kursverluste im Nebenwerteindex MDax.

rei/rtr/dpa-afx
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